Caritas-Newsletter
   

Newsletter Ausgabe Nr. 8/2013

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Projektgruppe Bad Mergentheim
  3. Projektgruppe Biberach
  4. Projektgruppe Stuttgart
  5. Fachliche Informationen
  6. Materialien
  7. Termine
  8. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

über 70 Teilnehmer erfuhren auf unserer Abschlussveranstaltung „Was war? – Was bleibt!“ am 11. November von den Projektgruppen aus Stuttgart, Bad Mergentheim und Biberach, was in den letzten drei Jahren an Netzwerken und Aktivitäten angestoßen wurde und welche Produkte entstanden. Jugendliche des Bischof-Sproll-Bildungszentrums Biberach und der Schule St. Franziskus in Ingerkingen erzählten beispielsweise begeistert von ihrem Projekt „Balladenabend“. Gabriele Maier-Güttler beschrieb Ergebnisse, Grenzen und Erkenntnisse für die Zukunft. (Schauen Sie sich doch am besten gleich einige Impressionen der Abschlussveranstaltung an! http://www.dicv-rottenburg-stuttgart.caritas.de/89508.html)
Das Projekt endet zwar, aber auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird der Beitrag zu Inklusion fortgesetzt und weiterentwickelt. Die Projektergebnisse erhalten Sie mit dem nächsten Newsletter.

Im Projekt erarbeiteten Schwangerschaftsberaterinnen von Caritas und Sozialdienst katholischer Frauen eine Arbeitshilfe „Beratung und Begleitung bei pränataler Diagnostik“ (http://www.dicv-rottenburg-stuttgart.caritas.de/83988.html). Sie enthält Angebote zur medizinischen und psychosozialen Beratung bei zu erwartender Behinderung eines Kindes. Darüber hinaus gibt sie Tipps zur Entlastung, Förderung und medizinischen Betreuung für Frauen, die ein Kind mit Behinderungen haben.

Herzlich,
Ihre
Birgit Baumgärtner



 
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 Projektgruppe Bad Mergentheim

Großes Schüler-Interesse an „Hauptsache gesund?“

120 Schüler – der gesamte 10. Jahrgang der Mergentheimer Realschule – wollten die Wanderausstellung im Foyer des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim sehen. Diese beachtliche Resonanz zeigte, wie gern Schulen solche Angebote annehmen. Voraussetzung: engagierte Lehrer und ein stimmiges Rahmenangebot mit fachkundiger Führung, Filmvorführung und guten Unterrichtsmaterialien.

http://www.swp.de/bad_mergentheim/lokales/bad_mergentheim/Bebilderte-Zeitreise;art5642,2226581


Menschen mit Handicaps schaffen in der Bäckerei

Das Zwillingshaus, ein Schmuckstück auf dem Mergentheimer Marktplatz, beherbergt ein inklusiv arbeitendes Café und zwei Etagen mit Wohngemeinschaften für sechs behinderte Menschen, wurde am 29. September feierlich eröffnet. Die erste betreute Wohnmöglichkeit im Kreis jenseits vom Behindertenheim oder der eigenen Familie ist ein zukunftsweisendes Novum für Bad Mergentheim. Bemerkenswert: Es ist der erste inklusive Betrieb, der nicht von einem sozialen Träger, sondern von der Bäckerei Weber, einem Wirtschaftsbetrieb also, geführt wird. 


Symposium: Behinderte Kinder sind gestresster

Vor 80 Gästen – darunter betroffene Eltern, Pädagogen, Hebammen, Ärzte – erläuterte Professor Reiner Buchhorn vom Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim auf dem Symposium „Perspektiven für ein un-behindertes Leben“ am 10. Oktober, wie Stress chronisch kranken Kindern und ihren Familien schade. Kinder mit Handicap oder chronischen Krankheiten seien grundsätzlich gestresster. Dabei betont der Mediziner, dass man dies einem Kind von außen nicht ansehen könne. Das Kind könne völlig ruhig wirken und trotzdem gestresst sein und sich nachts nicht erholen. Erst die Kinderherzen sagen dem Mediziner, wie es wirklich um das Kind steht.

Lebenshilfe-Geschäftsführerin Jeanne Nicklas-Faust führte aus: „Behinderung wird oft mit Leid gleichgesetzt – das stimmt nicht. Wir sind höchstens müde, nicht traurig. Unsere Tochter hat unser Leben bereichert und es gleichzeitig anstrengend gemacht. Heute würde ich es nicht mehr missen wollen“, resümmiert sie. Und das wirkt glaubhaft.




Link zur Projektgruppe Bad Mergentheim

 
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 Projektgruppe Biberach

Filmclip erstellt – Trailer macht neugierig

Im Begegnungsprojekt für Jugendliche mit und ohne Behinderungen bereiteten sich Schüler des Bischof-Sproll-Bildungszentrums und der Schule St. Franziskus Ingerkingen monatelang auf ihre Aufführung vor. Ein Filmteam war vom ersten Treffen an dabei. So entstanden zwei Kunstwerke: ein Balladenabend und ein Dokumentarfilm. Ein Film der Mut macht. Die Premiere ist am Samstag, 18. Januar 2014 im Traumpalast in Biberach.

Schauen Sie sich schon heute den Trailer an: http://www.youtube.com/watch?v=VqKCYBWeJ8k




Link zur Projektgruppe Biberach

 
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 Projektgruppe Stuttgart

Was brauchen Familien mit behinderten Kindern?

Über dieses Thema dachten im Oktober zahlreiche Vertreter aus Verbänden, Einrichtungen und der Stadt Stuttgart bei einer Denkwerkstatt nach und erörterten, wie diese Familien entlastet werden können.

Mehr dazu siehe Link zur Projektgruppe Stuttgart


Handbuch zur Pränataldiagnostik erschienen

Die bereits im Mai angekündigte Unterrichtsmaterialsammlung zum Thema Leben mit Behinderungen und Pränataldiagnostik liegt jetzt als Handbuch vor. Die Bausteine können individuell zusammengesetzt werden, sodass aus dem Pool an Möglichkeiten eine auf eigene Bedürfnisse ausgerichtete Best-practice-Einheit entsteht. Dieses Handbuch entstand in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg.

Download unter: http://www.dicv-rottenburg-stuttgart.caritas.de/83988.html




Link zur Projektgruppe Stuttgart

 
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 Fachliche Informationen

Caritas: Inklusion in die Leitbilder

Der Deutsche Caritasverband verabschiedete einen Orientierungsrahmen „Inklusive Bildung, Erziehung und Betreuung“. Die Arbeitsfelder Kinder- und Jugendhilfe und Jugendarbeit, Behindertenhilfe und Psychiatrie und Schulen sollen stärker vernetzt werden. Der Inklusionsgedanke soll in Leitbildern und Qualitäts- und Personalentwicklungsprozessen verankert werden. Die Datei gibt’s hier:

http://www.caritas.de/fuerprofis/presse/stellungnahmen/08-06-2013-inklusivebildungerziehungundb


Lesenswert: Wunderschöne Beispiele für inklusive Begegnungen

Sandra Roth beschreibt ausgezeichnet, welche Widerstände Eltern überwinden müssen, wenn sie sich für die Inklusion ihres Kindes mit Behinderung entscheiden, und bringt vor allem auch wunderschöne Beispiele für inklusive Begegnungen und für das Erleben der Zugehörigkeit.

http://www.zeit.de/2013/34/inklusion-behinderte-kinder-kita/seite-1


Sehenswert: 1. Kurzfilmfestival in Hamburg

http://www.klappe-auf.com/


Hörenswert: Musikvideo „Inklusion“

Seit kurzem begeistert ein Musikvideo (natürlich barrierefrei und mit Untertiteln) die Fangemeinde auf youtube und Facebook. Es geht um Vielfalt und um gelebte Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Alltag. Reinklicken lohnt sich auf jeden Fall unter http://www.blindfoundation.de/php/bandbeschreibung.php


Reisen mit allen Sinnen

Das Reiseunternehmen „tour de sens“ veranstaltet seit Herbst 2011 gemeinsame Touren für blinde, sehbehinderte und sehende Reisegäste.

http://tourdesens.de/index.php/home.html


Menschen mit geistiger Behinderung als Alltagsbegleiter in der Altenhilfe

Broschüre der Lebenshilfe unter

http://www.lebenshilfe-perspektivenwechsel.de/perspektiven/broschuere/index.php


ZdK-Präsident Glück: „Leben ist unverfügbar“

Beim Symposium „Leben aus Gottes Hand. Fortpflanzungsmedizin und Gendiagnostik als Herausforderung für die Kirchen“ des Zentralkomitees der deutschen Katholiken im November in Köln rief der ZdK-Präsident Alois Glück dazu auf, angesichts der Herausforderungen durch die moderne Medizin den Respekt vor der Unverfügbarkeit des Lebens zu bewahren und die ethischen Grenzen medizinischer Möglichkeiten zu respektieren:
http://www.zdk.de/veroeffentlichungen/reden-und-beitraege/detail/Symposium-Leben-aus-Gottes-Hand-im-Kolping-Stadthotel-am-Roemerturm-Koeln-312M/




 
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 Materialien

Arbeitshilfe „Beratung und Begleitung bei pränataler Diagnostik“

Download unter: http://www.dicv-rottenburg-stuttgart.caritas.de/83988.html


Unterrichtsmaterialien zu Leben mit Behinderungen und Pränataldiagnostik

Download unter: http://www.dicv-rottenburg-stuttgart.caritas.de/83988.html 




 
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 Termine

05.12.2013, Reutlingen: Fachtag „Behindertenhilfe und Sozialraum“

Der Fachtag der LWV Eingliederungshilfe GmbH beschäftigt sich mit der Frage, was passiert, wenn fachliches Handeln verstärkt das Gemeinwesen, die Kommunen und die Nachbarschaft einbezieht. Beispielhaft werden Initiativen und Strategien vorgestellt, die zeigen wie über das professionelle System hinaus zukunftsweisend Hilfen für Menschen mit Behinderung aufgebaut werden können. Solche Projekte haben das klassische Denken der Institutionen hinter sich gelassen und gehen in einer Verbindung von personenspezifischen Interessen, bürgerschaftlichen Initiativen und professionellen Helfern neue Wege. Sie knüpfen Netzwerke, schließen Bündnisse und handeln lokal. Es geht darum, Hilfe für Menschen mit Behinderung neu zu denken.

Mehr dazu unter: http://www.lwv-eh.de/aktuelles/fachtage.html


14.02.2014, Potsdam: Kongress: Inklusion – Schule – Gesellschaft

Der ökumenische Kongress diskutiert, welchen Beitrag Kirche und Diakonie mit ihren Schulen auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft leisten können. Er richtet sich an Mitarbeiter von Caritas und Diakonie und an kirchliche Schulen. Online-Anmeldung ab sofort unter:

http://www.dwi.uni-heidelberg.de/kongress2014/




 
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 ... das Beste zum Schluss

1. Landesinklusionspreis Baden-Württemberg

Sozialministerin Katrin Altpeter, Kultusminister Andreas Stoch und Landes-Behindertenbeauftragter Gerd Weimer schreiben erstmals in der Geschichte Baden-Württembergs einen Landesinklusionspreis aus. In vier Kategorien sollen Einzelpersonen, Organisationen, Einrichtungen, Träger, Schulen oder Vereine ausgezeichnet werden, die sich für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Baden-Württemberg einsetzen. Bewerbungen sind ab sofort bis Ende Februar 2014 möglich.

Mehr dazu finden Sie unter: http://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/1-landesinklusionspreis-ausgeschrieben/




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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