Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt Ausgabe Nr. 7/2014

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Neues aus der Diözese
  3. Fachliche Informationen
  4. Materialien
  5. Termine
  6. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache

Liebe Leserinnen und Leser,
die katholischen Gemeindemitglieder der Gesamtkirchengemeinde Ellwangen wurden während der Caritas-Woche im September mit einer Fragebogenaktion um ihre Meinung gebeten, für wie inklusiv sie ihre Kirchengemeinde halten. Erste Ergebnisse aus der Umfrage und wieder viele wichtige Informationen finden Sie in diesem Newsletter.
Viel Spaß beim Lesen!
Ihre
Birgit Baumgärtner




 
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 Neues aus der Diözese

Menschen mit Behinderung: Teilhabe am Kirchengemeinderat sinnvoll?

Im Rahmen des Inklusions-Checks wurden im September alle Mitglieder der Gesamtkirchengemeinde Ellwangen mit Fragebögen (wissenschaftlich begleitet von Professor René Gründer von der DHBW Heidenheim) nach ihrer Meinung gefragt, wie inklusiv sie die katholische Kirche in Ellwangen einschätzen.
Interessant: Von den insgesamt 5260 Fragebögen kamen 181 zurück (Quote: 3,4 %). Die meisten Befragten waren zwischen 46 und 85 Jahre alt, 1,7 % unter 20, 16 % zwischen 21 und 45, 7,4 % über 95. Zwei Drittel der Befragten (64 %) nehmen nach eigener Einschätzung "häufig" oder "sehr häufig" am Gemeindeleben teil. 51 % meinen, dass Menschen mit Behinderung bisher nicht in Gemeinde-Angebote einbezogen werden. Ebenfalls 51 % gaben an, dass die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung bei der Planung von Angeboten berücksichtigt werden. Bei der Einschätzung zur Mitwirkung von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen im Kirchengemeinderat zeigt sich ein differenziertes Bild: Nur 4 % lehnten die Teilhabe von Körperbehinderten im KGR ab, während rund ein Drittel der Befragten die Teilhabe von seelisch behinderten Menschen ablehnt und beinahe 80 % die Teilhabe von geistig behinderten Menschen auf der Ebene des KGR als nicht sinnvoll betrachten.
Am 19. November werden die Ergebnisse öffentlich im Kinder- und Jugenddorf Marienpflege in Ellwangen vorgestellt. Eine detaillierte Ausschreibung folgt in Kürze.




Link zur Website

 
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 Fachliche Informationen

ZEIT ONLINE berichtet über „Abtreibungswahn“

Wird eine Behinderung pränatal diagnostiziert, entscheidet sich eine überwältigende Mehrheit für eine Abtreibung, z. B. 90 % der Mütter bei einer Down-Syndrom-Diagnose. Warum haben wir so große Angst vor behinderten Menschen? Mehr zu diesem brisanten Thema im Artikel von Denise Linke unter
http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2014-09/abtreibung-behinderung/komplettansicht


Welche Hilfe brauchen Eltern mit Beeinträchtigungen?

Das Präsidium des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge (DV) verabschiedete am 30. September Empfehlungen für eine praxisgerechte Unterstützung von Eltern mit Beeinträchtigungen und chronischen Erkrankungen und deren Kinder. Damit diese Eltern ihren Aufgaben und Pflichten nachkommen könnten, brauchten sie einen individuellen Anspruch auf abgestimmte Hilfe, so Michael Löher vom DV. Die DV-Empfehlungen finden Sie unter
http://www.deutscher-verein.de/05-empfehlungen/empfehlungen_archiv/2014/DV-32-13-Elternassistenz.


Sozialministerium fördert 37 Inklusionsprojekte – Caritas geht leer aus  

Sozialministerin Katrin Altpeter gab am 25. September die 37 Modellprojekte bekannt, die das Projekt „Impulse Inklusion“ finanziell unterstützt. Das Caritas-Projekt „Vielfalt (er-)leben – Ellwangen inklusiv“ wurde bei der Förderung nicht berücksichtigt.
http://www.sm.baden-wuerttemberg.de/de/Meldungen/316951.html?referer=82188&template=min_meldung_html&_min=_sm


Henri darf nicht – Lea schon: Kinder mit Down-Syndrom auf dem Gymnasium

„Spiegel online“ berichtet über Lea, die in Bad Segeberg ein Gymnasium besucht – trotz Down-Syndrom. Henri aus Walldorf (ebenfalls mit Down-Syndrom) wollte eigentlich auch aufs Gymnasium. Doch die Schulkonferenz lehnte ab – Lehrer und die Eltern der anderen Kinder waren dagegen. Lea wird zwar das Abitur wohl nicht schaffen – aber sie ist durch den Schulbesuch in die Gesellschaft integriert. Inklusion geglückt. http://www.spiegel.de/schulspiegel/inklusion-schuelerin-mit-downsyndrom-geht-aufs-gymnasium-a-991242.html

Wahl der Schwerbehindertenvertretungen

Im Oktober und November werden in ganz Deutschland die Schwerbehindertenvertretungen gewählt, und zwar in allen Betrieben mit mindestens fünf schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten Beschäftigten. Die Schwerbehindertenvertretung fördert die Eingliederung schwerbehinderter Menschen in den Betrieb und steht den schwerbehinderten Beschäftigten zur Seite.
http://www.sm.baden-wuerttemberg.de/de/Meldungen/316961.html?referer=82188&template=min_meldung_html&_min=_sm  
 



 
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 Materialien

ZDF: „Glückwunsch, Aktion Mensch!“

Das ZDF porträtierte am 7. Oktober zum 50. Geburtstag der Aktion Mensch in der Reihe „37 Grad“ in der Reportage „Unser ziemlich bestes Leben“ Menschen mit Behinderungen mit unterschiedlichen Lebensweisen. Die Sendung finden Sie in der ZDF-Mediathek unter http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2255188/Unser-ziemlich-bestes-Leben  




 
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 Termine

8. Landesinklusionstag

Wie gelingt der Übergang inklusiv?
Unter der Überschrift „Arbeit inklusive“ diskutiert der 8. Landsinklusionstag am 8. November 2014 in Geislingen/Steige, wie der Übergang von Schule in Arbeit inklusiv gestaltet werden kann. Dazu werden gelungene Praxis-Beispiele gezeigt.
Programm: http://www.lag-bw.de/PDF/Flyer%20Inklusionstag%20BaWue%2014.pdf  

Achtung: Der Anmeldeschluss ist am 28.10.!




 
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 ... das Beste zum Schluss

Provokanter Lese-Tipp

„Meistens bin ich zu Hause“ – Inklusion in der Gemeindepsychiatrie
Ein empfehlenswerter Vortrag von Jörg Michael Kastl, gehalten beim Festakt „25 Jahre Pauline 13“ am 28. Juni 2013 in Friedrichshafen zum Thema Inklusion und Integration. Lesenswert Kastls kritische Vorbehalte gegenüber der "Inklusions-Rhetorik" (Kastl: "Totalinklusion"). https://www.ph-ludwigsburg.de/fileadmin/subsites/3b-ssoz-t-01/user_files/Vortrag_25_Jahre_Pauline13_Friedrichshafen_28_6_13.pdf  




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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