Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt - Ausgabe Nr. 05/2017

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Fachliche Informationen
  3. Termine
  4. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
1
 
 In eigener Sache


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

endlich sind wir im kalendarischen Sommer angelangt! Einige wunderbare Frühlingstage haben uns diesen bereits angekündigt. Heute geht die Sonne nördlich des Polarkreises nachts nicht unter. Damit ist der 21. Juni in der Nordhälfte unserer Erde der längste Tag des Jahres, die Sommersonnenwende.
Seit dem Jahr 2000 macht ein eigens hierfür gegründeter Verein an diesem Tag, dem „Tag des Schlafes“, auf die Bedeutung der Nachtruhe für die Gesundheit aufmerksam.
Ich wünsche Ihnen daher heute einen besonders guten und tiefen Schlaf – aber bitte erst nach dem Lesen dieses Newsletters, der wieder mit viel Interessantem rund um das Leben mit Behinderung aufwartet.

Herzlich,
Ihre
Birgit Baumgärtner



 
2
 
 Fachliche Informationen

Bundesteilhabegesetz (BTHG) I
Fachverbände fordern mehr Chancen und weniger Risiken

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) stellt die Hilfen für Menschen mit Behinderungen und für Menschen mit schweren Behinderungen und hohem Unterstützungsbedarf auf eine völlig neue Grundlage. Doch das Gesetz bietet neben vielen Chancen auch Risiken: Noch ist nämlich völlig unklar, was sich konkret ändert, wenn Leistungen der Eingliederungshilfe und der Pflege aufeinandertreffen. Das BTHG bleibt hier vage.
Die Fachverbände machten bei einem Treffen in Berlin Mitte Mai auf diese Lücken und auf eine bereits im März verabschiedete gemeinsame Erklärung aufmerksam.
Diese finden Sie unter www.diefachverbaende.de/files/stellungnahmen/2017-03-14_KFV-Verlautbarung-zum-BTHG-Entwurf-Endfassungneu.pdf


Bundesteilhabegesetz (BTHG) II
Neues Beratungsangebot: Betroffene helfen Betroffenen

Eine kostenlose, niederschwellige, ergänzende Beratung soll Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen Orientierung im Paragrafendschungel der Hilfen bieten, vor allem in der Eingliederungshilfe, Kranken- und Pflegeversicherung). So sieht es der neue § 32 des SGB IX vor. Dabei steht die so genannte Peer-Beratung im Mittelpunkt. Dabei beraten Betroffene andere Betroffene. Finanziert wird das neue Angebot von der Bundesregierung. Ende Mai wurden die Förderrichtlinien veröffentlicht.
Mehr unter www.gemeinsam-einfach-machen.de/GEM/DE/AS/Gesetzesvorhaben/BTHG/EUTB/EUTB_node.html


Neue Broschüre
Wie Menschen mit Lernschwierigkeiten gesünder leben können

Menschen mit Lernschwierigkeiten werden bis zu dreimal häufiger krank als Menschen ohne Behinderungen – oft mit schwerem Verlauf und längerer Krankheitsdauer. Um ihre Gesundheit zu stärken, erarbeiteten der Verband der Ersatzkassen (vdek) und die Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) eine neue Praxishilfe.
Im Forschungsprojekt GESUND! entwickelten sie Methoden und Materialien zur Gesundheitsförderung und erprobten diese gemeinsam mit Menschen mit Lernschwierigkeiten. Entstanden ist eine sehr ansprechend gestaltete Broschüre mit praxistauglichen Materialien, die Betroffene und ihr Umfeld zu gesundheitsförderndem Verhalten anregt.
Online gibt es noch Bonusmaterial: Weitere Arbeitsmaterialien und Videos laden ein, die Angebote für und mit Menschen mit Behinderung in der eigenen Praxis zu erproben. Kostenfrei gibt es das Praxishandbuch (170 Seiten) unter:
www.vdek.com/vertragspartner/Praevention/projektgesund.html


Neues Programm
Inklusion jetzt auch kulturell denken

Das Programm „Alle da?! – Für Vielfalt in der kulturellen Bildung in Baden-Württemberg“ der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) Baden-Württemberg fördert inklusive kulturelle Projekte und bildet Haupt- und Ehrenamtliche aller kulturellen Sparten in inklusiven Arbeitsweisen aus. Inklusive Gruppen von jungen Menschen zwischen 6 und 25 Jahren können dabei für ihr kulturelles Projekt einen Künstler unter anderem aus den Sparten Theater, Musik, Tanz, bildende Kunst, Zirkus und Literatur engagieren. Damit soll die künstlerische Qualität des Projekts gesteigert werden. Gleichzeitig werden Künstler und Multiplikatoren durch Schulungen befähigt, inklusiv zu arbeiten.
Teilnehmen können gemeinnützige Einrichtungen und Initiativen, die bereits inklusiv arbeiten und deren Teilnehmer*innen zwischen 6-25 Jahren alt sind. Jedes Projekt kann mit 2100 Euro für Honorare und 600 Euro für Materialien bezuschusst werden. Ein Eigenanteil ist nicht notwendig.
Info: www.lkjbw.de/schule-kultur-medien/alle-da/


 

Leitfaden wieder online
„Inklusion und Film“ mit Tipps und Methoden

Wegen der großen Nachfrage kurzfristig vergriffen, ist der Praxisleitfaden „Inklusion und Film“ jetzt wieder online bestellbar. Sie erhalten das Werk mit Methoden, Tipps und Infos für eine inklusive Filmbildung unter: www.visionkino.de/publikationen/leitfaeden/praxisleitfaden-inklusion-und-film/


Für den Unterricht
Filme für inklusives Lernen erweitert und aktualisiert

Online verfügbar ist die DVD „Film (er)leben!“ mit Unterrichtsmaterialien und Filmausschnitten aus neun Kinderfilmen für die Filmarbeit in inklusiven Lerngruppen von der 1. bis zur 6. Klasse. Die erweiterte und aktualisierte Auflage enthält zusätzliche Arbeitsmaterialien für Spracherwerb und Sprachförderung.
www.visionkino.de/publikationen/didaktische-dvds/dvd-film-erleben-erweiterte-neuauflage/


Mit dem Traktor nach Ulm
Tour „Und? Was behindert dich?“ wirbt für inklusive Kirchengemeinde

Am Freitag, 16. Juni starteten „Seelsorge bei Menschen mit Behinderung“ und „Gehörlosenseelsorge“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart eine ungewöhnliche Aktion: Mit Traktor und Planwagen geht es von Friedrichshafen über Tettnang und vielen weitere Stationen in acht Tagen nach Ulm. Mit einem bunten Kulturprogramm wollen die Macher auf Märkten und in Kirchen, mit Kino, Kabarett und Theater auf das Thema „unterwegs zu einer inklusiven Kirche und Gesellschaft“ aufmerksam machen und mit den Menschen ins Gespräch kommen.
Die Stationen der Tour und weitere Infos unter www.wir-sind-mittendrin.de/traktor-tour-2017-DIN-A3neu.pdf




 
3
 
 Termine

2. Juli, Stuttgart, Liederhalle
Kinderkonzert „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn

Ein inklusives Kooperationsprojekt mit Musik, Tanz und Theater
Die Schillerschule Bad Cannstatt (Grund- und Werkrealschule), die Helene-Schoettle-Schule Bad Cannstatt und das Evangelische Heidehofgymnasium Stuttgart sind an diesem inklusiven Projekt beteiligt. Im Vordergrund stehen neben der Freude am Theaterspielen, Tanzen und Musizieren die Begegnungsmöglichkeiten zwischen Schulen, Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung.
www.helene-schoettle-schule.de/page/2/




 
4
 
 ... das Beste zum Schluss

Kunstpreis ausgeschrieben
euward für Malerei und Grafik im Kontext geistiger Behinderung

Der europäische Kunstpreis „euward“, die international wichtigste Auszeichnung für Kunst im Kontext von geistiger Behinderung, ist erneut ausgeschrieben. Damit werden jeweils drei unbekannte Künstler gefördert und ihre Werke im Buchheim Museum in Bernried bei München ausgestellt. Darüber hinaus erhalten die Künstler Geldpreise und einem Katalog zu ihrem Werk im Wert von rund 19 000 Euro.
Bewerben können sich alle, die sich als Künstler betätigen und die – nach den gesetzlichen Regelungen ihres Landes – als „geistig behindert“ gelten. Bewerbungsschluss ist der 22. August 2017.
Die Preisverleihung ist im Rahmen der Ausstellungseröffnung im Juli 2018. Der euward wird von der Augustinum Stiftung alle drei Jahre verliehen.
www.euward.de/euward/uebersicht/


Mitmachen Ehrensache
KuKuK-TV will Teilhabe – und alle dürfen dabei sein

Der YouTube-Sender KuKuK-TV, aus einer gemeinsamen Ideenwerkstatt von Demenzbetroffenen und Künstlern entstanden, veröffentlicht filmische Reportagen, Berichte, Portraits, Interviews und Tipps aus der Perspektive von Menschen, die normalerweise nicht im Rampenlicht stehen. Die Themen reichen von Kunst und Kultur über Teilhabe bis zu Inklusion, von Sport und Bewegung bis zu rechtlichen Fragen und Alltagstipps.
Alle Menschen mit kognitiven Einschränkungen können bei KuKuK-TV, bei der Planung, in den Beiträgen, beim Dreh selbstverständlich mitmachen. Auch alle, die echte Teilhabe umsetzen wollen. Denn KuKuK-TV geht es immer um gesellschaftliche Teilhabe. Die Anforderungen an Mitmacher sind bewusst niedrig, gerade bei technischen Voraussetzungen und Erfahrung im Umgang mit Kameras. Niemand muss professionelle Beiträge liefern. Alle werden bei der Umsetzung ihrer Ideen beraten und unterstützt.
Der Schlager-Komponist Christian Bruhn („Marmor, Stein und Eisen bricht“) unterstützt KuKuK-TV seit der ersten Stunde. Am 27. März gab er mit einem beherzten Schlag auf einen Buzzer den offiziellen Startschuss für KuKuK-TV. Das Ergebnis können Sie sich unter www.kukuk-tv.de ansehen.
Kontakt: kukuk-tv@demenz-support.de




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
Wollen Sie diesen Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten, dann klicken Sie bitte hier !