Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt Ausgabe Nr. 1/2015

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Fachliche Informationen
  3. Materialien
  4. Termine
  5. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach den Feiertagen und einem hoffentlich guten Start ins Jahr 2015 wünschen wir Ihnen im noch jungen Jahr einen guten Anfang. Mögen wir gemeinsam die Kraft haben, das, was wir im alten Jahr auf den Weg gebracht haben, mit Elan und Tatkraft weiter zu bringen, und das, was an neuen Herausforderungen auf uns wartet, mit Zuversicht auf einen guten Weg zu bringen.
Herzlich,
Ihre
Birgit Baumgärtner & Katrin Becker



 
2
 
 Fachliche Informationen

Einer lebt, einer stirbt – wie Eltern sich bei Down-Syndrom entscheiden

Die Pränataldiagnostik kann für werdende Eltern Chance oder Belastung sein. Sie müssen abwägen, wie viel Verantwortung sie sich zutrauen. Viele fühlen sich überfordert. Wie viele Schwangere sich in dieser Situation gegen ihr Kind entscheiden, ist statistisch nicht zuverläs-sig erfasst. Zwar gibt es Zahlen zu Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland, aber Gründe werden nicht erhoben. Ebenso wenig ist bekannt, wie viele Menschen mit Down-Syndrom hier-zulande leben.
Zwei Jungen mit Down-Syndrom: Benjamin lebt, Luca ist tot. Entschieden haben das ihre El-tern. In einem Beitrag für „Die Zeit“ nehmen zwei Mütter Stellung.
http://www.zeit.de/feature/down-syndrom-praenataldiagnostik-bluttest-entscheidung


Wer darf leben? – Debattieren Sie mit!

Schwanger werden, Baby-Gene testen, im Zweifel abtreiben – so könnte es künftig laufen, bis Frauen ein gesundes Wunschkind austragen. Wollen wir das? Debattieren Sie mit.
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2015-01/behinderung-praenataldiagnostik-schwangerschaft-debatte


Bluttest bald Kassenleistung?

Seit 2012 ist der so genannte „Praena-Test“ auf dem Markt – bereits bei der Einführung kriti-siert von der Caritas, zahlreichen Behindertenverbänden und Behinderten-Beauftragten. Die Caritas befürchtet, dass dieser Test vor allem der Auswahl dient – und damit dem „Recht auf Leben“ widerspricht. Der frühere Bundesbehindertenbeauftragte und heutige Bundestagsab-geordnete Hubert Hüppe übte nun erneut Kritik. Laut Presseberichten soll eine Studie den Er-folg der Methode im Vergleich zur Fruchtwasseruntersuchung klären. Eventuell wird der Test sogar Kassenleistung.
http://www.die-tagespost.de/politik/Bluttest-auf-Down-Syndrom-als-Kassenleistung;art315,157877


Mehr Menschen mit Behinderungen im Land

Die Zahl der Menschen mit Schwerbehinderung steigt deutlich. Am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung (3. Dezember) gab das Statistische Landesamt bekannt, dass zum 31. Dezember 2013 in Baden-Württemberg 981.538 schwerbehinderte Menschen lebten (fast 11% der Gesamtbevölkerung), davon 26,9 % mit sehr schweren Beeinträchtigungen (also 100 GdB). Einzelheiten unter
http://www.statistik-bw.de/Pressemitt/2014399.asp?GesundhSozRecht


Kreise müssen Behindertenbeauftragte einsetzen

Der Landtag verabschiedete am 17. Dezember das von Sozialministerin Katrin Altpeter einge-brachte Landesbehindertengleichstellungsgesetz, das zum 1. Januar 2015 in Kraft trat. Damit werden erstmals alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg gesetzlich verpflichtet, haupt- oder ehrenamtliche Behindertenbeauftragte zu bestellen.
Was sich dadurch noch ändert finden Sie hier:
http://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/landtag-verabschiedet-gesetz-zur-gleichstellung-von-menschen-mit-behinderungen/


Behindertenbeauftragter mit neuem Outfit online

Der Internetauftritt des Sozialministeriums und des Landesbehindertenbeauftragten wurde komplett erneuert. Schauen Sie es sich doch einmal an:
http://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/landes-behindertenbeauftragter/


Menschen mit Behinderung wollen ihr Wahlrecht einklagen

Acht Menschen mit Behinderung reichten Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht ein, weil sie bei der Bundestagswahl 2013 nicht wählen durften. Zuvor war ihr Einspruch gegen die Wahl vom Bundestag abgelehnt worden. Die Beschwerdeführer wollen, dass die Verfassungs-hüter die geltenden Wahlrechtsausschlüsse für nichtig erklären und werden dabei von der Bundesvereinigung Lebenshilfe und der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP) unter-stützt.
http://www.cbp.caritas.de/53605.asp?id=44261&page=1&area=efvkelg


Medizin verständlich erklärt

Ärztliche Diagnosen sind oft unverständlich. Der neue „Befunddolmetscher“ der „Aktion Mensch“ hilft, die Sprache der Ärzte für Laien zu übersetzen.
http://www.familienratgeber.de/div/aktuell/meldung.php?et_cid=10&et_lid=19&et_sub=nl_2015-01-04&nid=438  




 
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 Materialien

Buchtipp:
Jürgen Greß: Recht und Förderung für mein behindertes Kind

Der Rechtsberater informiert über die Rechte von Eltern behinderter Kinder und behandelt Fragen zu ausgewählten Lebenssituationen mit einem behinderten Kind wie Geburt, Schulbe-such oder Auszug aus dem Elternhaus. Er informiert über die Voraussetzungen für Sozialleis-tungen (wie Sozialhilfe oder Kindergeld) ebenso wie über die gesetzliche Betreuung oder das Erbrecht, das behinderte Kinder über den Tod der Eltern hinaus absichert.
Bestellung (16,90 Euro) unter:
http://www.dtv.de/buecher/recht_und_foerderung_fuer_mein_behindertes_kind_50745.html


Kinderrechtskonvention auf Riesen-Plakat

Am 20. November wurde die UN-Kinderrechtskonvention, die in über 190 Ländern gilt und Rechte, Freiheiten und Schutzbestimmungen enthält, 25 Jahre alt. Artikel 23 beschreibt das Recht geistig oder körperlich behinderter Kinder, ein erfülltes und menschenwürdiges Leben zu führen, das seine Selbstständigkeit fördert und seine Teilnahme am öffentlichen Leben erleichtert. Aufwändig und liebevoll illustriert lädt ein riesiges Plakat im Format DIN A0 Kinder und Erwachsene zum spielerischen Erkunden ein.
Kostenlose Bestellung unter: http://www.bpb.de/shop/lernen/falter/194570/kinderrechte  
  




 
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 Termine

Düsseldorf, 5. bis 7. Februar:
Kongress sucht nach neuen Chancen für alle Kinder

Die Internationale Fördergemeinschaft bringt bei der Messe RehaKind Experten aus Medizin, Therapie und Reha-Technik mit Familien, Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung oder chronischen Krankheit zusammen. Von diesem Austausch erhoffen sich die Veranstalter neue Chancen für ein möglichst selbstständiges Leben aller Kinder.www.rehaKIND.com


Stuttgart-Zuffenhausen, 21. bis 23. März 2015:
Was Sie als Inklusionsassistenz alles tun können

Lassen Sie sich zum Inklusionsassistenten in Freizeitgruppen fortbilden. In dieser Eigenschaft begleiten Sie Kinder und Jugendliche mit Assistenzbedarf, unterstützen und beraten das Team bei der Planung und Gestaltung von Freizeiten, Waldheimangeboten und Kindergruppen. Sie tragen dazu bei, dass ein unbehindertes Miteinander möglich wird. Info und Anmeldung unter:
http://www.wir-sind-mittendrin.de/IA%20Ausschreibung%202015.pdf


Bremen, 17. bis 19. April:
„Alles selbst bestimmt? Funktionieren. Kontrollieren. Optimieren“

Die Jubiläumstagung 2015 rückt das „Spezialthema Pränataldiagnostik“ in den Mittelpunkt und verbindet es mit gesundheits-, sozial- und frauenpolitischen Entwicklungen und Diskussionen.Flyer zur Veranstaltung.  




 
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 ... das Beste zum Schluss

15-jähriger Autist schreibt Buch mit Hilfe der Mutter

Raphael ist schwerbehindert, hochbegabt und hat ein Buch geschrieben. Sein Schicksal war eigentlich schon vor seiner Geburt besiegelt. Wegen eines vorgeburtlichen Schlaganfalls ist er Autist, Epileptiker und sitzt im Rollstuhl. Er kann weder sprechen noch gestikulieren. Hoffnung, dass der heute 15-Jährige jemals mit anderen Menschen kommunizieren würde, gab es kaum. Lange wusste niemand, dass er bereits im Vorschulalter lesen und rechnen konnte. Das achte Lebensjahr ist eine Zäsur in Raphaels Leben: Seit seine Mutter ihm beim Schreiben am Tablet hilft, kann er sich mitteilen. Und ein Buch über seine bewegende Geschichte schreiben.
Raphael Müller: Ich fliege mit zerrissenen Flügeln, Fontis Verlag, Bael 2014, 10,99 Euro
http://www.fontis-verlag.com/artikel/biografie/ich-fliege-mit-zerrissenen-fluegeln/  




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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