Caritas-Newsletter
   

Newsletter Ausgabe Nr. 3/2014

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Fachliche Informationen
  3. Materialien
  4. Termine
  5. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache

Liebe Leserinnen und Leser,

Bischof Gebhard Fürst eröffnete im März auf der Bildungsmesse Didacta das Religionspädagogische Fachportal der Katholischen Kirche für Religionslehrer (www.rpp.katholisch.de). Kostenloses Unterrichtsmaterial von Diözesen, Einrichtungen, Verbänden und Hilfswerken wird dort ergänzt mit aktuellen Infos aus Unterricht, Schule, Medien und Kirche und Fortbildungsangeboten für Fachleute.

Passend zur "Woche für das Leben" unter dem Motto "Herr, Dir in die Hände. Anfang und Ende des Lebens" wirbt das Portal für die Unterrichtsmaterialien zu Pränataldiagnostik und Leben mit Behinderungen, die im Projekt „Leben ist angesagt“ entwickelt wurden. 

http://rpp.katholisch.de/Nachrichten/tabid/73/ctrlToLoad/Details/nid/8719/Default.aspx  

So vielseitig wie heute waren wir noch nie: Was es alles an und außerhalb von Schulen zum Thema „Inklusion“ zu erzählen gibt, finden Sie in diesem Newsletter.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Ihre
Birgit Baumgärtner




 
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 Fachliche Informationen

Förderung für Modellprojekte geht weiter

„Impulse Inklusion 2014“, die Projektförderung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, fördert noch bis Ende 2015 grundsätzlich alle Inklusions-Projekte mit Modellcharakter, unabhängig vom Lebensbereich der Menschen mit Behinderung. Sozialministerin Katrin Altpeter: „Inklusion kann nur gelingen, wenn alle mitmachen. Deshalb fördern wir Projekte, in denen Menschen mit und ohne Behinderungen die Idee der Teilhabe in allen Lebensbereichen gemeinsam voranbringen.“
http://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/foerderung-fuer-modellprojekte-zur-inklusion-wird-fortgefuehrt/ 


Sozialministerin will Gleichstellung per Gesetz verbessern

Für eine erfolgreiche Inklusion müssen laut Sozialministerin Katrin Altpeter die Rahmenbedingungen verbessert werden. Dazu legte sie Eckpunkte für ein neues Landesbehindertengleichstellungsgesetz vor. Der Entwurf sieht im Kern eine bessere Interessensvertretung Behinderter und eine stärkere Einbeziehung der Kommunen vor. Das Land will hauptamtliche Behindertenbeauftragte in allen Kreisen finanzieren. Die Barrierefreiheit bei Behörden (z. B. Lesbarkeit von amtlichen Schreiben, Mitnahme von Rollstuhl oder Blindenhund) soll verbessert werden.
www.sm.baden-wuerttemberg.de/de/Meldungen/310607.html?referer=82188&template=min_meldung_html&_min=_sm


Darf Henri ins Gymnasium? – Inklusionsstreit voll entbrannt

Sollen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden? Ausgelöst wurde die aktuelle Debatte jüngst vom „Fall Henri“. Der Junge mit Down-Syndrom will mit seinen Freunden aufs Walldorfer Gymnasium. Die Resonanz in den Medien ist riesig: Die „Stuttgarter Zeitung“ brachte ein Pro und Contra (http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.pro-und-kontra-zum-thema-inklusion-streitfall-gibt-es-grenzen-der-inklusion.63823e62-f276-4907-a3ea-69a58c044ab7.html), die „ZEIT“ einen Artikel zu schulischer Inklusion (http://www.zeit.de/2014/14/inklusion-schule-finanzen). Auch das SWR-Fernsehen griff das Thema auf (http://swrmediathek.de/player.htm?show=e070f8a0-cbeb-11e3-a743-0026b975f2e6)


Inklusion an Schulen: Musterländle weit abgeschlagen

In Deutschland stieg die Inklusionsquote an Schulen im Jahr 2012/2013 laut Kultusministerkonferenz um 3,2 auf 28,2 Prozent. Zwischen den Bundesländern gibt es große Unterschiede. Baden-Württemberg liegt mit 27,7 % weit hinter Bremen (63,1 %). Machen Sie sich selbst ein Bild unter http://www.aktion-mensch.de/presse/medien/bild.php?id=1023&ref=m


UNESCO-Gipfel macht Bundesländern Druck

Der UNESCO-Gipfel am 19. und 20. März in Bonn zur inklusiven Bildung in Deutschland verabschiedete eine „Bonner Erklärung“. Darin werden die Länder aufgefordert, gesetzliche Vorbehalte gegenüber Inklusion zügig abzuschaffen, das Recht auf inklusive Bildung an Schulen und Hochschulen zu verwirklichen. Die Konferenzergebnisse unter http://www.unesco.de/gipfel_inklusive_bildung.html


Inklusion: Behindertenbeauftragter will mehr Lehrer

Menschen mit Behinderung sind enttäuscht von der schleppenden Umsetzung der Inklusion. Der baden-württembergische Landesbehindertenbeauftragte Gerd Weimer fordert nun mehr Lehrer: http://www.sm.baden-wuerttemberg.de/fm7/1442/F%FCnf%20Jahre%20UN-Konvention.pdf


Wissenschaftler: Länder sollen Schulbegleiter bezahlen

Nach einem Gutachten des Regensburger Professors Thorsten Kingreen können die Länder die Kosten für die Schulbegleiter für behinderte Schüler übernehmen. Dies tun derzeit die Kreise. Bis Ende März erarbeitete Kingreen konkrete Vorschläge für ein neues Schulrecht. Das komplette Rechtsgutachten finden Sie unter http://www.kvjs.de/jugend/aktuellesformulare-service/detailansicht/article/das-land-kann-grauzonen-beseitigen.html


Caritas testet inklusiven Unterricht an katholischen Schulen

Der Deutsche Caritasverband bringt mit einem neuen Projekt den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern voran. Fünf bis zehn Praxis-Modelle inklusiver Bildung und inklusiven Unterrichts in der Zusammenarbeit von Förderschulen und Regelschulen sollen dabei entstehen. In einzelnen Bundesländern werden „Schultandems“ (Schulen aus katholischer oder staatlicher Trägerschaft) gebildet; diese bieten ab dem zweiten Schuljahr mindestens ein Drittel des Unterrichts gemeinsam an. Austauschmöglichkeiten (sowohl im Internet als auch durch Praxisbegleitung mit Fortbildungen) unterstützen die Pädagogen fachlich. Am 28. Mai treffen sich erstmals Schulträger und Leitungen in Frankfurt.
Die Aktion Mensch unterstützt das Projekt mit 188.000 Euro.
Mehr Info bei Projektleiter Frank Pinner (0761 200-623, frank.pinner@caritas.de).


Aktion Mensch setzt neuen Impuls

Die Aktion Mensch unterstützt mit dem Projekt „Noch viel mehr vor“ kleine lokale Angebote mit einer Laufzeit zwischen einem Tag und einem Jahr, die Inklusion fördern, zum Beispiel ein Theaterprojekt von Menschen mit und ohne Behinderung oder ein inklusives Begegnungsfest. Dafür gibt es bis zu 5.000 Euro.
www.aktion-mensch.de/foerderaktion  
 




 
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 Materialien

Demenz in Leichter Sprache: Das Heft als „Renner“

Die Broschüre „Was ist eine Demenz?“ in Leichter Sprache von Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Demenz Support Stuttgart gGmbH wurde zum „Renner“: Für die 2. Auflage liegen bereits 1300 Bestellungen vor. Wichtig für Menschen mit Down-Syndrom: Das Heft erklärt verständlich, was Demenz bedeutet, wie sie sich zeigt und was die Umwelt tun muss, damit Betroffene weiter den Alltag bewältigen können. Bestellung unter: www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/publikationen,did=205392.html/


Gratis: "Film (er)leben!" für gemeinsames Lernen mit Filmen

VISION KINO veröffentlichte die kostenlose DVD "Film (er)leben!" mit weitgehend barrierefreien Unterrichtsmaterialien und Filmausschnitten für Lehrkräfte inklusiver Lerngruppen von der 1. bis zur 6. Klasse. Zu jedem Filmausschnitt gibt es Unterrichtsmaterialien und barrierefreie Arbeitsblätter, entwickelt für den inklusiven Unterricht. Bestellung: http://www.visionkino.de/WebObjects/VisionKino.woa/wa/CMSshow/1237480  
Und noch ein guter Tipp: Auch der Leitfaden „Inklusion und Film“ mit Methoden, Tipps und Informationen für eine inklusive Filmbildung ist in 2. Auflage wieder erhältlich unter http://www.visionkino.de/WebObjects/VisionKino.woa/wa/CMSshow/1211678  




 
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 Termine

Fachwoche, 3. bis 6. November 2014, Erfurt

Schwangerschaftsberaterinnen in ethischen Grenzfragen

Katholische Schwangerschaftsberatungsberaterinnen setzen sich bei Fragen zu Anfang des Lebens und bei sexualpädagogischen Themen ethischen Grundfragen aus. Vertreten sie die "reine Lehre", die Autonomie des eigenen Gewissens? Geben sie ethische Orientierung? Oder respektieren sie ausschließlich die persönlichen Wünsche der Ratsuchenden?
Das ausführliche Programm unter www.fak.caritas.de/36449.asp?detailID=28148&detailSubID=30821&page=5&area=dcv
 
17. und 18. Juli 2014, Bildungszentrum Kloster Hegne in Allensbach/Hegne

12. Reichenauer Tage zur Bürgergesellschaft: Integration und Inklusion als kommunale Gemeinschaftsaufgaben

Das Landkreisnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, Landkreistag und Sozialministerium greifen 2014 das Thema Inklusion auf:
http://www.andreaktion.de/AK/reichenauer-tage/Flyer_RT_2014.pdf
 
Fachtag, 27. Juni 2014, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

„Inklusion – Vielfalt als Chance für die pädagogische Praxis"

Zwei Fachvorträge und sieben Workshops zu unterschiedlichen Dimensionen der Heterogenität – wählen Sie das Passende für Sie aus! Das ausführliche Programm unter:
http://www.ph-gmuend.de/Flyer_Fachtagung_Inklusion_2014.pdf  




 
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 ... das Beste zum Schluss

Lassen Sie sich rühren!
Kurzfilm „dear future mum“ über Glück im Alltag

Eine Mutter erfährt, dass ihr Baby das Down-Syndrom haben wird. Wie wird sein Leben verlaufen? Die Antwort geben die, die es wissen müssen: 15 junge Menschen, die selbst den Gendefekt haben. Rührend beschreiben sie ihren Alltag, der so normal verläuft wie der, anderer Kids. Film-Fazit: „Jeder hat das Recht auf Glück.“ Schauen Sie sich den berührenden 2,5-Minuten-Film an: http://www.youtube.com/watch?v=Ju-q4OnBtNU#t=15  




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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