Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt - Ausgabe Nr. 03/2016

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Neues aus der Diözese
  3. Fachliche Informationen
  4. Termine
  5. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

pure Lebens- und Urlaubsvorfreude inklusiv kommen auf bei der Nachricht, dass es hoch im Norden, an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste, nun ein großes – komplett barrierefreies (!) – Ferienhaus für Familien und Gruppen mit bis zu zwölf Personen gibt.
Dies und mehr zum Thema Behinderung finden Sie in diesem Newsletter.
Ich wünsche Ihnen eine interessante und anregende Lektüre!

Herzliche Frühlingsgrüße,
Ihre
Birgit Baumgärtner



 
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 Neues aus der Diözese

Wallfahren mal anders
Sternenwallfahrt der Erstkommunionkinder

Am Samstag, 12. März, war die erste inklusive Sternwallfahrt der Erstkommunionkinder in Ellwangen. http://www.dekanat-ellwangen.de/index.php?id=4877&tx_ttnews%5Btt_news%5D=35546&tx_ttnews%5BbackPid%5D=4871&cHash=fee70e310e


Jugendliche pro Inklusion
Aktionstag zum Thema Barrierefreiheit – Jugendliche legen nach

In Ellwangen will das Gremium „Runder Tisch zum 5. Mai“ mit einer gemeinsamen Auftaktaktion mit Materialien von „Aktion Mensch“ die Bevölkerung auf die Barrierefreiheit in Ellwangen ansprechen. Die Aktion wollen Jugendliche aus den kirchlichen Gruppen an verschiedenen Orten weiterführen. Sie wollen das Thema „Inklusion“ mit Jugendlichen erarbeiten und dann mit der Öffentlichkeit darüber ins Gespräch kommen. 




Link zur Website

 
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 Fachliche Informationen

Handreichung veröffentlicht
Wissenschaftler und Caritas machen auf Risiken der PID aufmerksam

Das Institut Mensch Ethik, Wissenschaft (IMEW) hat mit Unterstützung der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP) eine Handreichung zur Präimplantationsdiagnostik (PID) in Deutschland vorgelegt. Seit Dezember 2011 ist das PID-Gesetz in Kraft. Danach ist die PID weiterhin verboten; straffreie Ausnahmen betreffen jedoch die Untersuchung pluripotenter Zellen bei hohem Risiko einer schwerwiegenden Erbkrankheit und zur Feststellung einer schwerwiegenden Schädigung des Embryos, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Tod oder zu einer Fehlgeburt führt.
http://www.imew.de/fileadmin/Dokumente/dokumente_2016/HandreichungZurPID_20160301.pdf

Viele Fragen bleiben offen
Bundesregierung legt Bericht zu ein Jahr Präimplantationsdiagnostik vor

Die Bundesregierung hat pflichtgemäß zum Jahresende 2015 ihren ersten Jahresbericht zu PID vorgelegt. Der Bericht soll dem Gesetzgeber eine verlässliche Grundlage für eine Überprüfung der PID-Praxis geben und eine verlässliche Einschätzung der Konsequenzen ihrer Zulassung. Dazu sollen die Daten dargestellt und wissenschaftlich ausgewertet werden.
Als Leser hätte man sich mehr Information über diese so genannte Aufbauphase gewünscht, beispielsweise zu Fragen wie: Wie unterscheiden sich die Länderregelungen? Wie wird die Frage des Datenschutzes und der Transparenz der Kommissionsarbeit geregelt? Welche Stolpersteine gab es beim Aufbau der Kommissionen? Was geschah medizintechnisch in der Wartezeit auf die Umsetzung der PID-Verordnung?
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/070/1807020.pdf

Wichtige Infos online
Neues Dossier: Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien

Das neue Internet-Portal „Moses-Online“ gibt Auskunft zum Thema „Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien“. Es beleuchtet Pflegeverhältnisse für Kinder mit Behinderung, die freiwillige Sorgerechtsübertragung auf Pflegeeltern, Testamente für Pflegekinder sowie die Vormundschaft für ein Pflegekind mit Behinderungen. Auch wird die Vertretung eines Kindes mit Behinderungen durch einen Vormund beispielhaft dargestellt. Außerdem stellt das Dossier Verbände, Vereine, Betroffenenhilfe für (Pflege-)Eltern mit Kindern mit Behinderungen vor.
http://www.moses-online.de/artikel/kinder-behinderungen-pflegefamilien

Streit beigelegt
Land übernimmt Kosten für inklusionsbedingte Umbauten der Schulen

Eine neue Verwaltungsvorschrift regelt in Baden-Württemberg, unter welchen Voraussetzungen das Land notwendige inklusionsbedingte Umbauten der Schulen finanziert. Um diesen Punkt wurde lange gerungen, denn die Kommunen sind als Schulträger für die Schulhäuser und das Land für die Lehrer zuständig. Die Verordnung gilt rückwirkend zum 1. August 2015.
http://www.km-bw.de/,Lde/Startseite/Service/23_02_2016+Inklusion+schulische+Umbauten

13 Anregungen für neue Regierung
Landesbehindertenbeauftragter macht Vorschläge zur Umsetzung von Inklusion

Zurzeit verhandeln Vertreter der GRÜNEN und der CDU in Baden-Württemberg einen Koalitionsvertrag für die kommenden fünf Jahre. Der scheidende Landesbehindertenbeauftragte Gerd Weimer formulierte 13 Anregungen an die Verhandlungsführer zur Umsetzung von Inklusion. Die Liste wird angeführt von der Forderung nach mehr barrierefreiem und bezahlbarem Wohnraum.
http://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-sm/intern/downloads/Anhang_PM/Koalitionsvertrag_und_Inklusion.pdf

Wie geht Freizeit gemeinsam?
Ehrenamtliche sollen Inklusion im Freizeitenbereich ermöglichen

Am 19. und 20. März wurden zwölf Menschen durch die Fortbildung „Inklusionsassistenz im Freizeitenbereich“ im Katholischen Jugendreferat befähigt, die Gemeinsamkeit von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Assistenzbedarf bei Freizeitangeboten zu ermöglichen. Sie bekamen unter anderem Einblicke in Freizeitbedürfnisse von Kindern mit Behinderung und Gruppendynamik, Infos zum rechtlichen Rahmen und gesellschaftlichen Prozessen in Hinblick auf Inklusion; sie lernten Spiele so zu gestalten, dass jeder mitmachen kann und probierten den Umgang mit Rollstühlen praktisch aus. Nach dem Theorie-Wochenende folgt nun die zweite Phase: Alle Teilnehmer setzen ein inklusives Projekt um und berichten dann am Abschlusstag im November. Die Fortbildung wird gemeinsam von der Evangelischen Jugend Stuttgart, dem BDKJ und der Seelsorge für Familien mit behinderten Kindern durchgeführt.
Kontakt:
Gabriele Mihy
Tel: 0711/ 872105
Fax: 0711/872284
E-Mail: gabriele.mihy@ejus-online.de  


Möglich ist vieles
Arbeitshilfe ermutigt Jugendliche zu unbehindertem Blick

Die Arbeitshilfe „All Inclusive“ der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend Deutschland enthält Anregungen, Informationen, persönliche Standpunkte und Ideen für die Praxis der Jugendarbeit. Sie zeigen, dass es sich lohnt, sich auf das Miteinander einzulassen und die unbehinderte Begegnung zu wagen. Kein neuer Druck und Stress soll entstehen, keine Gemeindehäuser sollen umgebaut werden. Vieles ist möglich, wenn man eine spannende Idee hat und sich auf den Prozess einlässt.
http://www.forum-inklusiv.de/arbeitshilfe.html

Genießen Sie die Ostsee!
Großes Ferienhaus komplett barrierefrei eingerichtet

Hoch im Norden, an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste, gibt es nun ein großes Ferienhaus für Familien und Gruppen mit bis zu zwölf Personen – komplett barrierefrei! Breite Türen, Pflegebett, Duschstuhl, Patientenlifter und vieles mehr ist vorhanden. Die Idee zu dem Feriendomizil war entstanden, als eine Freundin des Hauses einen Schlaganfall erlitt und anschließend auf Hilfe angewiesen war.
http://www.ferien-auf-charlottenhof.de/barrierefreie-ferien-auf-dem-charlottenhof/

… und noch mehr Reisen!
Reiseportal für barrierefreies Reisen

Hier finden Sie Informationen zu Rollstuhlurlaub, Pflegehotels, Betreutes Reisen etc.
http://www.runa-reisen.de/

Vielfältige Fotodatenbank

Gesellschaftsbilder.de ist eine Fotodatenbank für Redaktionen, Medienmacher und Blogger und alle Interessierte, die für ihre Arbeit Bilder fernab von Klischees suchen. Die Fotodatenbank ist ein Angebot, um die Vielfalt der Gesellschaft abzubilden. Die Bilder sind für die redaktionelle Arbeit kostenfrei. Für weitere Verwendungszwecke werden Kontakte zu den Fotografen oder Organisationen vermittelt.
http://gesellschaftsbilder.de/  



 
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 Termine

Berlin, 7. - 8. Juni 2016, Fachtagung:
Aktuelle Entwicklungen der Pränataldiagnostik und Inklusion:

Zusammenhänge und Widersprüche
Eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Bundesvereinigung Lebenshilfe, insieme, Lebenshilfe Österreich und dem Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft
Die Pränataldiagnostik (PND) ist nach wie vor das größte Anwendungsfeld genetischer Diagnostik und gehört inzwischen zur Normalität der Schwangerschaft. Mit der PND ist erstmals ein Screening für alle Schwangeren möglich, das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die untersuchten genetischen Auffälligkeiten entdeckt. Dies wirft Fragen der ethischen Legitimation auf. Bisher sind die Debatten um die PND und die Inklusion von Menschen mit Behinderungen eher getrennt voneinander verlaufen. Mit dieser Tagung soll einerseits der aktuelle Stand der PND dargestellt werden, andererseits die dazu parallel laufenden gesellschaftlichen Entwicklungen einer stärkeren Einbindung von Menschen mit Behinderung.
Programm und Anmeldung: http://www.imew.de/fileadmin/Dokumente/Volltexte/Tagungen_2015/Ethiktagung.pdf

Bremen, 17.-19. Juni 2016, Fachtagung:
Nur Mut! Unbequeme Standpunkte zur Pränataldiagnostik

Bei der Jahrestagung 2016 des Netzwerks gegen Selektion durch Pränataldiagnostik wird ein Schwerpunkt die Information und Diskussion über die pro life-Bewegung
und die unterschiedlichen Diskussionsstränge innerhalb der pro
choice-Bewegung sein. Hier finden Sie den Einladungsflyer und weitere Informationen: http://www.netzwerk-praenataldiagnostik.de/fileadmin/praenatal-diagnostik/pdf/Einladungsflyer_Netzwerktagung_2016.pdf

Fulda, 27.-29. September 2016, Fachtagung:
Soziale Teilhabe jetzt?!

Nach der UN-Behindertenrechtskonvention haben Menschen mit Behinderungen das Recht zu leben wo, wie und mit wem sie wollen. Auf der Fachtagung „Soziale Teilhabe jetzt!? Chancen und Herausforderungen für die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie“ (CBP) will der Verband den hohen Anspruch von Artikel 19 konkretisieren und Wege aufzeigen, wie mehr soziale Teilhabe gelingen kann. Politik, Leistungsträger und Forschung sind gefragt, Stellung zu beziehen zu einem Thema, das die ganze Gesellschaft angeht. Die Fachtagung richtet sich an Trägerverantwortliche, Leitungen sowie Fachkräfte in Wohneinrichtungen und Diensten der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e. V.
http://www.cbp.caritas.de/55625.asp?detailID=29692&detailSubID=32432&page=1&area=efvkelg  




 
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 ... das Beste zum Schluss

Ein Kurzfilm räumt alle Preise ab. Schauen Sie selbst!

https://www.youtube.com/watch?v=WjqiU5FgsYc


TV-Tipp 1:
„Nur eine Handvoll Leben“

Annette, Anfang 40, Lehrerin, und Thomas, Arzt, mit zwei Töchtern aus erster Ehe, erwarten ihr erstes gemeinsames Kind. In der 21. Schwangerschaftswoche erhalten sie die Diagnose „Trisomie 18“. Eine hochemotionale Zerreißprobe zwischen dem Paar selbst und mit seinen Töchtern beginnt.
Der Film beobachtet sehr genau. Er spiegelt die emotionale Ausnahmesituation des Paares wider, das Hin und Her zwischen Ja und Nein zum Wunschkind, die unterschiedlichen Gefühlslagen bis zur spontanen Entscheidung von Annette, das Kind doch auf die Welt zu bringen. Der Film ist in der Mediathek bis zum 23. Juni verfügbar: http://www.daserste.de/unterhaltung/film/filmmittwoch-im-ersten/videos/nur-eine-handvoll-leben-108.html


TV-Tipp 2:
„Selbstbestimmt! Eine Welt ohne Behinderung“

Durch das Voranschreiten der Feindiagnostik, hochauflösende Ultraschall-Screenings und erweiterte Bluttests ist in den letzten 20 Jahren die Zahl von Kindern mit Down-Syndrom um die Hälfte gesunken. An drei Beispielen zeigt „Eine Welt ohne Behinderung“, wie sich dadurch Gesellschaft und Menschen verändern. Oder auch nicht. Denn für manche ist ein Kind mit Trisomie 21 das größte Glück auf Erden. Mehr dazu unter http://www.mdr.de/tv/programm/sendung648598_date-2016-04-10_ipgctx-true_zc-42bfc00c.html


DVD-Tipp:
„Kleine graue Wolke“

Der Dokumentarfilm der jungen Filmemacherin Sabine Marina ist ein mutiges Selbstporträt über ihr Leben mit der Krankheit Multiple Sklerose. Der Film wurde mit dem „Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe“ ausgezeichnet.
Filminfos und Trailer:
http://wfilm.de/kleine-graue-wolke/?utm_source=W-film+Newsletter&utm_campaign=4b9879238a-Kleine_graue_Wolke_DVD-Start_22_Januar_2016&utm_medium=email&utm_term=0_95c28d6891-4b9879238a-&ct=t%28Kleine_graue_Wolke_DVD-Start_22_Januar_2016%29&mc_cid=4b9879238a&mc_eid=%5bUNIQID%5d  
DVD-Bestellung über: bestellung@wfilm.de  




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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