Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt - Ausgabe Nr. 02/2018

 
 
    Inhalt
   
  1. Wussten Sie schon?
  2. Hier ist Platz für Ihr Projekt
  3. Fachliches
  4. Termine
  5. Zum Schluss: Ein Abschied
 
 
 
 
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 Wussten Sie schon?

Liebe Leserin, lieber Leser,

der 21. März wird seit einigen Jahren weltweit als Down-Syndrom-Tag begangen, denn „Trisomie 21“, das passt einfach gut zum Datum 21.3. Viele Elterngruppen und Initiativen nutzen diesen Tag, um in ihrem Umfeld für Vielfalt zu werben. Sie machen deutlich, wie sehr Menschen mit Down-Syndrom unser Leben und unsere Gesellschaft bereichern – auch in unserer Diözese.

Mehr zu diesen Aktionen finden Sie in diesem Newsletter.

Ihre
Birgit Baumgärtner

P. S.: An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Sie für Ihre Projekte und Aktionen, die Sie uns schon in die Redaktion gesandt haben. Gern wollen wir mit unserem Newsletter Ihr Projekt oder Ihre Aktion bewerben (einfach per E-Mail an: baumgaertner@caritas-dicvrs).




 
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 Hier ist Platz für Ihr Projekt

Behinderung und Schule
Bestandsaufnahme: Werden die Kleinen in der Schule gut begleitet?

Das Kompetenzzentrum Sozialpolitik des Diözesancaritasverbandes startet demnächst eine Umfrage zum Thema „Schulbegleitung“ unter Caritas-Regionen und Verbandsmitgliedern, die in der Jugend- oder Behindertenhilfe aktiv sind. Damit wollen wir uns einen Überblick verschaffen über Schulbegleitungen bei inklusiver Beschulung und Beschulung von Kindern mit Behinderung an Sonderpädagogischen Bildungs - und Beratungszentren (SBBZ). Umfang, Rahmenbedingungen und Probleme in diesem Zusammenhang werden systematisch erhoben und daraus ein Handlungsbedarf und Konsequenzen für die politische Arbeit der Caritas abgeleitet. Gleichzeitig wird deutlich, wo und wie die Qualität der Schulbegleitung erhöht werden kann.
Sie haben Fragen? – Ihre Ansprechpartnerin bei der Caritas ist Dr. Stephanie Goeke (0711 2633-1216, goeke@caritas-dicvrs.de).


Aktion zum Down-Syndrom-Tag
Caritas Krankenhaus Bad Mergentheim engagiert sich

Die Selbsthilfegruppe für Kinder mit Down-Syndrom am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim präsentiert am Welt-Down-Syndrom-Tag (WDST) am 21.3. im Foyer der Klinik von 14 bis 17 Uhr einen Infostand zum Thema. Die Aktivist(inn)en kommen mit Besuchern ins Gespräch, informieren über das Anderssein und zeigen mit schönen Bildern, wie groß die Lebensfreude der Betroffenen ist. Präsentiert werden großartige Aufnahmen aus dem Wandkalender "A little extra" von Conny Wenk oder "Außergewöhnlich" und wunderbare Kinder-Poster von verschiedenen Selbsthilfegruppen aus Facebook-Foren. Bei der Aktion "Lots of socks" erinnern „Bunte Socken“ an die Vielfalt des menschlichen Lebens und Seins.
Infos zur Selbsthilfegruppe am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim unter www.ckbm.de/ckbm/aktuelles/leben-magazin/themenseite.php?includeDocument=/zentrale/projektuebergreifende-inhalte/Themenportal/down-syndrom/down-syndrom.php

Auch Väter willkommen
Verein will Eltern behinderter Kinder entlasten – neue Website freigeschaltet

Ein Unfall, eine schlimme Krankheit oder eine Geburt können Eltern unvorbereitet und schmerzhaft treffen – mitten im Leben. Viele Familien erleben radikale Umbrüche, nicht selten sogar eine Wende in ihrem Leben. Meistens übernehmen die Mütter die Versorgung und Pflege von Kindern mit Behinderung.
Betroffene Mütter gründeten 2015 den Verein Rückenwind, um andere Mütter stark zu machen und ihnen eine Stimme zu geben. Pflegende Väter sind zwar in der Minderheit, aber bei Rückenwind genauso herzlich willkommen.
Tipp: Besuchen Sie doch einfach die neu gestaltete Webseite: www.rueckenwind-es.de

 




Link zur Website

 
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 Fachliches

Leben mit dem behinderten Bruder
Caritas-Journalistenpreis für authentischen Bericht von Katja Bauer

Katja Bauer aus Berlin erhielt für ihre Reportage „Mein Bruder, das Solidarsystem und ich“ in der Stuttgarter Zeitung den mit 3.000 Euro dotierten ersten Preis des 29. Caritas-Journalistenpreises Baden-Württemberg. Aus eigener Erfahrung beschreibt sie das Ringen einer pflegenden Angehörigen mit der Behandlungs- und Betreuungsbürokratie in Deutschland.
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wenn-ein-mensch-zum-pflegefall-wird-mein-bruder-das-solidarsystem-und-ich.59a3156d-10b3-4597-88d1-90eabddc4746.html


 

Wertvolle Tipps für Praktiker
Buch zeigt Erfahrungen mit Inklusion – hilfreich nicht nur für Kommunen

Das Erfahrungshandbuch „Inklusion ist machbar!“ des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge beschreibt anhand von Beispielen und Projekten die Umsetzungsprozesse von inklusiven Maßnahmen. Das Buch knüpft an den großen Erfolg von „Inklusion vor Ort“, dem kommunalen Index für Inklusion von 2011 an. Der Herausgeber, die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, begleitet bundesweit inklusive Prozesse und stellt mit der Neuerscheinung die Erfahrungen auf dem Weg zum inklusiven Gemeinwesen vor. Strukturelle Hemmnisse kommen ebenso zur Sprache wie konzeptionelle Ansätze und praktische Ideen. Das Buch bietet vielfältige Anregungen für Fach- und Führungskräfte in Verwaltung, Politik und Wirtschaft, für Institutionen, Vereine und Netzwerke sowie Ehrenamtliche und zivilgesellschaftlich Engagierte.
Bestellung: Inklusion ist machbar! Das Erfahrungshandbuch aus der kommunalen Praxis, Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft (Hrsg.), 19,80 Euro (für Mitglieder des Deutschen Vereins: 17,50 Euro), ISBN 978-3-7841-2984-6.
https://www.deutscher-verein.de/de/sd56


 

Ausschreibung I
5.000 Euro für musikalisches Experiment

Mit insgesamt 5.000 Euro zeichnet die miriam-stiftung unter dem Motto „Musik & Inklusion: Experiment und Klang“ ein Ensemble aus Schule oder Musikschule oder freiem Kontext aus, das (auch) mit unkonventionellen Klängen und Instrumenten experimentiert und
a) Menschen mit und ohne Behinderung an neue Klangwelten heranführt,
b) vielfältige Klangmöglichkeiten erforscht und
c) gemeinsames Spiel bei unterschiedlichsten Voraussetzungen ermöglicht.
Bitte sputen Sie sich: Bewerbungsschluss ist der 4. Mai.
Mehr Infos: www.musik-inklusiv.de und www.miriam-stiftung.de


 

Ausschreibung II
„Luft und Liebe“ gewinnen – Literaturwettbewerb ausgeschrieben

Der Verein Wortfinder schreibt 2018 wieder seinen Literaturwettbewerb für Menschen mit geistiger Behinderung oder Lernbeeinträchtigung aus. Es geht um das große Thema „Luft und Liebe“. In der Ausschreibung heißt es: „Erzählen Sie Geschichten über Luftschaukeln, Luftmatratzen und Luftschlangen. Wurden Sie schon mal wie Luft behandelt? Wen oder was würden Sie manchmal am liebsten in die Luft jagen? Steht Ihnen der Sinn nach Luftveränderung? Lüften Sie ein Geheimnis. Oder berichten Sie vom Mann, der immer Löcher in die Luft starrt. War das etwa der Luftikus? Kann man von Luft und Liebe leben?“
Lust, mitzumachen? Dann bewerben Sie sich bis zum 12. April!
Alle Infos unter www.diewortfinder.com/literaturwettbewerbe/literaturwettbewerb-2018/


Wann ist Freiheitsentzug vertretbar?
Neues Merkblatt sorgt für mehr Rechtssicherheit in heikler Frage

Auch Kinder und Jugendliche können Opfer von freiheitsentziehenden Maßnahmen werden, beispielsweise in einer Frühförderstelle, einer Kindertagesstätte oder in der Schule. Seit Oktober 2017 muss ein Familiengericht diese Maßnahmen allerdings vorher genehmigen. Dies regelt das „Gesetz zur Einführung eines familiengerichtlichen Genehmigungsvorbehaltes für freiheitsentziehende Maßnahmen bei Kindern“. Wenn die Maßnahmen jedoch zwar freiheitsentziehend wirken, aber ausschließlich therapeutischen oder medizinischen Zwecken dienen, ist diese Genehmigung nicht erforderlich.
Da es in der alltäglichen Praxis immer wieder eine „Grauzone“ in der Anwendung gibt, sorgt der Bundesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung für mehr Rechtssicherheit für alle Beteiligten. Dazu gab der Verband ein Merkblatt heraus: http://bvkm.de/wp-content/uploads/FEM-Merkblatt_web.pdf  




 
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 Termine

16. März 2018, 20 Uhr, SBBZ Rohräckerschule, Traifelbergstraße 2, Esslingen-Zollberg:
Jeder hat etwas zu sagen, aber nicht alle können sprechen
Informationsabend Unterstützte Kommunikation (UK)

Dominik Engelhardt hat eine Mehrfachbehinderung. Seit seiner Kindheit nutzt er Unterstützte Kommunikation (UK). In Esslingen berichtet er – unterstützt von seinem Vater und einem Talker – über seine Erfahrungen als unterstützt Sprechender. Die Veranstaltung wird organisiert von Rückenwind e.V.
http://www.rueckenwind-es.de/termine/veranstaltungen.htm

17. März 2018, 19.00 Uhr, Gemeindezentrum St. Georg, Heilbronner Straße 135, Stuttgart:
„Kino all inclusive“: „The King‘s speech – Die Rede des Königs“

Gezeigt wird der Film "The King‘s Speech – Die Rede des Königs". Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Seelsorge bei Menschen mit Behinderung, Lebenshilfe Stuttgart und Körperbehinderten-Verein Stuttgart. Alle Menschen mit oder ohne Behinderung sind herzlich willkommen. Das Gemeindezentrum ist barrierefrei.
Infos: www.kbw-stuttgart.de/veranstaltungen/170318-kino-all-inclusive-the-kings-speech-die-rede-des-koenigs-/ und bei k.labusga@kbv-stuttgart.de
 

10. bis 12. Mai 2018, St. Virgil, Salzburg
1. Early Life Care Konferenz “Familien unter HOCH-STRESS“

Die Bedingungen bei Konzeption, Schwangerschaft, Geburt und früher Entwicklung des Säuglings können durch extremen HOCH-STRESS gezeichnet sein. Welche Auswirkungen haben solche Erfahrungen von HOCH-STRESS auf die Entwicklung des Säuglings und seiner Beziehungen in der Familie? Wie können sie bewältigt werden? Gibt es Möglichkeiten der Begleitung, Beratung, Therapie und Prävention, die hilfreich sein könnten.
Eingeladen sind alle Fachleute, die sich mit den Lebensereignissen "Schwangerschaft", "Geburt", "Eltern werden" und „1. Lebensjahr" befassen.
http://www.earlylifecare.at/fileadmin/user_upload/1_ELC_Konferenz_Familien_unter_HOCH-STRESS_klein.pdf
 

15. - 17. Juni 2018, Hotel Franz in Essen (weitgehend barrierefrei):
„Was hat die UN-Behindertenrechtskonvention mit Pränataldiagnostik zu tun?“

Bei dieser Tagung des Netzwerks gegen Selektion durch Pränataldiagnostik erörtern Dr. Oliver Tolmein, Professor Markus Dederich und weitere Experten diese zentrale Frage. Vorträge, Arbeitsgruppen und ein Podiumsgespräch fragen mit Blick auf die Angebotsstruktur der Pränataldiagnostik nach den gesellschaftspolitischen Herausforderungen und juristischen Konsequenzen, die sich für die Politik, die Berufsgruppen und die Zivilgesellschaft aus der Verpflichtung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ergeben.
Am 15. Juni liest die Journalistin und Autorin Sandra Schulz aus ihrem neuen Buch „Das ganze Kind hat so viele Fehler. Die Geschichte einer Entscheidung aus Liebe“.
Programm und Infos: http://www.netzwerk-praenataldiagnostik.de/fileadmin/praenatal-diagnostik/pdf/2018_Netzwerktagung_Einladungsflyer.pdf

30. Juli bis 04. August 2018, TREFFPUNKT Rotebühlplatz, Stuttgart:
KUNST–ERLEBNISWOCHE
Ein Inklusionsprojekt von vhs Stuttgart, der Caritas Stuttgart, Offener Herberge e. V. und Stuttgarter Bürgerkreis zur Förderung seelischer Gesundheit e.V.

Während der Kunst-Erlebniswoche wird Kunst gemeinsam erlebt und gemacht. Menschen mit und ohne Psychiatrie-Erfahrung werden dabei kompetent in unterschiedliche Kunstrichtungen eingeführt.
Wenn Sie also Lust haben, sich in neuen, künstlerischen Feldern auszuprobieren, mit anderen Menschen gemeinsam kreativ zu arbeiten und sich in guter Atmosphäre und modernen Werkstätten neu zu erleben, sind Sie bei der Kunst-Erlebniswoche richtig.
Info zu Anmeldungen, Kursgebühren etc.: https://aktionsplan-inklusion-leben.de/kshfjqu/wp-content/uploads/2018/02/Flyer_Kunstwoche-2018.pdf  




 
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 Zum Schluss: Ein Abschied

Die Welt in Trauer
Stephen Hawking: Einer der größten Wissenschaftler gestorben

Stephen Hawking starb am 14. März im Alter von 76 Jahren. Die Welt trauert um den britischen Astrophysiker, der zu den größten Wissenschaftlern aller Zeiten gehört. Sein Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit" wurde in vielen Sprachen übersetzt und machte ihn populär. Als seine Behinderung in jungen Jahren festgestellt wurde, gaben ihm die Ärzte kaum Überlebenschancen.
Doch zum Glück kam alles anders.
http://www.zeit.de/wissen/2018-03/stephen-hawking-astrophysiker-leben-fs?wt_zmc=sm.int.zonaudev.xing.ref.zeitde.redpost.link.x&utm_medium=sm&utm_source=xing_zonaudev_int&utm_campaign=ref&utm_content=zeitde_redpost_link_x&xing_share=News  




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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