Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt - Ausgabe Nr. 10/2016

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Neues aus der Diözese
  3. Fachliche Informationen
  4. Materialien
  5. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

bereits in der vergangenen Woche erhielt Papst Franziskus einen goldenen Bambi für seine gelebte Nächstenliebe. Die Laudatio hielt in Berlin Altbundespräsident Horst Köhler. „Der Papst zeigt uns seine Nächstenliebe mit so viel Leichtigkeit und völlig ohne Angst, dass es fast schon eine Provokation ist“, so Köhler. Die Laudatio klingt wie eine hoffnungsvolle Weihnachtsbotschaft für mich, die ich Ihnen nicht vorenthalten will. In ihr betont Köhler, wie uns Papst Franziskus den Spiegel vorhält und zeigt, was Menschsein bedeuten kann. Und er spricht von der unantastbaren Würde, die jedem Menschen zusteht.
http://www.horstkoehler.de/reden-texte/laudatio-auf-papst-franziskus/  

Ich wünsche Ihnen frohe und besinnliche Weihnachtstage und freue mich schon heute auf die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit und den gemeinsamen Austausch auf dem Weg zu einer vielfältigen Gemeinschaft. Lassen wir uns von Papst Franziskus provozieren, einen Weg zu einer gerechten Welt zu finden.

Herzlich,
Ihre
Birgit Baumgärtner 




 
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 Neues aus der Diözese

Minis machen Inklusions-Check
Mini-Treff von St. Wolfgang Ellwangen testen ihre Stadt

Der Einstig ins Thema erfolgte über Karikaturen der Caritas-Kampagne von 2011 „Kein Mensch ist perfekt“. In drei Gruppen (gehbehindert, sehbehindert und hörbehindert) tourten die Kinder und ihre Begleiter anschließend durch Ellwangen. Jede Gruppe hatte ein anderes Ziel, doch alle mussten eine Kirche und ein Ladengeschäft passieren. Die Kinder mussten dabei Fragen und Aufgaben lösen und vom Zielort ein Paket für die Gruppenstunde mitbringen. Sie prüften die Gebäude auf ihre Barrierefreiheit und schrieben dann in der Gruppenstunde ihre Erfahrungen auf Flipcharts. Diese wurden danach im gemeinsamen Gottesdienst am 11. Dezember gezeigt. Dabei verdeutlichten die Ministranten die Barrieren, auf die Menschen mit Behinderungen im Alltag treffen. In den Fürbitten, in der Predigt und in einem meditativen Text nach der Kommunion schilderten die Ministranten ihre Eindrücke und formulierten Bitten und Erwartungen zur Inklusion.
http://www.dicv-rottenburg-stuttgart.caritas.de/89835.html  




Link zur Website

 
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 Fachliche Informationen

Bundesteilhabegesetz 1
"Noch viele Baustellen“ – Umsetzung soll modellhaft getestet werden

Am 1. Dezember beschloss der Bundestag mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD das heftig kritisierte Bundesteilhabegesetz (BTHG). Die GRÜNEN enthielten sich, DIE LINKE lehnte das BTHG ab. Buchstäblich bis zur letzten Minute wurde noch an Veränderungen und Verbesserungen gebastelt. Vor der Komplett-Umsetzung des BTHG wird modellhaft – und wissenschaftlich begleitet – geprüft, wie sich die Regelungen tatsächlich im Alltag auswirken.
Bundestagsdebatte und Unterlagen unter https://www.bundestag.de/#url=L2Rva3VtZW50ZS90ZXh0YXJjaGl2LzIwMTYva3c0OC1kZS1idW5kZXN0ZWlsaGFiZWdlc2V0ei80ODE4MTI=&mod=mod445720

Für Verena Bentele, Behindertenbeauftragte des Bundes, gibt es noch immer etliche Baustellen im Gesetz. Ihre Pressemitteilung unter http://www.behindertenbeauftragte.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/PM25_2_3_Lesung_BTHG.html  

Die Bundesländer müssen nun im Bundesrat dem Gesetz zustimmen, damit es in Kraft treten kann. Am 16. Dezember 2016 wird dort entschieden. Es bleibt spannend. Ich informiere Sie darüber im ersten Newsletter 2017.


Bundesteilhabegesetz 2
Bündnis: Gesetzentwurf gefährdet Qualität der Behindertenhilfe

Das Bündnis „Tariftreue und Tarifstandards in der Sozialwirtschaft", dem Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz und die Gewerkschaft ver.di in Baden-Württemberg angehören, forderte Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf, im Gesetzgebungsverfahren für das Bundesteilhabegesetz erhebliche Verschlechterungen für die Behindertenhilfe zu verhindern. Die Bündnispartner befürchten eine Gefährdung der Qualität der Behindertenhilfe.
http://www.dicv-rottenburg-stuttgart.caritas.de/3971.asp?id=47198&page=1&area=dicvrot


Sag deine Meinung!
Online-Befragung Studierender mit Beeinträchtigung soll Klarheit bringen

Am 21. November startete die zweite bundesweite Online-Studierenden-Befragung „beeinträchtigt studieren“ (best2) des Deutschen Studentenwerks und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten an mehr als 150 Hochschulen können nun zehn Wochen lang ihre Einschätzung über Herausforderungen, Unterstützungsangebote, Wirkung des Nachteilsausgleichs und die Rolle von Lehrenden und Kommilitonen abgeben.
An der ersten Befragung im Sommer 2011 hatten sich rund 15.000 Studierende beteiligt. Beide Umfragen werden vom Bundesbildungsministerium gefördert.
http://best-umfrage.de/


Innovativ sein – aber gemeinsam
Land fördert inklusive Wohn- und Beschäftigungsangebote

Das Land Baden-Württemberg stellt für innovative und Inklusive Wohn- und Beschäftigungsprojekte eine erhöhte Förderung von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten bereit. Für innovative inklusive Projekte gilt: „Nicht ohne uns über uns.“ Menschen mit Behinderung werden von Anfang an beteiligt: an der Entwicklung einer Konzeption, an Entscheidungen und an der Umsetzung.
Hier finden Sie Infos zur Investitionsförderung und viele innovative Ansätze bei Wohn- und Beschäftigungsangeboten der Behindertenhilfe: http://www.kvjs.de/fileadmin/publikationen/soziales/KVJS-Spezial-Online-Innovation-Inklusion-R1.pdf. Lassen Sie sich inspirieren!


Inklusionsmesse
Über 40 Best-practice-Beispiele beim „Treffpunkt Inklusion“

Rund 400 Teilnehmer kamen am 30. November zum „Treffpunkt Inklusion“, der vom Sozialministerium als Inklusionsmesse geplant war. Über 40 Inklusions-Projekte stellten sich an Präsentationsständen, in Fachvorträgen, auf der Aktionsbühne und in einem kleinen Kino vor. Ein kleiner Einblick in die Veranstaltung gibt die Fotoserie unter https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/mediathek/media/mid/treffpunkt-inklusion/


Abschlussbericht erschienen
Liga-Projekt „Kompetent für Inklusion“ will mehr Sensibilisierung

Beim so genannten Gültstein-Prozess diskutierten Teilnehmer und Verantwortliche über die Gestaltung inklusiver Wohn- und Beschäftigungsangebote und den Umbau der Strukturen in der Behindertenhilfe. Eine Arbeitsgruppe regte an, die Mitarbeitenden in der Behindertenhilfe zu qualifizieren und für die neuen Anforderungen zu sensibilisieren. Daraufhin entwickelte der Ausschuss Psychiatrie und Behindertenhilfe der Liga der freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg die Projektidee „Kompetent für Inklusion“ und führte ein entsprechendes Projekt durch, finanziert vom Sozialministerium. Im Februar 2016 wurden die Ergebnisse und Projekte vorgestellt.
Inzwischen liegt der Abschlussbericht (72 Seiten) der wissenschaftlichen Begleitung vor:
http://www.liga-bw.de/fileadmin/content/liga-bw/docs/Liga_Infodienst/2016/IV_Quartal/2016_projekt_kompetent_fuer_inklusion_abschlussbericht_ev_hochschule_lb.pdf


Marvin testet Marvin
Neu entwickelter Assistenzroboter soll Chips aus der Küche holen

Eine spannende Sache: Studierende der Hochschule Ravensburg-Weingarten entwickelten den Assistenzroboter „Marvin“. Und nun testet der „echte“ Marvin, ein 18-jähriger Schüler im Rollstuhl, der das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum des Körperbehindertenzentrums Oberschwaben in Weingarten besucht, den Assistenzroboter „Marvin“. „Marvin“ soll künftig die Chips aus der Küche holen, die Sprudelflasche öffnen und andere alltägliche Dinge tun. Teilweise klappt das schon ganz gut. Und beide Marvins lernen.
Mehr über die Marvins: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/koerperbehinderte-testen-pflegeroboter/


Leichte Sprache statt Bürokraten-Deutsch
Handreichung zur Leichten Sprache erschienen für Verwaltungen

Im Auftrag des Sozialministeriums Baden-Württemberg erstellte die Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung e. V. im Projekt „Leichte Sprache“ eine Handreichung. Diese soll Verwaltungen unterstützen, die die Leichte Sprache nutzen wollen. Für sie wird der Einstieg in das Thema leichter und sie werden ermutigt, Texte und Informationen in Leichter Sprache bereitzustellen.
Die Handreichung enthält praktische Hinweise, wie man selbst an Übersetzungen herangehen kann. Im Anhang finden Sie zudem gute Beispiele von Behördentexten, die übernommen werden können und an die eigenen Bedürfnisse anpassen werden.
http://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-sm/intern/downloads/Publikationen/Handreichung_Leichte-Sprache-in-der-Verwaltung_barrierefrei.pdf


Frohe Botschaft auf Arabisch
Weihnachtsevangelium in 15 Sprachen erschienen

Passend zur Weihnachtszeit brachten das Katholische Bibelwerk und die Deutsche Bibelgesellschaft die christliche Weihnachtsgeschichte in 15 verschiedenen Sprachen heraus, unter anderem in Arabisch, Pharsi, Urdu, Swahli und Rumänisch. Sehr schön ist das Evangelium in Leichter/Einfacher Sprache, das in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen, aber sicher auch im Kontext von Geflüchteten und Migranten vorgelesen werden kann.
https://www.bibelwerk.de/sixcms/media.php/157/Weihnachtsevangelium%20in%20verschiedenen%20Sprachen.733815.pdf  




 
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 Materialien

Frisch renoviert
Wanderausstellung „Hauptsache gesund?“ auch 2017 buchbar

Schon seit einigen Jahren reist unsere Wanderausstellung „Hauptsache gesund?“ zum Thema „Pränataldiagnostik und ihre Folgen für werdende Eltern“ quer durch die Republik. Nach einer gründlichen Renovierung ist die Ausstellung auch 2017 wieder buchbar.
Interesse? Dann holen Sie sich doch den Flyer unter http://www.dicv-rottenburg-stuttgart.caritas.de/83988.html  




 
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 ... das Beste zum Schluss

Barrierefrei genießen & entspannen
Seehörnle am Bodensee verwöhnt Gäste – und das inklusiv

Im Hotel „Seehörnle“, einem Integrations-Betrieb der Caritas Konstanz, können Gäste – mit und ohne Behinderung – barrierefrei entspannen, genießen und die wunderbare Kulturlandschaft kennenlernen. 200 Meter vom Seeufer entfernt, genießen die Gäste nicht nur die herrliche Ruhe auf der Halbinsel Höri (in direkter Nähe zur Schweiz), sondern auch hochwertig individuell gestaltete Zimmer, eine fantastische Küche und – das Beste – ein hilfsbereites und freundliches Team. Dass hier Menschen mit Behinderung ganz selbstverständlich und sehr kompetent mitwirken, rundet die Sache ab.
„Kann ich besten Gewissens weiterempfehlen. So freundlich wurden wir noch nie behandelt!“ (O-Ton eines Gastes)
https://www.holidaycheck.de/hrd/seehoernle-hotel-gasthaus-seehoernle-der-ferientraum/d92d6c60-5b2c-3add-8ec1-2acd8e28a130


Förderpreis ausgeschrieben
„InTakt 2017“ zeichnet inklusive Chorprojekte aus

Der Förderpreis „InTakt“ zeichnet jährlich beispielgebende inklusive Projekte, in denen Menschen mit Behinderung ganz selbstverständlich im musikalischen Geschehen dabei sind, mit einem Preisgeld von 5000 Euro aus. Mehr unter: http://www.miriam-stiftung.de/foerderpreis/foerderpreisausschreibung.php  




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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