Caritas-Newsletter
   

Newsletter "Leben ist angesagt" Ausgabe Nr. 8/2014

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Neues aus der Diözese
  3. Fachliche Informationen
  4. Lese-Tipps
  5. Termine
  6. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache

Sehr geehrte Damen und Herren,
seit fünf Jahren gilt die UN-Behindertenrechtskonvention. Behörden, Institutionen und Organisationen bemühen sich um deren Umsetzung. Denn es geht nicht darum, ob Inklusion eingeführt wird, sondern um das Wie!
Heute finden Sie unter der Rubrik „Lese-Tipps“ einige Publikationen, die inklusive Prozesse vor Ort begleiten.
Herzlich,
Ihre
Birgit Baumgärtner



 
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 Neues aus der Diözese

Wie viel Inklusion geht in einer Kirchengemeinde?

Im Rahmen des Projekts „Inklusions-Check“ informierte Professor René Gründer von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heidenheim am 19. November rund 100 Gäste im Kinder- und Jugenddorf Marienpflege über die Befragung der Gesamtkirchengemeinde Ellwangen zur Inklusion. Laut Gründer sind die Menschen, die am Leben der Kirchengemeinde teilnehmen, offen für mehr Einbeziehung von Menschen mit Behinderung. Viele halten es für erforderlich, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen in den Gremien berücksichtigt werden und dass Barrieren abgebaut werden. Alle Gruppen, die sich für Inklusion einsetzen, sollten ein Netzwerk bilden und gemeinsam die Inklusion in Ellwangen voranbringen.
Der minderwüchsige Augsburger Dirigent und Stadtrat Benedikt Lika berichtete beeindruckend und humorvoll über sein Leben und seine Erfahrungen mit Inklusion. Lika, Jahrgang 1982, besuchte zunächst ein Musikgymnasium und studierte anschließend Musikwissenschaft, Musikpädagogik und Kunstgeschichte. Heute arbeitet Lika als Dirigent und Konzertorganisator und ist seit 2013 Stadtrat in Augsburg.
Einen kleinen Einblick in sein Leben unter https://www.youtube.com/watch?v=wlhKa0D1Z1s  
Die „Ipf- und Jagstzeitung“ berichtete über den Ellwanger Fachtag:
http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Behinderte-Menschen-regelmaessig-einbinden-_arid,10125981_toid,290.html  




Link zur Website

 
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 Fachliche Informationen

Moderne Diagnostik – der psychische Druck steigt

Feindiagnostik, Fruchtwasseruntersuchungen, Bluttests – der Druck auf werdende Eltern, ein gesundes Kind zu bekommen, steigt. Opfer sind vor allem Ungeborene mit Down-Syndrom. Bei dieser Diagnose entscheiden sich fast 95 Prozent der Eltern für eine Abtreibung. Doch: Ist das Down-Syndrom wirklich eine Belastung?
http://www.ardmediathek.de/tv/Selbstbestimmt/Moderne-Diagnostik-Eine-Welt-ohne-Behi/MDR-Fernsehen/Video?documentId=24475978&bcastId=7545356


Mütter schwer behinderter Kinder erzählen

Das Leben mit Behinderung ist nicht immer leicht. Für das „Magazin“ der AKTION MENSCH berichten drei Mütter schwer behinderter Kinder – darunter eine Esslingerin – über ihre täglichen Herausforderungen: https://www.aktion-mensch.de/magazin/fokus/muetter.html


Wegweiser Frühförderung aktualisiert

Die überregionale Arbeitsstelle für frühkindliche Bildung und Frühförderung hat den Wegweiser Frühförderung in Baden-Württemberg im November komplett überarbeitet und aktualisiert. Die 99 Seiten sind nun gegliedert nach kreisbezogener, kreisübergreifender und landesweiter Zuständigkeit.
http://www.gesundheitsamt-bw.de/SiteCollectionDocuments/30_Gesundheitsth_Fruehfoerd/ff-wegweiser_141106.pdf


Landesbehindertenbeauftragter gegen Schwerpunktschulen

Diese Woche sprach sich der Städtetag Baden-Württemberg für die Schaffung von so genannten „Schwerpunktschulen Inklusion“ aus wegen der dafür notwendigen Ressourcen (Barrierefreiheit, Assistenz usw.). Der Landesbehindertenbeauftragte Gerd Weimer lehnte den Vorschlag prompt ab und verwies auf den Inklusionsauftrag aller Schulen.
http://www.sm.baden-wuerttemberg.de/fm7/1442/PM%20Schwerpunktschulen%20f%FChren%20in%20eine%20Sackgasse.pdf


Behindertenbeauftragten fordern Recht auf inklusive Bildung

Die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern beschlossen auf ihrer Herbsttagung am 13. und 14. November in Stuttgart die „Stuttgarter Erklärung zum Recht auf inklusive schulische Bildung“. Dabei betonen sie das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern und appellieren an Bund, Länder und Kommunen, mehr Ressourcen für den inklusiven Unterricht bereitzustellen. http://www.sm.baden-wuerttemberg.de/fm7/1442/Stuttgarter_Erklaerung_14-11-2014.pdf


Bachelor trotz Down-Syndrom

Bei seiner Geburt sagten die Ärzte, dass Bryan Russell Mujica nie selbstständig sein könne. Nun ist der Peruaner mit Downsyndrom Journalist.
http://www.taz.de/%21147198/


Behindertenwerkstätten bringen’s voll

Die 700 Behindertenwerkstätten in Deutschland liegen dem Staat nicht auf der Tasche. Eine Studie des Eichstätter Sozialökonomen Bernd Halfar und des Forschungsinstitutes xit im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen belegen, dass aus 100 Euro, die als Sozialleistungen in eine Werkstatt fließen, 108 Euro werden.
http://www.bagwfbm.de/page/sroi_allgemein


„Glücksatlas 2014“: Menschen mit Behinderungen unzufrieden

Der „Glücksatlas 2014“ der Deutschen Post AG untersuchte erstmals die Zufriedenheit von Menschen mit Behinderungen. Danach sind sie unzufriedener als Menschen ohne Behinderung. Das Ziel der Inklusion liegt für viele noch in weiter Ferne. Desinteresse und Egoismus sind demnach größte Hemmnisse auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft.
http://www.gluecksatlas.de/cms/2014/inklusion.html




 
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 Lese-Tipps

Mitmachen! Anregung zur Inklusion

Ein Praxishandbuch trägt zur Inklusion bei: Mit Informationen und Anregungen hilft es Kommunen, Inklusion zu leben. Ein „Index“ als Fragenkatalog hinterfragt systematisch alle Lebensbereiche der Kommune. Dabei regt jede Frage an, aktiv zu werden, sich zu begegnen, voneinander zu lernen, etwas gemeinsam zu gestalten und Ressourcen zu entdecken. Je mehr mitmachen, desto mehr wird Inklusion lebendig.
Inklusion vor Ort. Der Kommunale Index für Inklusion, ISBN 978-3-7841-2070-6, 232 Seiten, 13 Euro (10,50 Euro für Mitglieder des Deutschen Vereins)
http://www.lambertus.de/de/shop-details/inklusion-vor-ort,1027.html


Zukunftsweisende Perspektiven – nicht nur für Profis

Sozialraumorientierung kann – verbunden mit der Behindertenarbeit und dem Empowerment-Konzept – Inklusion verwirklichen. Dann entstehen neue, anspruchsvolle Aufgaben und zukunftsweisende Perspektiven. Dazu nennt der Autor viele Fallbeispiele und schildert Chancen einer lebensweltbezogenen Behindertenarbeit bei Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf (z. B. Demenz). Methodische Instrumente der personzentrierten Planung für behinderte Menschen vervollständigen das Buch. Fazit: Nicht nur interessant für Experten in der Behindertenhilfe.
Georg Theunissen: Lebensweltbezogene Behindertenarbeit und Sozialraumorientierung. Eine Einführung in die Praxis, ISBN 978-3-7841-2118-5, 392 Seiten, 25,00 Euro
http://www.lambertus.de/de/shop-details/lebensweltbezogene-behindertenarbeit-und-sozialraumorientierung,1082.html


Wie geht inklusive Bildung?

Das Buch analysiert den aktuellen Umsetzungsprozess inklusiver Bildung im deutschen Schulsystem im Hinblick auf systemische und strukturelle Barrieren. Kooperationen und Beteiligungsformen, Anforderungen an die Professionalität der Fachkräfte, bauliche Voraussetzungen etc. werden als Bedingungen erfolgreicher Inklusion identifiziert und Lösungswege für die Umsetzung vor Ort gezeigt.
Susann Kroworsch (Hrsg.): Inklusion im deutschen Schulsystem. Barrieren und Lösungswege, ISBN 978-3-7841-2554-1, 208 Seiten, 19,80 Euro (15,80 Euro für Mitglieder des Deutschen Vereins)
http://www.lambertus.de/de/shop-details/inklusion-im-deutschen-schulsystem,1425.html


Für alle, die Inklusion gestalten

Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention stellt hohe Anforderungen an die Kommunen. Dieses Hand- und Arbeitsbuch zeigt Wege der Steuerung und Planung des Inklusionsprozesses. Praxisbeispiele und Dokumente geben wertvolle Anregungen.
Jürgen Hartwig, Dirk Willem Kroneberg (Hrsg.): Inklusion – Chance und Herausforderung für Kommunen, ISBN 978-3-7841-2712-5, 176 Seiten, 19,80 Euro (15,80 Euro für Mitglieder des Deutschen Vereins)
http://www.lambertus.de/de/shop-details/inklusion-chance-und-herausforderung-fuer-kommunen,1624.html  




 
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 Termine

Berlin, 2./3.12.2014

„Inklusion2025“ – Zukunftskongress der Aktion Mensch
Am 2. und 3. Dezember veranstaltet die Aktion Mensch in Berlin den Zukunftskongress INKLUSION2025. Fachleute und Publikum diskutieren über Entwicklungen, die die gleichberechtigte Teilhabe aller beeinflussen werden. Programm und Anmeldung: https://www.aktion-mensch.de/zukunftskongress/programm.php


Berlin, 16.01.2015

Was gibt’s Neues zum Bundesteilhabegesetz?
Der gemeinsame Fachtag der Fachverbände für Menschen mit Behinderung informiert über die Vorbereitung des Bundesteilhabegesetzes. Es referiert Rolf Schmachtenberg vom Bundesarbeitsministerium, der maßgeblich an der Konzeption des Gesetzes beteiligt ist. Das Bundesteilhabegesetz ist für die Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie das wichtigste Gesetzesverfahren seit Einführung des SGB IX.
http://www.cbp.caritas.de/55625.asp?detailID=28969&detailSubID=31659&page=1&area=efvkelg  




 
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 ... das Beste zum Schluss

Urlaubsangebote für Menschen mit und ohne Behinderung

Die Zeit rund um Weinachten nutzen viele Menschen für einen kleinen Urlaub. Dazu veröffentlichte der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter jüngst seinen Reisekatalog 2015 mit interessanten Urlaubsangeboten für Menschen mit und ohne Behinderung.
http://www.familienratgeber.de/div/aktuell/meldung.php?et_cid=10&et_lid=19&et_sub=nl_2014-11-23&nid=439  




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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