Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt - Ausgabe Nr. 04/2018

 
 
    Inhalt
   
  1. Wussten Sie schon?
  2. Hier ist Platz für Ihr Projekt
  3. Fachliches
  4. Das Beste zum Schluss!
 
 
 
 
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 Wussten Sie schon?

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit Entsetzen und einer großformatigen Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 22. April haben die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. und 17 weitere Verbände auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion zum Thema Schwerbehinderung reagiert.
Dies und mehr zum Thema Behinderung finden Sie in diesem Newsletter.

Herzlich
Ihre
Birgit Baumgärtner





 
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 Hier ist Platz für Ihr Projekt

Woche für das Leben I
Bischof Fürst: Ängste von Paaren ernst nehmen

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Balinger Heilig-Geist-Kirche wurde die „Woche für das Leben 2018“ unter dem Motto „Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!“ in der Diözese Rottenburg-Stuttgart eröffnet. Bischof Gerhard Fürst betonte die Unantastbarkeit der Würde des Menschen vom Anfang bis zum Ende des Lebens. Fürst forderte dazu auf, die Ängste von Paaren ernst zu nehmen und sie bei der Entscheidung für das Leben zu unterstützen.
https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.balingen-bischof-july-inklusion-faengt-hier-an.890bf55e-855f-4468-9d09-cf6705e315ef.html


Woche für das Leben II
Reutlingen: Viele Aktionen rund um das Thema „Leben mit Behinderung“

Bei der „Woche für das Leben“ zeigten Veranstaltungen in Reutlingen verschiedene Aspekte des Zusammenlebens mit einem behinderten Kind. Die Citykirche präsentierte die Wanderausstellung „Hauptsache gesund?“, das Programmkino „Kamino“ zeigte den Film „24 Wochen“. Darin erwartet ein Paar ein schwerkrankes Kind und muss eine schwere Entscheidung treffen (mehr: http://www.24wochen.de)
Am 18. April präsentierte das Ensemble des Theaters „Die Tonne“ in der Citykirche Ausschnitte aus ihren Stücken. Amelie Mahlstedt las aus ihrem Buch „Lolas verrückte Welt“ und sprach sehr offen über das Leben mit ihrem behinderten Kind. In einer Talkrunde diskutierten Bernhard Müller (Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe), Raphael Schäfer (Seelsorger) und Marion Jahnke („pro familia“) über vorgeburtliche Diagnostik.


Interview mit einem Gynäkologen
Pränataldiagnostik aus ärztlicher Sicht – Vorteile und Schwierigkeiten

Im „Katholischen Sonntagsblatt“ erschien ein Interview mit Manfred Hofmann, Gynäkologe im Stuttgarter Marienhospital über die Vorteile und Schwierigkeiten der Pränataldiagnostik (PND).
PDF (Mit freundlicher Genehmigung des Schwabenverlags Ostfildern.)

 




Link zur Website

 
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 Fachliches

Gegen Ausgrenzung
Fachverbände fordern mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderungen

Die Fachverbände der Behindertenhilfe fordern von der großen Koalition mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderungen. Vor allem bei der Weiterentwicklung der Hilfen in den Bereichen Wohnen, Kinder, Jugend und Arbeit dürften sie in einer inklusiven Gesellschaft nicht ausgegrenzt werden.
Pressemitteilung: http://www.diefachverbaende.de/files/stellungnahmen/2018-03-22_Statement-Fachverbaende-KoalitionsvertragoAE.pdf


AfD spaltet Gesellschaft
Zusammenhang zwischen Behinderung, Inzest und Migranten hergestellt?

Eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion zum Thema Behinderungen in Deutschland vom 12. März (http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/014/1901444.pdf) wird von den Sozialverbänden scharf kritisiert. Darin will die AfD unter anderem wissen, wie sich die Zahl der Behinderten seit 2012 entwickelt habe, insbesondere die durch Heirat innerhalb der Familie entstandenen, und wie viele Fälle der durch Heirat in der Familie entstandenen Behinderungen einen Migrationshintergrund hätten.

Das Bundesinnenministerium beantwortete die AfD-Anfrage trocken und sachlich: „Daten zum Familienstand der Eltern von Kindern mit Behinderungen werden in der Statistik der Schwerbehinderten nicht erhoben.“ Mehr als 94 Prozent der schwerbehinderten Menschen seien Deutsche. (http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/016/1901623.pdf)

Mit dem Aufruf „Es geht uns alle an: Wachsam sein für Menschlichkeit“ positionierte sich die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. und weitere Verbände öffentlich in einer Großanzeige gegen die AfD-Politik und schrieb einen Offenen Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages. (http://www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/vielfalt-ohne-alternative/es-geht-uns-alle-an-wachsam-sein-fuer-menschlichkeit/)

Mark Kleber (SWR) kommentierte die AfD-Anfrage. Seinen Beitrag – „Ein Menschenbild, das unsäglich ist“ – lege ich Ihnen als lesens- und nachdenkenswert ans Herz:
https://www.swr.de/swraktuell/Kommentar-zur-AfD-Anfrage-Ein-Menschebild-das-unsaeglich-ist,kommentar-kleber-afd-anfrage-100.html  

Und zu guter Letzt finden Sie hier ein Interview mit Ilja Seifert vom Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland aus der Süddeutschen Zeitung:
http://www.sueddeutsche.de/politik/sozialverbaende-die-afd-wertet-das-leben-von-behinderten-als-nicht-lebenswert-ab-1.3956029


Starke Frauen im Fernsehen
WDR zeigt Reportage über Wünsche einer Frau mit Down-Syndrom

Marie aus Leichlingen ist 16, als sie ihren Kinderwunsch zum ersten Mal spürt. Auch will Marie seit Jahren Lehrerin werden. Doch beide Träume sind für Marie kaum zu verwirklichen. Denn sie hat das Down-Syndrom.
Die 29-minütige Sendung aus der Reihe „Menschen hautnah“ finden Sie unter http://www.ardmediathek.de/tv/Menschen-hautnah/Marie-will-frei-sein-Erwachsen-werden-/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=7535538&documentId=51951450


Ziel: New York
3sat-Reportage berichtet über Traum einer Rollstuhlfahrerin

„Im Rollstuhl nach New York“ heißt der SRF-Beitrag in der Reihe „Reporter“. Im Mittelpunkt der 20-minütigen Reportage steht Rahel, die unbedingt nach New York will. Nicht einmal ihr Rollstuhl kann sie von ihrem Traum abhalten. http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=72889  

 




 
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 Das Beste zum Schluss!

Theater statt Therapie
Theatergruppe „animArt“ will ins Theaterhaus

Ganz neu ist die Theatergruppe von Rudolf-Sophien-Stift und dem Stuttgarter Verein zur Förderung seelisch Kranker und seelisch Behinderter. Unterstützt von der Aktion Mensch, trifft sich die Gruppe unter der Leitung von der Theaterregisseurin Anna Drescher montags im Rudolf-Sophien-Stift. Bei animArt steht nicht der therapeutische, sondern der künstlerische Aspekt im Vordergrund. Die Gruppe will sich etablieren, langfristig Theater spielen und die Stücke öffentlich präsentieren. Mit dem ersten geplanten animArt-Auftritt – voraussichtlich im Stuttgarter Theaterhaus – soll das Bewusstsein für Menschen mit seelischer Erkrankung in der Öffentlichkeit gefördert und Berührungsängste von beiden Seiten nachhaltig abgebaut werden.
Info und Mitmachen: Proben sind jeden Montag von 17.00-19.30 im Rudolf-Sophien-Stift in der Ruppmannstr. 41. Kontakt bei Interesse: Anna Drescher, 0176 53453492, theater.animart@gmail.com
Zur Person: Anna Drescher
Anna Drescher arbeitet an Opernhäusern und Theatern im In- und Ausland und leitete eine Psychiatrietheatergruppe in Hannover, die mit einem Stück zur documenta in Kassel eingeladen war.




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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