Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt Ausgabe Nr. 8/2015

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Neues aus der Diözese
  3. Fachliches
  4. Material
  5. Termine
  6. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Mitglieder der katholischen Gesamtkirchengemeinde Ellwangen feierten während der Caritas-Woche im September inklusive Gottesdienste. In den vier Teilgemeinden beteiligten sich Menschen mit und ohne Behinderungen und nach Ellwangen gekommene Flüchtlinge gleichermaßen. Ein Klima der besonderen Willkommenskultur und der Vielfalt entsteht. Einen kurzen Bericht darüber und wieder viele interessante Nachrichten finden Sie in diesem Newsletter.
Viel Spaß beim Lesen!
Ihre
Birgit Baumgärtner




 
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 Neues aus der Diözese

Praise the Lord – all inclusive
Ellwanger feiern fünf inklusive Gottesdienste besonders

Am 27. September bereiteten Menschen mit und ohne Behinderung inklusive Gottesdienste in der Seelsorgeeinheit Ellwangen vor. Erntedank und der Caritas-Sonntag, die Familien- und Jugendgottesdienste wurden so zu inklusiven Feiern. Menschen mit Behinderung brachten die Fürbitten symbolhaft in einer Gabenprozession vor die Gemeinde. Für Flüchtlingskinder in der Landeserstaufnahmestelle in Ellwangen wurden Päckchen zum Altar gebracht.
http://www.dicv-rottenburg-stuttgart.caritas.de/89835.html  




Link zur Website

 
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 Fachliches

Wie funktioniert Inklusion? – Gemeinsam!
Landesregierung setzt freie Schulwahl für Eltern durch – Ratgeber informiert

Die Landesregierung hat die Sonderschulpflicht abgeschafft. Seit dem Schuljahr 2015/16 entscheiden Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, ob ihr Kind zur Sonderschule oder zur Regelschule geht. Ein Erklär-Film soll Eltern zeigen, wie die Inklusion an Schulen funktioniert und an wen sie sich wenden können. http://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/wahlfreiheit-fuer-die-eltern/  
Tipp: Wem der Erklär-Film zu knapp ist, für den gibt es den Elternratgeber "Inklusion macht Schule". Er beschreibt, welche Möglichkeiten Kinder mit Behinderung haben, die allgemeine Schule zu besuchen. Die Kapitel sind in einen Überblick und ausführliche Erläuterungen aufgeteilt. Lavinia Sergi (16), einem Mädchen mit dem CHARGE-Syndrom, das in Heidelberg in eine inklusive Klasse geht, hat ihn illustriert. Download unter http://www.lag-bw.de/archiv_41.html


Drei mal 30.000 Euro für Inklusion
Paul-und-Käthe-Kraemer Inklusionspreis 2016 ausgeschrieben

Die Gold-Kraemer-Stiftung zeichnet drei Projekte mit jeweils 30.000 Euro aus, die nachhaltige Verbesserungen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention erzielen, besonders in den Bereichen Leben und Wohnen, Sport und Bewegung sowie Kultur und Bildung. Projekte aus anderen Bereichen können mit einem Sonderpreis bedacht werden. Wichtig: Menschen mit Behinderungen sollen im Sinne einer echten Partizipation aktiv am Projekt beteiligt sein.
Nicht prämierte Bewerbungen, die dennoch gute Beispiele für Inklusion aufzeigen, werden in einem Praxishandbuch vorgestellt.
Bewerbungsfrist: 30. November 2015
Info: http://www.gold-kraemer-stiftung.de/inklusionspreis-2016.html


Barrierefreiheit am Bau
1. Landestagung diskutiert über neue Möglichkeiten

Der Landesbehindertenbeauftragte, der Kommunalverband für Jugend und Soziales, die Arbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Baden-Württemberg und der Dachverband Integratives Planen und Bauen wollen ein flächendeckendes Netzwerk zur Umsetzung der Barrierefreiheit am Bau schaffen. Zur Erreichung dieses Zieles luden sie am 14. Oktober zur 1. Landestagung „Barrierefrei vor Ort“ in Stuttgart ein. Der Landesbehindertenbeauftragte Gerd Weimer mahnte mehr barrierefreien und bezahlbaren Wohnraum an, um gemeindenahe inklusive Wohnangebote zu schaffen.
http://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/erste-landestagung-barrierefrei-vor-ort-mit-ueber-300-teilnehmenden-in-stuttgart/


Mehr barrierefreie Wohnungen gefordert
Behindertenbeauftragter: Fehlende Wohnungen „Hemmschuh für Teilhabe“

Ebenfalls am 14. Oktober lud Wirtschafts- und -finanzminister Nils Schmid zum „Wohnungsbaugipfel“ nach Stuttgart. Das Ziel, den sozialen Wohnungsbau anzukurbeln und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Impulsgeber ist der stark angestiegene Zuzug der Flüchtlinge, für die dringend zusätzlichen Wohnraum benötigt wird. Der Landesbehindertenbeauftragte Gerd Weimer nannte die fehlenden barrierefreien Wohnungen „Hemmschuh für Teilhabe“.
http://mfw.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilung/pid/wohnungsbaugipfel-beraet-ueber-notwendige-massnahmen-fuer-eine-wohnungsbau-wende/


Öffentliche Toiletten für Schwerstbehinderte
Sozialministerin stellt 200.000 Euro für neues Projekt im Land bereit

Vielen Familien mit behinderten Angehörigen ist ein Stadtbummel verwehrt, weil es keine öffentlichen Toiletten mit Pflegeliege gibt, um einem erwachsenen Menschen mit schweren Behinderungen die Windeln zu wechseln. Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter nannte dies einen „unhaltbareren Zustand“. Nach dem Vorbild von Großbritannien (mit seinen „changing places“) und Bayern (mit dem Projekt „Toiletten für alle“) soll ein Projekt im Land für Abhilfe sorgen. Ausgestattet mit rund 200.000 Euro, wird der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung das Projekt umsetzen. Mit einer Internet-Präsenz und Publikationen wird das Anliegen beworben.
http://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/sozialministerin-will-oeffentliche-toiletten-fuer-schwerstbehinderte/


Genug Windeln für alle?
Patientenbeauftragter der Bundesregierung will Windeln prüfen lassen

Viele Familien mit behinderten Kindern haben große Probleme mit der Versorgung von Windeln bei Inkontinenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit schweren Behinderungen. Wegen der großen Kritik will der Patientenbeauftragte der Bundesregierung laut Bericht von „Apotheke adhoc“ ein Institut mit der Qualitätsprüfung der Inkontinenzprodukte beauftragen. Man darf gespannt sein!
http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/nachricht-detail/inkontinenz-versorgung-patienten-beauftragter-laumann-laesst-sich-windeln-schicken/


Neuer Newsletter der „Aktion Mensch“

Der kostenlose Förder-Newsletter informiert Sie monatlich über Angebote und Neuigkeiten rund um die Förderung der „Aktion Mensch“. Anmeldung unter:
https://www.aktion-mensch.de/meta/newsletter/foerderung-anmeldung.html  




 
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 Material

„Sexualaufklärung von Menschen mit Behinderungen“
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit kostenloser Broschüre

Jegliche Unterstützungen, die auf eine selbstbestimmte Sexualität und Familienplanung beeinträchtigter Menschen gerichtet sind, setzen die Anerkennung der Individualität und Autonomie von Menschen mit Beeinträchtigungen und eine selbstreflektierende Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität voraus. Sexualaufklärung aus dieser Perspektive ist darauf ausgerichtet, Menschen in ihren Unterschiedlichkeiten – hinsichtlich ihrer Person und ihrer Lebensumstände – gerecht zu werden und die sich daraus ergebenden Themen aufzugreifen. Bestellung und download unter:
http://publikationen.sexualaufklaerung.de/index.php?docid=3482  




 
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 Termine

Stuttgart, Haus der Katholischen Kirche, 14. November 2015, 19 Uhr
Kino all inclusive: „Vielen Dank für nichts“

Valentins Leben gerät aus den Fugen: Nach einem Snowboardunfall wird er zum Rollstuhlfahrer, befindet sich über Nacht im Heim und wird von seiner Mutter gezwungen an einem Theaterprojekt für Behinderte teilzunehmen. Das einzig Schöne am Heimleben ist die Pflegerin Mira, die aber in festen Händen ist. Valentin entscheidet sich, den Kampf mit dem gesunden, erfolgreichen und gut aussehenden Nebenbuhler Marc aufzunehmen. Voller Begeisterung bieten sich Lukas und Titus als Komplizen an, und Valentin entdeckt, dass seine Mitstreiter zwar behindert, aber keineswegs bescheuert sind. Und echte Freunde ziehen so ein Ding gemeinsam durch.
Info: http://www.wir-sind-mittendrin.de/KAI%20%20-Vielen%20Dank%20für%20nichts%20%202015.pdf  Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=yVOHaH71Bi8

Berlin, 24.11.2015 - 25.11.2015 Fachtagung „Aktuelle Entwicklungen der Pränataldiagnostik und Inklusion: Zusammenhänge und Widersprüche“

Der Fachtag will einerseits den aktuellen Stand der PND darstellen, andererseits die gesellschaftlichen Entwicklungen einer stärkeren Einbindung von Menschen mit Behinderung beleuchten. Organisatoren sind die Bundesvereinigung Lebenshilfe, insieme Schweiz, die Lebenshilfe Österreich und das Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft.
Die Pränataldiagnostik als größtes Anwendungsfeld genetischer Diagnostik ist inzwischen Normalität in der Schwangerschaft. Mit dem NIPD (nicht-invasive Pränataldiagnostik) ist erstmals ein Screening für Schwangere möglich, das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit genetische Auffälligkeiten entdeckt. Dies wirft Fragen der ethischen Legitimation auf.
http://www.imew.de/de/veranstaltungen/imew-veranstaltungen/einzelveranstaltungen/2425112015-npid/

Rottenburg am Neckar, 28. November 2015, 9.30-17 Uhr,
9. Inklusionstag Baden-Württemberg

Zum 9. Mal veranstaltet der Landesverband Baden-Württemberg der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen den Fachtag Inklusion. Als Redner werden Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention, Andreas Köpfer (PH Basel) sowie Professor Kerstin Merz-Atalik (PH Ludwigsburg) erwartet. Am Nachmittag werden Workshops angeboten. Info und Anmeldung:
http://www.aktive-behinderte.de/tl_files/ABS-ZsL/Downloads/flyer_extern/Inklusionstag/Flyer_Inklusionstag%2028_11_2015.pdf  



 
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 ... das Beste zum Schluss

Filmclip „Fremd.Wort.Inklusion“

Der elfminütige Film entstand im Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Württemberg für den Jahresempfang der evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg am 9. Dezember 2014 im Neuen Schloss Stuttgart. Filmemacher Stefan Adam behandelt darin das Thema Inklusion und zeigt Beispiele gelungener inklusiver Projekte in Württemberg auf.
https://www.youtube.com/watch?v=I_75Ks02lAo


Lesetipp: „Ich mit ohne Mama – Knüller Jonas wird erwachsen“

"Knüller Jonas" ist 19 Jahre alt. Er ist mit Down-Syndrom und einem schweren Herzfehler zur Welt gekommen. Was ihn aber nicht davon abhält, die Hürden des Alltags auf seine unverwechselbar originelle Weise zu meistern. Gemeinsam mit seiner Mutter – Jonas kann lesen und schreiben – erzählt er vom Erwachsenwerden. Mit seinem Charme findet er den direkten Weg in die Herzen der Leser und zeigt: Das Leben ist absolut lebenswert! Egal, mit wie viel Chromosomen man auf die Welt kommt.
Bestellung (16,95 Euro) unter http://shop.erf.de/products/00/53082  




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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