Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt - Ausgabe Nr. 04/2017

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Fachliche Informationen
  3. Termine
  4. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

barrierefreies Bauen ist keine Frage der Kosten, sondern vielmehr der Konzeption und Planung. Das behauptet eine neue Studie der TERRAGON und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Ein Vergleich zwischen barrierefreiem und konventionellem Bauen brachte ein verblüffendes Ergebnis: Barrierefreiheit kostet den Bauherrn nur gut ein Prozent mehr!
Dies und mehr zum Thema Behinderung finden Sie in diesem Newsletter.

Herzlich,
Ihre
Birgit Baumgärtner



 
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 Fachliche Informationen

Sechs Millionen fürs Bauen
Land fördert auch 2017 Baumaßnahmen von Einrichtungen der Behindertenhilfe

Sozialminister Manfred Lucha gab rund 3,5 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt und rund 2,5 Millionen Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe für Baumaßnahmen von Einrichtungen der Behindertenhilfe frei. In der ersten Förderperiode werden damit zwölf Maßnahmen verwirklicht, darunter auch ein Neubau der Stiftung Nikolauspflege in Heidenheim.
Mehr unter https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/land-gibt-2017-mehr-als-19-millionen-euro-fuer-baumassnahmen-an-behinderteneinrichtungen/  


 

Mit einem Prozent barrierefrei
Studie: Barrierefreies Bauen verursacht kaum Mehrkosten bei Neubau

Barrierefreies Bauen ist keine Frage der Kosten, sondern der Konzeption und Planung. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund stellte kürzlich die aktuelle TERRAGON-Studie vor, die einen Kostenvergleich zwischen konventionellem und barrierefreiem Bauen anhand von 140 Kriterien erstellte. Bei 130 Kriterien entstanden – bei intelligenter Planung – keine Mehrkosten. Überraschende Erkenntnis: Für Barrierefreiheit muss der Bauherr bei der Finanzierung nur etwa ein Prozent drauflegen.
Und, zur Info: Bundesweit fehlen mindestens 1,6 Millionen barrierefreie Wohnungen.
Details zur Studie unter https://www.dstgb.de/dstgb/Homepage/Aktuelles/2017/Barrierefreiheit%20bei%20Neubauwohnungen%20f%C3%BCr%20rund%20ein%20Prozent%20der%20Baukosten%20realisierbar/


 

Ratgeber auf neuestem Stand
Neuauflage bvkm-Ratgeber „Mein Kind ist behindert“ erschienen

Bewährt, gut, aktuell mit dem neuesten Rechtsstand: Der Ratgeber „Mein Kind ist behindert. Diese Hilfen gibt es.“ vom Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) ist erschienen. Eltern erfahren hier auf rund 50 Seiten alles über die Leistungen der Kranken- und Pflegekasse sowie der Eingliederungshilfe, über Vergünstigungen durch einen Schwerbehindertenausweis sowie die Verbesserungen bei der Einkommens- und Vermögenssituation durch das Bundesteilhabegesetz. Auch Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit finden hier Hilfe. Der Ratgeber informiert auch über die Voraussetzungen für die genannten Leistungen.
Info: http://bvkm.de/wp-content/uploads/2017_Mein-Kind-ist-behindert-Final.pdf


 

Wertschöpfung durch Arbeit
Imagekampagne für Inklusionsunternehmen in Baden-Württemberg

Ein Forschungsprojekt des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) von 2015/2016 beweist die hohe gesellschaftliche Wertschöpfung durch Inklusionsunternehmen. Mit einer Image-Kampagne wirbt der KVJS nun für Inklusionsunternehmen. Neben Plakaten und Buswerbung informiert er im Internet über alle Inklusionsunternehmen im Land und bringt tolle Geschichten von Menschen mit Behinderungen, die dort arbeiten.
Schauen Sie doch rein! http://www.iubw.de/


 

Arbeitsplatz-Check
VBG informiert Unternehmer über barrierefreie Arbeitsplätze

Was muss ein Arbeitgeber tun, wenn er einen Menschen mit Schwerbehinderung einstellen will? Die aktuelle Zeitschrift „Certo“ der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) gibt Antworten. Wichtige Details zur Barrierefreiheit hat die VBG in einer Checkliste zusammengestellt unter http://www.vbg.de/SharedDocs/Medien-Center/DE/Broschuere/Themen/Arbeitsstaetten_gestalten/Barrierefreie_Gestaltung_von_Arbeitsplaetzen.pdf?__blob=publicationFile&v=6


 

BTHG und Studium
Bundesteilhabegesetz und Leistungen an Studierende mit Behinderung

Viele Studierende mit Behinderungen finanzieren über die Eingliederungshilfe ihre Assistenzen und die technischen Hilfsmittel. Was wird ab 2020 neu durch das Bundesteilhabegesetz? Die Informations- und Beratungsstelle (IBS) des Deutschen Studierendenwerkes gibt auf acht Seiten darüber Auskunft. http://www.studentenwerke.de/sites/default/files/2017-04-12_studium_und_behinderung_-_bthg_-_eingliederungshilfe_neu.pdf  




 
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 Termine


13. Juni – 29. Juni 2017, Stuttgart
Inklusiver Workshop für Menschen mit Behinderung und Tänzer


Die beiden Israelis Tali Wertheim und Hai Cohen arbeiten an der gegenseitigen Inspiration von Menschen mit Behinderung und Tänzern. Auf der Grundlage der Kontaktimprovisation und nach einem ganzheitlichen Konzept spielen die Teilnehmenden hier mit den physikalischen Gesetzen der Schwerkraft und des Gleichgewichts. In der intensiven Partnerarbeit erfahren sie Kreativität und Spontanität, arbeiten an der gegenseitigen Achtung und Wertschätzung.
Einführung: 13.6.2017, 17.30-19.30 Uhr
Workshops: 19.6.-29.6.2017, 17.30 -19.30/-20.00 Uhr
http://www.coloursdancefestival.com/rahmenprogramm/workshops/vertigo-power-of-balance.html

23. bis 25 Juni 2017, Clara Sahlberg-Haus, Berlin
Pränataldiagnostik: eine organisierte Verantwortungslosigkeit?


Diese zentrale Frage erörtern Dr. Kathrin Braun, Dr. Sabine Könninger und Uta Wagenmann und weitere Expertinnen. Vorträge und Arbeitsgruppen sowie ein Podiumsgespräch fragen nach Verantwortung von Politik, beteiligten Berufsgruppen und Zivilgesellschaft. Am Beispiel genetischer Bluttests wird der Marktmechanismus von Angebot und Nachfrage beleuchtet.
Hörenswert: Am 23. Juni (19.30 Uhr) liest die Berliner Journalistin Mareice Kaiser aus ihrem neuen Buch „Alles inklusive. Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter“.
http://www.netzwerk-praenataldiagnostik.de/startseite.html

18. Juli 2017, Tagungshotel Haus Sankt Ulrich, Augsburg
Fachtag Inklusion und Teilhabe fördern – Förderprogramme der Aktion Mensch


Die Aktion Mensch informiert Mitarbeitende von Diakonie und Caritas aus Behindertenhilfe, Sozialpsychiatrie, Suchthilfe, Wohnungslosenhilfe, Flüchtlingshilfe, Hilfen bei Häuslicher Gewalt, offene Kinder- und Jugendarbeit, Gemeindecaritas, Sozialraumorientierung und Engagementförderung, Einrichtungsleitungen sowie Trägervertreter, die Bauvorhaben und Projekte aller Art planen, beraten und finanzieren, über Ziele und Förderprogramme der Aktion.

31. Juli – 05. August 2017, Stuttgart im TREFFPUNKT Rotebühlplatz
Kunst-Erlebniswoche


Menschen mit und ohne Psychiatrieerfahrung werden unter kompetenter Anleitung in unterschiedliche Kunstrichtungen eingeführt. Wenn Sie Lust haben, sich in neuen Feldern auszuprobieren, mit anderen Menschen gemeinsam kreativ zu arbeiten und sich in guter Atmosphäre und modernen Werkstätten neu zu erleben, sind Sie bei der Kunstwoche richtig.
Eine Kooperation von Rudolf-Sophien-Stift, Offene Herberge e.V., Stuttgarter Bürgerkreis zur Förderung seelischer Gesundheit e.V., Caritasverband für Stuttgart und vhs stuttgart.
http://www.treffpunkt-rotebuehlplatz.de/pdf/Flyer_Kunstwoche_6_Seiten_Druck.pdf  




 
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 ... das Beste zum Schluss


Lesetipp: „Penguin Bloom. Der kleine Vogel, der unsere Familie rettete“
Von Cameron Bloom, Bradley Trevor Greive. München 2017.


Das Buch erzählt die wahre Geschichte der Familie Bloom, die nach einem tragischen Unfall beinahe zerbricht: Die Mutter Sam ist nach einem schweren Sturz auf einem Thailandurlaub querschnittsgelähmt und wird nie wieder laufen können. Ihr Lebensmut schwindet von Tag zu Tag, ihr Mann und ihre Söhne sind verzweifelt. Dann wird ihnen Penguin vor die Füße geweht. Die kleine Elster ist aus dem Nest gefallen und wird von Familie Bloom adoptiert. Das Fotobuch erzählt die Geschichte in einem bewegenden Text und mit den Bildern von Sams Ehemann Cameron.
Leseprobe: https://www.randomhouse.de/leseprobe/Penguin-Bloom-Der-kleine-Vogel,-der-unsere-Familie-rettete/leseprobe_9783813507614.pdf
 

Kinotipp: „Ich. Du. Inklusion“
Ein Film über eine inklusive Grundschulklasse in Uedem


Am 4. Mai startete „Ich. Du. Inklusion“ in 60 Kinos. Der Dokumentarfilm zeigt den Schulalltag, wenn Inklusionsanspruch auf Wirklichkeit trifft. Über zweieinhalb Jahre wird die Entwicklung von fünf Grundschülern mit und ohne Unterstützungsbedarf gezeigt. Die Kinder gehören zum ersten offiziellen Inklusionsjahrgang an der Geschwister-Devries-Schule in Uedem (Nordrhein-Westfalen). Hintergrund: Seit Sommer 2014 haben in Deutschland Kinder mit Unterstützungsbedarf einen Rechtsanspruch auf gemeinsamen Unterricht an Regelschulen. Aber auch zwei Jahre danach sind noch viele Fragen offen und viele Probleme ungelöst.
Trailer http://mindjazz-pictures.de/project/inklusion/
 

Wunderbar wohnen
Barrierefrei und inklusiv: das Allgäu Art Hotel in Kempten


„Mittendrin. Miteinander. Mit Gefühl.“ – das ist die (gelebte) Philosophie des Allgäu Art Hotels in Kempten. Der Körperbehindertenverein Allgäu ist Initiator und Gesellschafter des Hotels, das als Integrationsbetrieb vielen Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Das Hotel ist offen für Familien mit Kindern mit schweren Behinderungen und bietet beispielsweise auch ambulante Therapieintensivwochen in enger Kooperation mit dem TherapieCentrum Viva an.
http://www.allgaeuarthotel.de/  




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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