Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt - Ausgabe Nr. 05/2016

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Neues aus der Diözese
  3. Fachliche Informationen
  4. Termine
  5. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

behinderte Menschen sollen selbständiger leben, wohnen und arbeiten können. Das sieht das Bundesteilhabegesetz vor, das nach jahrelangen Vorbereitungen am 29. Juni vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Doch Behindertenorganisationen, Wohlfahrtsverbänden und Gewerkschaften gehen die Verbesserungen nicht weit genug. Sie warnen vor Leistungseinschränkungen und fordern Nachbesserungen. Im Gegensatz zur positiven Darstellung des Gesetzes durch die Regierung stieß bereits der Referentenentwurf auf massive Proteste behinderter Menschen und auf ungewöhnlich scharfe Kritik der Verbände, die eine Reihe von Verschlechterungen bemängelten.

Mehr dazu und mehr Aktuelles zum Thema Behinderung finden Sie in diesem Newsletter.

Herzlich,
Ihre
Birgit Baumgärtner 




 
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 Neues aus der Diözese

Erwachsenenbildung inklusiv
Inklusive Angebote für Herbst und Winter 2016 geplant

Zusammen mit dem Katholischen Bildungswerk Ellwangen gibt es im Projekt Vielfalt (er)leben in Ellwangen Planungen für inklusive Angebote in den Bereichen Spiritualität und Freizeit. Die Ausschreibungen erscheinen noch in diesem Monat.


Messdiener
Neues Fortbildungsmodul für Ministranten in Ellwangen

Auch die Ministranten der Seelsorgeeinheit (SE) Ellwangen setzen sich in den Sommermonaten in Themen- und Aktionsstunden mit dem Thema Inklusion auseinander. Für die Gruppenleiterschulung gibt es inzwischen ein eigenes Fortbildungsmodul. Der Gottesdienst zum Firmauftakt für die Seelsorgeeinheit am 11. September auf dem Schönenberg wird gemeinsam mit der Konrad-Biesalski-Schule inklusiv gestaltet. Der Caritas-Sonntag zur Caritas-Jahreskampagne zum Thema „Generationengerechtigkeit“ am 18. September wird mit dem Jugendkirche-Vorbereitungsteam, bestehend aus Jugendlichen mit und ohne Behinderungen, vorbereitet und inklusiv umgesetzt. 




Link zur Website

 
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 Fachliche Informationen

Bundesteilhabegesetz I
Behindertenhilfe-Verband berät auch Gremienreform

Die außerordentliche Mitgliederversammlung der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e. V. diskutierte am 7. Juni in Würzburg die aktuellen Beratungen zum Bundesteilhabegesetz. Die Forderungen und Anliegen der Mitglieder werden in künftige Stellungnahmen einfließen. Auch die innerverbandliche Gremienreform stand auf der Tagesordnung. Im Kern geht es dabei um die Flexibilisierung der Gremienarbeit. In den nächsten drei Jahren soll die Wirksamkeit der Reform ausgewertet werden. Der vorliegende Entwurf zur Gremienreform wurde fast einstimmig verabschiedet. Zu den Stellungnahmen: http://www.cbp.caritas.de/53606.asp


Bundesteilhabegesetz II
Medien berichten ausführlich über Protest der Betroffenen

Am 2. Juni einigten sich die Regierungsfraktionen in Berlin auf den Entwurf des neuen Bundesteilhabegesetzes. Die positive Darstellung dieses Entwurfs wird jedoch von Menschen mit Behinderungen und deren Verbänden nicht geteilt.
Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete über den massiven Protest der Betroffenen gegen den Entwurf: www.sueddeutsche.de/politik/bundesteilhabegesetz-warum-behinderte-gegen-das-teilhabegesetz-protestieren-1.3013978  
Auch der SWR zeigte in „Zur Sache Baden-Württemberg“ einen Beitrag über die Sorgen von Menschen mit Behinderungen: http://swrmediathek.de/player.htm?show=1e4fd3c0-28f7-11e6-a659-0026b975e0ea


Bundesteilhabegesetz III
Behindertenbeauftragte unterstützen Behindertenrat

Auch die Bundes- und Landesbehindertenbeauftragten debattierten bei ihrem Treffen am 7./8. Juni in Saarbrücken vor allem über das Bundesteilhabegesetz. Sie teilten die Kritik des Deutschen Behindertenrates am vorliegenden Entwurf.
Die „Saarbrücker Erklärung“ unter www.behindertenbeauftragte.de/SharedDocs/Downloads/DE/20160608_SaarbrueckerErklaerung.pdf?__blob=publicationFile&v=1


Gegen Ausgrenzung
Netzwerk der evangelischen Kirche mit Aktionsplan

Das Netzwerk Inklusion in der evangelischen Landeskirche Württemberg, das am 9. Juni zum ersten Mal tagte, fungiert als Beirat des Aktionsplans Inklusion leben. Dieser Aktionsplan soll Kirchengemeinden, diakonische Einrichtungen und Dienste bei eigenen Wegen zur Umsetzung einer umfassenden Inklusion unterstützen. Unterschiedliche Ursachen können dazu führen, dass Menschen ausgegrenzt sind: Arbeitslosigkeit, Armut, Krankheit, Behinderung, Flucht. Diese Ausgrenzungen sollen systematisch überwunden und inklusive Ansätze entwickelt und gefördert werden. Inklusion soll als Querschnittsthema in der Evangelischen Landeskirche verankert werden und darüber hinaus wirken.
www.diakonie-wuerttemberg.de/presse-und-aktuelles/pressemitteilungen/detailansicht/artikel/inklusion-ist-die-kunst-des-zusammenlebens-von-verschiedenen-menschen/


Tolles Beispiel
Bundeszentrale für politische Bildung vorbildlich barrierefrei

„Klar & Deutlich“ ist eine Zeitung in einfacher Sprache. Sie ist verständlich für alle – auch für Menschen, denen das Lesen schwerfällt. Die Juni-Ausgabe enthält vier Extra-Seiten von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) mit den Schwerpunktthemen „Präsidentenwahl in den USA“ und „Flucht und Asyl“ – natürlich in leichter Sprache.
Besonderes Lob verdient die barrierefreien Website der bpb. Oben rechts kann man drei Symbole anklicken; danach erscheint die Webseite in leichter Sprache bzw. in Gebärdensprache bzw. auf Englisch. Unbedingt nachahmenswert!
www.bpb.de/shop/lernen/weitere/228564/klardeutlich-leicht-lesbare-zeitung-juni-2016


Inklusionsbegleiter
Engagiert für ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung

Phil Hensel hat als einer der Ersten den Kurs zum Inklusionsbegleiter an der Akademie Himmelreich in Kirchzarten absolviert. Gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen setzt sich der 32-Jährige dafür ein, dass das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung besser läuft.
www.bwstiftung.de/magazin/inklusionsbegleiter/


Hilfe für Rolli-Fahrer
Informatiker entwickeln Navigations-App für drinnen und draußen

Die Hochschule Darmstadt (HDA) arbeitet zurzeit an der mit einer Sprachsteuerung ausgestatteten App „Wheel Scout“. „Wheel Scout“ soll Rollstuhlfahrern barrierefreie Wege anzeigen. Örtlich begrenzt – auf dem HDA-Campus und im italienischen Bozen – funktioniert das schon. Und das sowohl im Außenbereich als auch innerhalb von Gebäuden. Eine erste marktreife Version soll 2017 fertiggestellt sein.
http://wheelscout.org/  




 
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 Termine

22. Juli 2016, Stuttgart:
Fachtagung „Schwanger-scha(f)ft Fragen – Entscheidungskonflikte in der Pränataldiagnostik

Kein leichtes Thema für eine Tagung. Die Beratungsstellen zur Pränataldiagnostik laden von 14 Uhr bis 17.30 Uhr zu einem interprofessionellen Fachtag in den Stuttgarter Hospitalhof ein. Mehr dazu – u. a. Programm und Anmeldeformular – finden Sie unterhttp://www.pnd-beratung.de/aktuelles/termine/schwanger-schafft-fragen.html


27. bis 28. September 2016, Bonn:
Fachtagung: „Wir finden Wege… Gemeinsam inklusiven Unterricht in der katholischen Schule entwickeln“

Um die Bildungs- und Teilhabechancen aller Kinder und Jugendlichen zu stärken, möchte der Deutsche Caritasverband gemeinsam mit den katholischen Regel- und Förderschulen die entsprechenden Potenziale ausloten. Dazu dient der Diskurs über Chancen und Möglichkeiten einer inklusionsorientierten Schul- und Unterrichtsentwicklung.
Ausschreibung und Anmeldung: https://www.caritas.de/termine/wir-finden-wege---gemeinsam-inklusiven-unterricht-/829035/  




 
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 ... das Beste zum Schluss

Video von Aktion Mensch:
Viele tolle Ideen für ein besseres Miteinander gezeigt

Die Aktion Mensch setzt sich in ihrem Kampagnenvideo „Die neue Nähe“ für ein selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ein. Der Film zeigt, wie schnell sich Barrieren überwinden lassen. Wie? Unsere kleinen Protagonisten haben gedrückt, angefasst und getestet. Das Fazit: Ob digitale Hilfsmittel oder Prothese – jede neue Idee kann dazu beitragen, dass sich Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich begegnen. Und genau das möchte die Aktion Mensch unterstützen.
www.aktion-mensch.de/neuenaehe?et_cid=2&et_lid=1&et_sub=nl_2016-06-05  




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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