Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt - Ausgabe Nr. 02/2017

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Neues aus der Diözese
  3. Fachliche Informationen
  4. Termine
  5. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

sage und schreibe 75 Gäste und Beteiligte feierten am 15. März gemeinsam den Abschluss des Projekts „Vielfalt (er)leben – Ellwangen inklusiv“. Professor René Gründer von der Dualen Hochschule aus Heidenheim ließ dabei noch einmal Revue passieren, was im Projekt alles erreicht worden ist. Außerdem ganz toll: die gelungenen musikalischen und szenischen Beiträge, die Projektteilnehmer(innen) vorstellten.
Mehr dazu und Aktuelles zum Thema Behinderung finden Sie in diesem Newsletter.

Herzlich,
Ihre
Birgit Baumgärtner 




 
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 Neues aus der Diözese

Viele neue Impulse
Projekt „Vielfalt (er)leben – Ellwangen inklusiv“ feierte Abschluss

Am 15. März präsentierten die Macherinnen und Macher des Projekts „Vielfalt (er)leben – Ellwangen inklusiv“ – Menschen mit Behinderungen, Seelsorger, Pastoralteam, Kirchengemeinderat und Caritas-Ausschuss – bei einer großen Abschlussveranstaltung das, was sie auf die Beine gestellt haben.
Professor René Gründer von der Dualen Hochschule Heidenheim hatte während der Projektlaufzeit Ansätze für gelungene inklusive Angebote erforscht. Nach seinen Worten braucht Inklusion eine zuverlässige Vernetzung der Akteure und Einrichtungen der Behindertenarbeit. Inklusive Angebote müssten dauerhaft in Kirche, Bildung, Verwaltung und Kultur verankert sein. Nur gemeinsam ließe sich Inklusion nachhaltig verwirklichen.
Gründer plädierte auch für die „Tugend des Zuhören-Könnens“ und des „empathischen Fremdverstehens“, um Begegnung zu ermöglichen. Themen wie Tiere, Musik oder Sport könnten Menschen mit und ohne Behinderung verbinden.
Inklusion braucht aus Sicht des Wissenschaftlers Mobilität und Zugänglichkeit nicht nur Rollstuhlrampen oder den Anschluss im Nahverkehr, sondern auch das Teilnehmen-Können im weitesten Sinn. Dazu gehörten beispielsweise auch geeignete Sanitäranlagen, diätische Kost und Prävention bei Epilepsie-Risiken. Dies sei zwar zunächst mit Aufwand verbunden, doch fielen diese Anstrengungen auf Dauer kaum mehr ins Gewicht. Bei der Gestaltung von Gottesdiensten seien breitere Sinneserfahrungen und die verkürzte Aufmerksamkeitsspanne der Teilnehmenden zu bedenken. 




Link zur Website

 
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 Fachliche Informationen

Pränataldiagnostik I
kfd und SkF verurteilen Druck auf Schwangere

Seit 2012 geben Bluttests in Deutschland bei Schwangeren Aufschluss darüber, ob ihr ungeborenes Kind unter Trisomie leiden wird. Aus Sicht der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) verbessern diese Tests die medizinische Versorgung von Mutter und Kind nicht. Sie könnten nur zur Verunsicherung werdender Eltern führen. Die Verbände regten daher eine breite gesellschaftliche Diskussion darüber an. Werdende Eltern müssten unterstützt werden, sich gut zu überlegen, welche vorgeburtlichen Untersuchungen für sie richtig und sinnvoll sind – mit dem Ziel eines unverrückbaren gesellschaftlichen Konsenses, dass jedes Menschenleben dieselbe Würde hat.
http://www.skf-stuttgart.de/upload/PM_SkF_kfd_Praenataldiagnostik.pdf


Pränataldiagnostik II

Ungeachtet der Kritik beschloss der Gemeinsame Bundes-Ausschuss (G-BA), oberstes Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland, Mitte Februar, werdende Eltern über nicht-invasive pränatale Tests (NIPT) und über Methodenbewertungsverfahren zu informieren. Damit beauftragt wurde das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Bereits im August 2016 wurde ein Verfahren zur Einführung von NIPT auf die Trisomien 13, 18 und 21 in die reguläre Schwangerenversorgung in Auftrag gegeben. Dabei sollen die Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden.
Presse-Info des G-BA: www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/668/


neue caritas
Nützliche Infos – hier: Schwerpunkt „Inklusive Schule“

Schwerpunkt des Hefts Nr. 3 der „neuen caritas“ (13.2.2017) ist das Thema „Inklusive Schule“. Das Heft beleuchtet, ob ein inklusives Schulsystem wirklich gewollt ist und welche Rolle die Kirche dabei spielen könnte. Darüber hinaus wird aufgezeigt, welche pädagogischen und didaktischen Maßnahmen für inklusiven Unterricht geeignet sind. Die Bildungsstätte St. Wolfgang in Straubing macht vor, wie Regelschüler und Schüler mit Handicap gemeinsam unterrichtet werden.
Lernen Sie die neue caritas als nützliches Handwerkszeug für Ihren Alltag kennen! Ein Probeheft erhalten Sie unter www.caritas.de oder bei Annette Nogger (annette.nogger@caritas.de).


Musikschulen
Inklusive Angebote für mehr Integration

Jeder Mensch hat ein Recht auf musikalische Entwicklung und Förderung. Mit inklusiven Angeboten für Menschen mit und ohne Behinderung leisten die Musikschulen im Land einen Beitrag für eine inklusive Gesellschaft. Eine Arbeitsgruppe beim Musikschulverband begleitet die Aktivitäten und hilft, die „Musikschule für alle“ flächendeckend umzusetzen.
Mehr unter http://musikschulen-bw.de/index.php?id=60


Bundesteilhabegesetz
Werkstätten für behinderte Menschen können Frauenbeauftragte wählen

Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurde auch die Basis geschaffen, in WfbMs Frauenbeauftragte zu wählen. Die Frauenbeauftragten sollen die Interessen der behinderten Frauen in der Werkstatt vertreten und dazu beitragen, sie besser vor Belästigungen, Gewalt und Mobbing zu schützen.
Die Werkstatträte in Deutschland sowie die Bundesvereinigung Lebenshilfe haben dazu gemeinsam ein Poster in Leichter Sprache mit den neuen Regelungen der Werkstätten-Mitwirkungs-Verordnung erstellt: www.lebenshilfe.de/de/leichte-sprache/bilder/Plakat-Neue-Regelungen-fuer-den-Werkstatt-Rat-002.pdf


Armutsbericht
Paritätischer: Menschen mit Behinderungen besonders von Armut betroffen

Menschen mit Behinderungen haben ein hohes Risiko, von Armut betroffen zu sein. Dies geht aus dem Armutsbericht 2017 des Paritätischen hervor. Der Verband forderte die Landesregierung auf, diese in die Armutsstatistik des Landes aufzunehmen.
Mehr http://paritaet-bw.de/presse/pressemitteilungen/details/artikel/paritaetischer-wohlfahrtsverband-stellt-armutsbericht-2017-vor-armut-im-land-steigt-auf-118-prozen.html  
Bericht SWR: https://swrmediathek.de/player.htm?show=65f42f52-ff7f-11e6-9102-005056a12b4c


Gesetzliche Betreuer
Aufwandspauschale von 399 Euro bis 31. März beantragen

Ehrenamtliche gesetzliche Betreuer können für ihren Aufwand jährlich eine Aufwandspauschale von 399 Euro abrechnen. Sofern der Betreute kein eigenes Vermögen hat, wird die Aufwandspauschale vom Land ausbezahlt. Da es sich um eine Jahrespauschale handelt, kann diese immer nach einem Jahr der gesetzlichen Betreuung formlos beantragt werden. Aber Achtung: Der Anspruch muss bis Ende März geltend gemacht werden.
Deshalb unser Tipp: Beantragen Sie – auch als gesetzlicher Betreuer innerhalb der Familie – diese Aufwandspauschale rechtzeitig!
Zusammenfassung unter: www.bundesanzeiger-verlag.de/betreuung/wiki/Aufwandspauschale


Aktion Mensch
Förderprogramm Inklusion wird verlängert

Die Aktion Mensch verlängert ihr Förderprogramm Inklusion, mit dem die Soziallotterie Projekte und Initiativen unterstützt, die unterschiedliche Akteure aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens vernetzen.
www.aktion-mensch.de/projekte-engagieren-und-foerdern/foerderung/foerderprogramme/inklusion.html


Lesestoff für Kinder
VielSeitig. Lesenswerte Kinder- und Jugendbücher

Kinder und Jugendliche sollen lesen, wozu sie Lust haben. Aber man sollte ihnen ein möglichst vielseitiges Angebot zur Auswahl machen. Eine multi¬≠perspektivische Lektüre stärkt sie in ihrem Selbstbewusstsein und in ihrer Individualität.
www.jmberlin.de/vielseitig


TV-Tipp
BR-Mediathek: „Jung, motiviert, schwer vermittelbar!“

Kürzlich lief eine spannende Dokumentation mit dem Titel „Menschen mit Handicap: jung, motiviert, schwer vermittelbar!“ im Bayrischen Fernsehen. Im Mittelpunkt stand u. a. die Frage, weshalb sich so viele Betriebe scheuen, Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung einzustellen.
Mehr zur Sendung: www.br.de/nachrichten/handicap-inklusion-arbeitsmarkt-128.html
Die ganze Sendung: www.br.de/br-fernsehen/programmkalender/ausstrahlung-980422.html  




 
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 Termine

11. Mai 2017, Berlin
Fachtagung der Fachverbände: „Das Bundesteilhabegesetz – Chancen und Risiken“

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) tritt seit Januar nach und nach in Kraft. Die fünf Fachverbände für Menschen mit Behinderung geben ihren Mitgliedern die Möglichkeit, sich über das neue Gesetz, seine Wirkungen und Herausforderungen zu informieren und diese zu diskutieren. Die gemeinsame Tagung richtet sich an Leitungs- und Führungskräfte, Menschen mit Behinderung und Angehörige aus dem Bereich der Fachverbände für Menschen mit Behinderung.
Ausschreibung und Programm: www.cbp.caritas.de/55625.asp?detailID=31329&detailSubID=34130&page=1&area=efvkelg 




 
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 ... das Beste zum Schluss

Premiere
Erstes kostenloses barrierefreies Nachrichtenportal

Es ist das erste inklusive, unabhängige und kostenlose Online-Nachrichtenportal in Leichter Sprache. Bei www.einfach-heidelberg.de/ ermöglichen seit 2016 rund 25 Menschen mit und ohne Behinderungen allen Menschen die politische und gesellschaftliche Teilhabe. Es gibt viele Hilfefunktionen: Man kann zum Beispiel die Schrift vergrößern oder sich den Text vorlesen lassen, schwere Wörter werden erklärt. „Es ist manchmal schwer, in Leichter Sprache zu schreiben. Wir mussten das auch erst üben“, sagt Moritz Damm, erster Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins. Die Resonanz auf die Seite ist sehr groß – im Schnitt besuchen im Monat rund 5000 Nutzer das Onlineangebot.


Blog zum Nachdenken
„Kirstenmalzwei“ beschreibt mehr oder wenige inklusive Begebenheiten

Neue Autos müssen den „Elchtest“ bestehen – und wie ist das bei Inklusion? Inklusion im Alltag zu erreichen, ist mitunter zäh, anstrengend – und immer wieder verblüffend anders. Kirsten Ehrhardt und Kirsten Jakob sind Mütter behinderter Kinder und engagieren sich in Elterninitiativen für Inklusion in Baden-Württemberg. In ihrem gemeinsamen Blog „Kirstenmalzwei“ schreiben die beiden Frauen jeden Montag eine Geschichte aus dem Alltag – und geben damit Impulse zum Nachdenken, Nachmachen oder auch anders machen.
Lesen Sie selbst: https://kirstenmalzwei.blogspot.de/  




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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