Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt - Ausgabe Nr. 04/2016

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Neues aus der Diözese
  3. Fachliche Informationen
  4. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Bundesteilhabegesetz soll eigentlich Schluss machen mit Benachteiligungen für Menschen mit Behinderung. Doch kurz vor seiner Verabschiedung ist fraglich, ob das Gesetz dieses Ziel erreicht. Wie ist der Stand? Was muss getan werden, damit gleiches Recht für alle gilt?
Die wichtigsten Eckpunkte zum Gesetz und mehr zum Thema Behinderung finden Sie in diesem Newsletter.
Ich wünsche Ihnen eine interessante und anregende Lektüre!

Herzlich,
Ihre
Birgit Baumgärtner




 
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 Neues aus der Diözese

Wie barrierefrei ist Ellwangen?
Schülerinnen prüfen Cafés und Busse auf Herz und Nieren

Nach einer Sitzung von Aktionsbündnis „Runder Tisch zum 5. Mai“ und Stadtverwaltung Ellwangen am 4. Mai im Ellwanger Rathaus sprachen Schülerinnen der Kreisberufsschule, rund 20 zahnmedizinische Fachangestellte und Schüler der Wörter Konrad-Biesalski-Schule mit Materialien der „Aktion Mensch“ die Bevölkerung auf die Barrierefreiheit in Ellwangen an. Mit dem Fragebogen in der Hand checkten sie Busse und Bahnhof, Cafés, Restaurants und Ämter auf Barrierefreiheit.
http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Wie-barrierefrei-ist-Ellwangen-_arid,10445836_toid,290.html

Nicht Gäste, sondern Mitmacher
Menschen mit Behinderung engagieren sich bei Fronleichnamsfest

Junge und alte Menschen mit Behinderung beteiligten sich mit vielen anderen an den Vorbereitungen für das Fronleichnamsfest in Ellwangen. Im Kreuzgang der Basilika legte eine Kleingruppe gemeinsam mit den Erstkommunionkindern Symbole auf Platten, die dann im Mittelgang der Basilika platziert wurden. Beim Fronleichnamsgottesdienst waren Menschen mit Behinderung nicht nur Gäste, sondern lasen die Fürbitten. Durch dieses Miteinander wurde das Fronleichnamsfest bunt und vielfältig.
Vielleicht führt diese tolle Erfahrung dazu, dass Menschen mit Handicaps auch bei anderen Aktivitäten im Kirchenjahr mitmachen – und dass das irgendwann selbstverständlich wird.




Link zur Website

 
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 Fachliche Informationen

Gehen Sie auf Entdeckungsreise!
Caritas macht Hospitation in Inklusions-Schulen möglich

Hospitieren Sie im Schuljahr 2016/2017 an einer Förder- oder Regelschule, die sich auf den Weg zur Inklusion gemacht hat! Der Deutsche Caritasverband bietet dies (mit Förderung der „Aktion Mensch“) allen katholischen Schulen ab sofort an. Also: Gehen Sie auf „pädagogische Entdeckungsreise“ und widmen Sie sich der Weiterentwicklung der inklusionsorientierten Schul- oder Unterrichtsentwicklung!
Info: https://www.caritas.de/fuerprofis/fachthemen/bildung-inklusion/inklusiver-unterricht/inklusiver-unterricht

Top oder Flop?
Noch unklar, ob Bundesteilhabegesetz die Erwartungen erfüllt

Bis 2017 soll das Bundesteilhabegesetz endlich kommen, das wichtigste und wegweisendste Gesetzesvorhaben der aktuellen Regierung zur Umsetzung von Inklusion. Das Bundessozialministerium legte einen Referentenentwurf vor. „MENSCHEN.“, das Magazin der „Aktion Mensch“, hat die wichtigsten Eckpunkte zusammengestellt. Beispiele veranschaulichen, zu welchen Benachteiligungen bestehende Regelungen derzeit führen.
https://www.aktion-mensch.de/magazin/gesellschaft/bundesteilhabegesetz.html

Enttäuschung ist riesig
Bundesteilhabegesetz: Fachverbände fordern spürbare Verbesserungen

Riesig ist die Enttäuschung über den Referentenentwurf des Bundesteilhabegesetzes bei Menschen mit Behinderungen, ihren Familien und Verbänden – obwohl das Verfahren zunächst dank umfassender und frühzeitiger Beteiligung sehr gut begonnen hatte. Inzwischen haben die Fachverbände eine gemeinsame Stellungnahme gegenüber dem Bundessozialministerium formuliert, in dem sie spürbare Verbesserungen fordern:
http://bvkm.de/unsere-themen/teilhabe/

Verhinderungspflege: auch im Ausland
Bundessozialgericht: Pflegekasse muss auch Ersatzpflege im Ausland zahlen

Das Bundessozialgericht entschied am 20. April, dass die Pflegekasse auch eine Ersatz- bzw. Verhinderungspflege beim Urlaub im Ausland zahlen muss (Az: B 3 P 4 / 14 R). Nach Meinung der Richter ist eine ungleiche Behandlung zwischen Inland und Ausland sachlich nicht gerechtfertigt. Geklagt hatte vor sieben Jahren ein 14-jähriges pflegebedürftiges Kind (Pflegestufe II), das mit seiner Familie in die Schweiz fuhr. Der Großvater betreute das Kind zeitweise. Die Pflegekasse lehnte es ab, die Fahrt- und Unterkunftskosten des Großvaters in Höhe von 279 Euro als Verhinderungspflege zu erstatten. Begründung: Die Leistung wurde im Ausland erbracht.
Die Entscheidung hat auch Bedeutung für viele andere Familien – zumal bald die Sommerferien beginnen: http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=ps&Datum=2016&nr=14228&pos=1&anz=9

Jeder Dritte diskriminiert
Umfrage belebt Benachteiligung von großen Teilen der Bevölkerung

Fast jeder dritte Mensch in Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahren Diskriminierung erlebt. Das ist ein zentrales Ergebnis der umfassenden Erhebung „Diskriminierung in Deutschland“, die die Antidiskriminierungsstelle des Bundes kürzlich vorstellte.
http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Aktuelles/DE/2016/20160419_PK_Umfrage.html;jsessionid=7ACF51778FA8A90C6A5555EAE64F4F88.2_cid350

Geld für gute Arbeit
Sozialministerium fördert innovative Inklusions-Projekte

Mit insgesamt 300.000 Euro will das Sozialministerium Baden-Württemberg im Rahmen des Förderprogramms Impulse Inklusion innovative Inklusions-Projekte fördern. Profitieren können neue Initiativen oder neue Vorhaben oder Module, die bestehende Projekte maßgeblich erweitern. In den Anlagen sind konkrete Kriterien benannt.
Achtung: Bitte den Antrag bis zum 15. Juli einreichen!
http://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/menschen/menschen-mit-behinderungen/foerderprogramme/projektfoerderung-impulse-inklusion/

BRIDGE-PREIS 2016
Projekte der inklusiven Erwachsenenbildung gesucht

Seit 2007 will der Landesverband der Lebenshilfe mit seiner Initiative „BRIDGE – Brücken bauen in die Gemeinde“ mehr gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung in Baden-Württemberg erreichen. BRIDGE zeichnet gute und beispielgebende Modelle mit einem Preis aus,2016 für „Herausragende Beispiele der inklusiven Erwachsenen- und Weiterbildung“.
http://lebenshilfe-bw.de/bridge-preis-2016/

Begleitung durch Berlin
Deutschlandradio Kultur zeigt mangelnde Teilhabe auf

Am „Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ sendete Deutschlandradio Kultur die Reportage „Teil sein, aber nicht teilhaben“ von Christina Rubarth. Die Autorin zeigt, wie schwer es noch immer ist, ganz „normal“ am Alltag teilzunehmen. Dazu begleitete sie einen Mann im Rollstuhl und eine gehörlose Frau durch Berlin.
http://www.deutschlandradiokultur.de/unterwegs-mit-einem-rollstuhlfahrer-und-einer-gehoerlosen.1076.de.html?dram:article_id=353347

Leihmutterschaft
„Gehört mein Bauch mir – oder ihm?“

Der Milliardär Nicolas Berggruen ist mithilfe von Leihmüttern zweifacher Vater geworden. Doch die medizinische Errungenschaft fordert auch Opfer. Wie der Milliardär seinen Nachwuchs zeugte lesen Sie in einem Artikel vom 15. Mai 2016 aus der ZEIT.
http://www.zeit.de/2016/19/leihmutterschaft-nicolas-berggruen-vater-single



 
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 ... das Beste zum Schluss

Rettung in letzter Minute
Kurzzeitpflege im Caritas-Kindergästehaus in Stuttgart gesichert

Auch in Zukunft können im Caritas-Kindergästehaus Kinder mit schwerer Behinderung in den Ferien und an Wochenenden über Nacht bleiben, damit die Eltern eine Auszeit von der Pflege bekommen. Bei der Stuttgarter Caritas, dem Träger der Einrichtung, ist die Freude groß, dass gemeinsam mit der Stadt Stuttgart eine tragfähige Lösung gefunden wurde.
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kindergaestehaus-bekommt-mehr-geld-kurzzeitpflege-fuer-kinder-bleibt-erhalten.498813c7-4a79-4cfc-88f2-fdc1e9646708.html




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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