Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt - Ausgabe Nr. 07/2016

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Neues aus der Diözese
  3. Fachliche Informationen
  4. Termine
  5. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit dem heutigen Newsletter melde ich mich aus der Sommerpause zurück und habe für Sie folgende Themen rund um das Leben mit Behinderung zusammengestellt.

Ihnen eine interessante und anregende (Herbst-)Lektüre!

Herzlich,
Ihre
Birgit Baumgärtner



 
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 Neues aus der Diözese

Gemeinsam geht’s besser
Jugendliche mit und ohne Behinderung organisieren inklusive Gottesdienste

Die fünf Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit Ellwangen – St. Vitus in der Basilika und in Neunheim, St. Wolfgang, Heilig Geist, St. Patrizius Eggenrot – und die Jugendkirche Ellwangen feierten am 18. September inklusive Gottesdienste am Caritas-Sonntag zum Thema „Generationengerechtigkeit“. Gemeinsam hatten Menschen mit Behinderung und die jeweiligen Familien- bzw. Jugendgottesdienstteams erstmalig die Feiern im Projektteam „Vielfalt (er)leben“ inklusiv vorbereitet. Die Besucher konnten die Fürbitten in Form von Symbolen sehen und begreifen.
Info: www.dicv-rottenburg-stuttgart.caritas.de/89835.html  




Link zur Website

 
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 Fachliche Informationen

Tod vor der Geburt
Wenn Eltern sich der schwersten Frage des Lebens stellen müssen

Das Kind in Lisas Bauch ist schwerstbehindert, Ärzte raten zur Abtreibung. Die Eltern suchen nach ihrer Antwort auf eine der schwierigsten Fragen des Lebens. Ein sehr einfühlsamer Artikel zum Thema Kinder mit Behinderungen und Stille Geburt von Anke Lübbert in ZEIT online.
www.zeit.de/2016/29/schwangerschaft-baby-herzfehler-behinderung-praenataldiagnostik/komplettansicht


„Fatales Signal“
Kassen erwägen Finanzierung von Präna-Test – nur gut gemeint?

Die Krankenkassen erwägen, für die Früherkennung des Down-Syndroms im Mutterleib zu zahlen. Aus Sicht von Kathrin Braun von der Süddeutschen Zeitung setzen sie damit ein fatales Signal. Lesen Sie ihre Meinung unter
www.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-aussieben-von-leben-1.3150256


Endlich: betroffene Behindertenbeauftragte
Stephanie Aeffner soll neue Landes-Behindertenbeauftragte werden

Die Sozialpädagogin Stephanie Aeffner (40) aus Eppelheim (Rhein-Neckar-Kreis) soll neue Landes-Behindertenbeauftragte werden. Das gab Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha nach einer Sitzung des Landes-Behindertenbeirates bekannt. Aeffner wird die erste selbst Betroffene sein, die dieses Amt ausübt. Zunächst muss das Kabinett die Personalie noch bestätigen. Mehr unter
www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/stephanie-aeffner-soll-neue-landes-behindertenbeauftragte-werden-1/


Jetzt gilt‘s!
Bundestag berät erstmals Bundesteilhabegesetz (BTHG)

Trotz massiver Proteste bringt die Bundesregierung den „Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen (Bundesteilhabegesetz – BTHG)“ in den Bundestag ein. Er gilt als „der“ sozialpolitische Meilenstein schlechthin. Damit soll die Lebenssituation behinderter Menschen verbessert werden. Über die 369 Seiten lesen Sie mehr unter http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/095/1809522.pdf
Die fünf Fachverbände der Behindertenhilfe auf Bundesebene – darunter auch die Caritas – waren zwar frühzeitig in den Gesetzgebungsprozess einbezogen. Dennoch sind die Belange von Menschen mit Behinderung aus ihrer Sicht nicht angemessen berücksichtigt, sodass die Verbände ihre Kritik auf 182 Seiten (!) formulierten. Die aktuelle Stellungnahme vom 12. September 2016 finden Sie unter www.diefachverbaende.de/files/stellungnahmen/2016-09-12_KFV_Stellungnahme_BTHG_RegE.pdf


Neuer Namen
„Stiftung Deutsche Behindertenhilfe“ jetzt „Aktion Mensch Stiftung“

Aus der „Stiftung Deutsche Behindertenhilfe“ wird die „Aktion Mensch Stiftung“. Grund dafür ist die bessere Zuordnung der Stiftung zur „Aktion Mensch“. Zudem entspricht der alte Name nicht mehr dem aktuellen Inklusionsverständnis. Die Aktion Mensch Stiftung fördert Modellprojekte, die wegweisende Impulse zur Verwirklichung von Inklusion geben. Im Unterschied zum Förderprogramm Inklusion der „Aktion Mensch“, das den Aufbau sozialraumbezogener Vernetzungen unterstützt, besitzt die Modellprojektförderung der Aktion Mensch Stiftung einen überregionalen Charakter. Interessant also für alle Bundesverbände, diözesane und örtliche Träger.
www.aktion-mensch.de/projekte-engagieren-und-foerdern/foerderung/foerderprogramme/stiftung.html


Wissen über Barrieren bündeln
Nahles eröffnet erste Bundesfachstelle Barrierefreiheit

In Berlin eröffnete Sozialministerin Andrea Nahles im Juli die Bundesfachstelle Barrierefreiheit der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Sie soll systematisch Wissen zur Barrierefreiheit bündeln, aufbereiten und der Öffentlichkeit zugänglich machen, um so die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Die Bundesfachstelle ist bundesweit die erste zentrale Stelle dieser Art.
www.bundesfachstelle-barrierefreiheit.de/DE/Aktuelles/aktuelles_node.html


Expertise nutzen
Neuer Beirat für Menschen mit Behinderung berät Stadt Stuttgart

Die Stadt Stuttgart will mehr für die gesellschaftliche Teilhabe von behinderten Menschen tun. Ein wichtiger Schritt dahin: Es wurde ein neuer Beirat für Menschen mit Behinderung gebildet, der die Stadt künftig beraten soll.
www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.teilhabe-beirat-fuer-menschen-mit-behinderung-gebildet.138a4df0-912c-4007-99fa-b84c871e6bfe.html


Besondere Rechte im Fernbus
Verbraucherzentrale klärt Jugendliche und Menschen mit Behinderung auf

Reisen Jugendliche, behinderte oder mobilitätseingeschränkte Menschen mit dem Fernbus, haben sie besondere Rechte. Doch welche Hilfen stehen ihnen am Busbahnhof zu? Welche Regeln gelten beim Fahrscheinkauf? Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gab dazu einen Flyer und eine Broschüre in leichter Sprache heraus.
www.kvjs.de/fileadmin/dateien/Schwerbehinderung/Newsletter/Newsletter_Nr.2_2016/Flyer_Fernbus_LeichteSprache_Extern.pdf  
Die Broschüre gibt es bei: Verbraucherzentrale Baden Württemberg, Paulinenstraße 47, 70178 Stuttgart oder: Karin Schwarzländer, Projektkoordination Wirtschaftlicher Verbraucherschutz (schwarzlaender@vz-bw.de, 0711 6691-85).


Kino-Tipp: „24 Wochen“
Festival-Erfolg zu Pränataldiagnostik ab 22. September im Kino

„24 Wochen“ mit Julia Jentsch und Bjarne Mädel in den Hauptrollen feierte seine Premiere auf der diesjährigen Berlinale als einziger deutscher Wettbewerbsbeitrag und wurde von Presse und Publikum begeistert gefeiert. Auf beeindruckende Weise greift der Film das Thema der Pränataldiagnostik auf.
Astrid und Markus stehen mit beiden Beinen fest im Leben. Doch ihr zweites Kind wirft sie aus der Bahn: Bei einer Routineuntersuchung erfahren sie, dass das Baby schwer krank ist. Heilungspläne, Ratschläge und Prognosen prasseln auf sie nieder. Die Suche nach der richtigen Antwort stellt alles in Frage: die Beziehung, den Wunsch nach einem Kind, ein Leben nach Plan. Immer deutlicher erkennen sie, dass niemand ihnen die Entscheidung abnehmen kann – die Entscheidung über Tod und Leben.
Am 22. September kommt der Film in die deutschen Kinos. Schon jetzt können Sie sich den Trailer anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=CcKUjRvJXfM


Ist dein Stadtteil lebenswert?
Foto-Wettbewerb zu Integration und Vielfalt in Stadt und Nachbarschaft

Das Bundesumweltministerium will mit einem Fotowettbewerb und der Kampagne „Mehr Platz für Miteinander: Du bist die Stadt“ mehr Akzeptanz für Integration und Vielfalt in Städten schaffen. Die Integrationswirkung von Stadt- und Quartiersleistungen und die Stärkung des Engagements vor Ort sollen unterstützt werden. Was macht den Stadtteil lebenswert? Welche Menschen stehen im Stadtteil für Toleranz und ein gerechtes Miteinander? Wo wird vor Ort Vielfalt und Integration erlebt? Alle Bürger können ihren persönlichen Blick auf ihre Nachbarschaft präsentieren. Die Fachjury, an der auch der Deutsche Caritasverband beteiligt ist, prämiert im November die besten Bilder.
Achtung: Bewerbungsfrist ist der 31. Oktober.
Info: www.kirche-findet-stadt.de/index.php/95-aktuelles/373-fotowettbewerb-und-kampagne-des-bmub  




 
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 Termine

12. Oktober 2016, Stuttgart:
Fachtagung „Alle inklusive?! Menschen mit Behinderung in der ambulanten gesundheitlichen Versorgung“

Der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg und die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart organisieren diese große Fachtagung, bei der 2016 die ambulante gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderung im Mittelpunkt steht. Themen sind u. a. das Gesundheitsleitbild des Landes, Zahngesundheit, Frauengesundheit, Heil- und Hilfsmittelversorgung, Telemedizin und Eltern-Kind-Kuren. Das ausführliche Programm sowie ein Anmeldeformular finden Sie unter www.lv-koerperbehinderte-bw.de/n/c0-0.php oder unter www.akademie-rs.de.

24. Oktober 2016, Stuttgart:
Fachtagung „Barrierefreies Kulturdenkmal“

Barrierefreiheit und Denkmalschutz muss kein Widerspruch sein. Das ist Inhalt der Fachtagung, bei der auch ein Planungsleitfaden für Barrierefreiheit im Denkmal vorgestellt wird. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Programm und weitere Infos unter http://www.denkmalpflege-bw.de/uploads/tx_veranstaltungskalender/2016-10-24_Tagung_Barrierearmes-Kulturdenkmal_Programm.pdf  
Achtung! Anmeldefrist läuft bald ab!

23. November 2016, Fulda:
Caritas-Behindertenhilfe und Psychiatrie-Fachtag: Kinder haben Rechte

Der CBP-Fachtag „Kinder haben Rechte! Pädagogik der Behindertenhilfe und Psychiatrie im Spannungsfeld von Kinderrechten und institutionellen Zwängen“ richtet sich an Leitungs- und Fachkräfte in der Caritas-Behindertenhilfe und Psychiatrie. Dabei stehen vor allem aktuelle Fragen und Standards im Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen für Kinder und Jugendliche in stationären Wohn- und Lebensformen der Behindertenhilfe zur Diskussion.
Anmeldung und Programm: www.cbp.caritas.de/55625.asp?detailID=30766&detailSubID=33534&page=1&area=efvkelg

24. - 25. November 2016, Bad Urach:
Inklusive Fachtagung „Verstehst du mich – versteh ich dich? Miteinander Kirchengemeinde sein“

Bei diesem inklusiven Fachtag üben ganz unterschiedliche Menschen die „Kunst des Miteinanders der Verschiedenen“ ein. Die Veranstalter – die Lebenshilfe Baden-Württemberg, die Diakonie und das Pädagogisch-Theologische Zentrum Stuttgart – wollen Mut zur barrierefreien Teilhabe aller Menschen in Kirchengemeinden und Kommunen machen. Impulse und Workshops zeigen den Teilnehmern, wie sich Inklusion weiterentwickeln kann.
www.stifturach.de/cms/startseite/unsere-angebote/seminare/jahresprogramm/?tx_aseventdb_pi1%5Bstart%5D=1.11.2016&tx_aseventdb_pi1%5Bend%5D=31.12.2016&tx_aseventdb_pi1%5Bsearchtext%5D=z.B.%20Referent%2Fin%2C%20Titel%2C%20...&tx_aseventdb_pi1%5Bpage%5D=2&cHash=bf4827ef5104bf4335549e1c1dc55196

1. Dezember 2016, Stuttgart:
Fortbildung „Leicht verständlich – Die Kunst der Leichten Sprache“

Leichte und einfache Sprache sind Sprachformen, die auf unterschiedliche Lesebedürfnisse eingehen. Davon profitieren vor allem Menschen, die (deutsche) Texte nur mit großen Schwierigkeiten lesen und verstehen können – weil sie z. B. nicht gut sehen können, Lernschwierigkeiten haben, neu nach Deutschland kommen oder funktionale Analphabeten sind. Aber auch alle anderen haben etwas davon, wenn z. B. Webseiten besser strukturiert, Nachrichten einfacher formuliert und Informationen leicht zugänglich sind. Die Fortbildung von Akademie der Jugendarbeit und Landesjugendring vermittelt Antworten aus Theorie und Praxis.
http://nl.ljrbw.de/leicht-verstaendlich-die-kunst-der-leichten-sprache/#more-1466  




 
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 ... das Beste zum Schluss

Inklusion (k)ein Thema in verbandlicher Kinder- und Jugendarbeit?
Kostenloses Akademie Mobil-Angebot zur inklusiven Kinder- und Jugendarbeit

Buntgemischte Gruppen sind zunächst vor allem eins: Anregung und Lernfeld für alle Beteiligten. Die Akademie der Jugendarbeit möchte mit speziellen Formaten unterstützen, dieses Lernfeld als Bereicherung zu erleben. Bis Ende des Jahres können Akademie Mobil-Fortbildungen und Aktionen zum Thema „Inklusive Kinder- und Jugendarbeit“ für die Veranstalter kostenfrei angeboten werden, finanziert durch den „Zukunftsplan Jugend“.
Info: Akademie der Jugendarbeit Baden-Württemberg, Anja Mütschele, 0711 896915-55, anja.muetschele@jugendakademie-bw.de.  
http://nl.ljrbw.de/inklusion-kein-thema-in-der-verbandlichen-kinder-und-jugendarbeit/  




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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