Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt - Ausgabe Nr. 07/2018

 
 
    Inhalt
   
  1. Wussten Sie schon?
  2. Hier ist Platz für Ihr Projekt
  3. Fachliches
  4. Termine
  5. Das Beste zum Schluss!
 
 
 
 
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 Wussten Sie schon?

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute ist es meine traurige Pflicht, mich – zumindest vorerst – von Ihnen zu verabschieden. Nach sieben Jahren und insgesamt 62 Newslettern mit Infos rund um das Thema Leben mit Behinderung hat sich mein Arbeitsauftrag leider verändert.

Dennoch hoffe ich, dass Sie Impulse, Anregungen und Informationen erhalten haben, die Ihnen auch in Zukunft helfen werden. Ich wünsche Ihnen in der nächsten Zeit viele gute Ideen, kreative Mitstreiterinnen und Mitstreiter und viel Ausdauer. Und ich danke Ihnen für die zahlreichen Rückmeldungen, Ideen und Impulse, die ich von Ihnen in all der gemeinsamen Zeit erhalten habe.

Zum Aktuellen: Ich empfehle Ihnen eine neue, vom Bundesfamilienministerium geförderte Broschüre der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung. Erstmals stellen zahlreiche Familienferienstätten ihre Familienerholungsangebote für Menschen mit Handicap, Pflegebedürftige und Angehörige mit Pflegeverantwortung zur Verfügung (Download unter https://www.bag-familienerholung.de/veroeffentlichungen/).

Und jetzt bin ich – ein letztes Mal an dieser Stelle – mit ganz herzlichen Grüßen

Ihre
Birgit Baumgärtner

PS: Versprochen ist versprochen: Sobald der Newsletter „Leben ist angesagt“ neu aufgelegt wird, erfahren Sie als Erste davon. Ganz herzlich danke ich Katrin Schröer und Thomas Wilk für ihre wertvolle und zuverlässige Unterstützung!



 
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 Hier ist Platz für Ihr Projekt

Eine-Welt-Fest in Ellwangen
Vielfalt der Welt dargestellt mit tollen Aktionen und inklusivem Gottesdienst

Ende Juni konnten sich die Besucher des Eine-Welt-Fests in Ellwangen am Aktionsstand der Caritas Ost-Württemberg nicht nur über die Arbeit der Caritas informieren, sondern sich auch selbst künstlerisch betätigen – mit einem eigenen, kleinen Gemälde zum Text „Dank der Nächstenliebe“. Und das Ergebnis, ein vielseitiges buntes Gemeinschaftswerk, kann sich wirklich sehen lassen!
Gleichzeitig kümmerten sich die Mitarbeiterinnen der Kinderbetreuung in der LEA mit einem tollen Programm mit Schminken, Basteln und Action um die kleinen Besucher.
Passend zum Tag feierten die Menschen einen ökumenischen, inklusiven Gottesdienst, den Menschen mit und ohne Handicap gestaltet hatten. Das Thema war „Hände“ – und ihre vielfältigen Möglichkeiten, sie für andere einzusetzen.
http://www.caritas-ost-wuerttemberg.de/aktuelles/presse/ellwangen-ist-bunt-eine-welt-fuer-alle-ff11946f-dac0-4de4-9be7-80e33cd2df4d


Begegnungscafé inklusiv
In Ellwangen wird Caritas-Kampagne zum Thema

Die Caritas Ost-Württemberg, die Seelsorge für Menschen mit Behinderungen im Dekanat Ostalb und die Stiftung Haus Lindenhof machten im zweiten Begegnungscafé für Menschen mit Behinderungen und Menschen aus der Kirchengemeinde Heilig-Geist im Haus Kamillus in Ellwangen die Caritas-Kampagne „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ zum Thema. Sie überlegten gemeinsam, welche Bewegungen und Geräusche man in das Lied „Wenn du glücklich bist, dann klatsche in die Hand“ einbauen kann – stampfend, nickend und schnipsend. Die Handicaps der Teilnehmer spielten bei all dem absolut keine Rolle.
Info: Das Begegnungscafé entstand aus dem Inklusionsprojekt der Caritas „Vielfalt erleben in Ellwangen“.





Link zur Website

 
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 Fachliches

Spezielle Tipps für beeinträchtigte Schwangere
Online-Portal gibt jetzt auch Antworten für Schwangere mit Behinderung

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat ihr Portal www.familienplanung.de für Schwangere mit einer Seh- oder Hörbeeinträchtigung, mit einer Querschnittslähmung oder einer chronischen Erkrankung um das Themenfeld „Schwangerschaft mit einer Behinderung“ erweitert. Im Zentrum stehen Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit dem Kind. Chronisch kranke oder beeinträchtigte Schwangere müssen meist einige Besonderheiten beachten. Sie erhalten wichtige Infos über Medikamente, Hilfsmittel und Unterstützung vor Ort – auch nach der Geburt.
https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/themen-specials/thema-schwanger-mit-behinderungen/


Bluttests: Noch viele Fragen offen
Bundestagsabgeordnete fordern breite gesellschaftliche Debatte

Mit dem Positionspapier „Vorgeburtliche Bluttests – wie weit wollen wir gehen?“ fordern einzelne Bundestagsabgeordnete fraktionsübergreifend eine breite gesellschaftliche Debatte über das Thema angesichts des neuen Abschlussberichts zur Frage, ob gesetzliche Krankenkassen vorgeburtliche Bluttests künftig finanzieren sollen.
Aus Sicht der Parlamentarier müssen noch viele offene Fragen beantwortet werden: Welches Verfahren kann die Einführung ethisch umstrittener Diagnostik- und Therapieverfahren künftig bewerten? Durch welche Instanz und in welchen Rahmen werden ethischen Fragen behandelt? Wie können werdende Eltern besser beraten werden? Wie kann man Vorurteilen über das Leben mit Behinderungen wirksam entgegentreten? Wie können Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Handicap und ihren Familien verbessert werden?
https://www.corinna-rueffer.de/wp-content/uploads/2018/07/180703-Interfraktionelles-Positionspapier-NIPD.pdf


„Kendimiz – Wir selbst“ bezieht alle ein
Neues Angebot für Menschen mit türkischem Migrationshintergrund

Mit der zweisprachigen Selbsthilfeplattform „Kendimiz“ haben Angehörige von Menschen mit Behinderung und türkischem Migrationshintergrund jetzt ein Forum im Netz. „Kendimiz“ bedeutet auf Deutsch „wir selbst“ – womit wiederum Menschen mit Behinderung gemeint sind, die von Selbsthilfegruppen häufig nicht als Mitglieder wahrgenommen werden, da sie eine Behinderung und einen türkischen Migrationshintergrund haben. Bei „Kendimiz“ können sie sich austauschen und finden wichtige Infos, rechtliche Tipps und eine Landkarte mit Terminen und türkischsprachigen Beratungsangeboten von Angehörigen und Mitarbeitenden von Selbsthilfegruppen.
https://kendimiz.de/


Lieber schlichten statt streiten
Schlichtungsstelle gegen Benachteiligung von Menschen mit Behinderung

Das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) soll die Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen verhindern und ihre gleichberechtigte und barrierefreie Teilhabe am Leben in der Gesellschaft gewährleisten, damit Betroffene selbstbestimmt leben können. Eine Schlichtungsstelle soll Streitigkeiten zwischen Menschen mit Behinderungen und Trägern öffentlicher Gewalt zum Thema Barrierefreiheit außergerichtlich beilegen. Anders als viele Gerichtsverfahren sind Schlichtungsverfahren kostenlos. Es muss kein Rechtsbeistand eingeschaltet werden.
https://www.behindertenbeauftragter.de/DE/SchlichtungsstelleBGG/SchlichtungsstelleBGG_node.html


Inklusion prämiert
Neues Online-Spezial stellt gelungene Projekte vor

Menschen mit Behinderungen sollen selbstverständlicher Teil der Gesellschaft sein – als Nachbarn, Freunde, Kollegen. Nichts anderes bedeutet Inklusion. Diese Idee favorisiert nicht Großeinrichtungen, sondern dezentrale inklusive Wohn- und Beschäftigungsangebote in der Gemeinde. Das Land Baden-Württemberg fördert besonders innovative und inklusive Projekte. Ein Online-Spezial stellt die tollen Ideen vor.
https://www.kvjs.de/der-kvjs/service/publikationen-und-videos/detailansicht/kvjs-spezial-online-innovation-inklusion-foerderung-von-wohn-und-beschaeftigungsangeboten-1/


Leichte Sprache durchgängig integriert
Lebenshilfe glänzt online mit zeitgemäßem Design und hilfreichen Tools

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe hat ihre Webseite komplett überarbeitet. Eine großzügige Gestaltung mit der neuen ausdrucksstarken Bildsprache sorgt für einen zeitgemäßen Auftritt. Die Bedienung ist einfacher und nutzerfreundlicher. Die Leichte Sprache ist nun grundsätzlich integriert. Natürlich gibt es weiterhin die Vorlesefunktion.
Damit wird die Homepage zum attraktiven Leitmedium für die Kommunikation der Lebenshilfe. Klicken Sie mal rein!
https://www.lebenshilfe.de/




 
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 Termine

ERINNERUNG
4. Oktober 2018, Hospitalhof Stuttgart

Aktionsplan „Inklusion leben“
Der Hospitalhof wird am 4. Oktober zwischen 13 und 18 Uhr zum bunten Marktplatz. An Marktständen, in Diskussions-Foren, bei Bühnen-Shows wird erleb- und spürbar, wie Teilhabe und Inklusion in Landeskirche und Diakonie Württemberg gelebt werden. Mit dabei sind Landesbischof July, Oberkirchenrat Dieter Kaufmann und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Kirchengemeinden, diakonische Einrichtungen und kirchliche Bildungsträger sind ebenfalls mit Aktivitäten und Projekten zum Thema Inklusion dabei. Der Nachtschicht-Gottesdienst um 19 Uhr hat das Thema „An der Leistungs-Grenze“.
https://aktionsplan-inklusion-leben.de/angebote/vernetzung/foren/marktplatz-inklusion-leben/


6. Oktober 2018 in Fellbach, Schwabenlandhalle
„Ball Inclusive“ – Erster inklusiver Ball der Region Stuttgart

Der erste Tanzball am 6. Oktober um 18 Uhr in der Schwabenlandhalle in Fellbach ist komplett inklusiv. Für Essen und Getränke ist gesorgt, Freunde und Bekannten sind auch herzlich willkommen.
Programm: https://www.groove-inclusion.de/fileadmin/data-groove-inclusion/Plakate_Flyer_extern/2018_B_All_Stadt_Fellbach_B_All_Inclusive_Flyer_Neu.pdf


17. Oktober 2018, Stuttgart-Hohenheim
Fachtagung „Alle inklusive?! – Selbstbestimmt und mittendrin – mit schwerer Behinderung leben“

Nichts über uns ohne uns?! Dieses Motto steht wie kein anderes für die Forderung nach Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft. Was aber braucht es, damit sie und ihre Familien gut mitten unter uns leben können? Wie können individuelle Bedürfnisse ermittelt werden? Welche Unterstützungsleistungen sind nötig, um selbstbestimmt unterwegs sein zu können? – Auf diese Fragen will der Fachtag in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart Antworten finden.
Programm und Anmeldung: https://www.akademie-rs.de/start/


Ab 23.11. 2018: Weiterbildung in mehreren Terminblöcken, Stuttgart
Prozess-Begleiter*in zur Inklusion junger Menschen mit Behinderung in die Jugendarbeit

Die Kinder- und Jugendarbeit macht viel inklusive Erfahrungen. Ihre Grundprinzipien wie Freiwilligkeit und Partizipation sowie ihr emanzipatorischer Fokus machen sie zu einem prädestinierten Bereich für inklusives Arbeiten. Doch häufig sind diese Erfahrungen situativ und spontan oder erfolgen über persönliche Kontakte. Diese Weiterbildung verbindet die Feldkompetenz von Kinder- und Jugendarbeit und Behindertenhilfe. Sie qualifiziert Teilnehmende dazu, gelingende Inklusionsprozesse aktiv zu initiieren, zu begleiten und zu gestalten. Nach einer Praxisphase und einem Abschlusskolloquium können die Teilnehmenden als Prozessbegleiter*innen Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit vermittelt werden.
Mehr: https://nl.ljrbw.de/prozess-begleiterin-zur-inklusion-junger-menschen-mit-behinderung-in-die-jugendarbeit/
Buchung: https://www.jugendakademie-bw.de/buchen/event/0/44-akademie-aktuell/113-inklusionsbegleiter-2018





 
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 Das Beste zum Schluss!

Kinotipp
„Das Dorf der Vergesslichen“
Neue Heimat für Demenzkranke in Thailand


Am Welt-Alzheimer-Tag (21. September) informieren viele Städte unter dem Motto „Jung und Alt bewegt Demenz“ über die Erkrankung und über Betreuungsmöglichkeiten für Kranke. Demenzkranke im Ausland betreuen lassen – geht das? Das thailändische Dorf Faham zeigt, wie es gehen kann. Hier bewegen sich Patienten und P?eger paarweise durch die Straßen. Die Kulturen könnten kaum unterschiedlicher sein – und doch funktioniert der eine nicht ohne den anderen. Da ist Kurt, der über 70 ist, sich aber für 30 hält. Die Freundinnen Margrit und Ruth, die sich in ihrer eigenen Fantasiesprache bestens verstehen. Martin, der seit kurzem in dem Dorf lebt, aber glaubt, nie in Thailand gewesen zu sein. Der Bürgermeister, der den Spagat zwischen O?enheit und Tradition scha?en muss. Der Schweizer Leiter Martin Woodtli, der aus eigener Not die Idee für dieses außergewöhnliche P?egeprojekt hatte. Und dessen thailändische Frau Nid, die eine Cowboy-Weihnachtsparty für das ganze buddhistische Dorf organisiert. Ein Film über das Vergessen und Erinnern, über Liebe und Freundschaft.
Schauen Sie selbst: https://www.youtube.com/watch?v=KcD3J9hY64w
Info: Premiere „Das Dorf der Vergesslichen“ in Anwesenheit der Regisseurin Madeleine Dallmeyer am 18. September um 18:15 Uhr im atelier am bollwerk in Stuttgart. Eine Kooperation mit der Alzheimergesellschaft Baden-Württemberg.
https://www.arthaus-kino.de/programm/premieren.html




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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