Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt Ausgabe Nr. 6/2014

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Neues aus der Diözese
  3. Fachliche Informationen
  4. Termine
  5. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache

Liebe Leserinnen und Leser,

die Mauersegler haben sich schon auf den Weg in den Süden gemacht - ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Sommer allmählich zu Ende geht. Manch einer möge behaupten, keinen Anfang des Sommers erlebt zu haben, dennoch sind die Sommerferien zu Ende und das neue Schuljahr hat begonnen.

Starten wir also gut erholt und mit neuer Kraft in die letzten Monate unseres „Inklusions-Checks“ in Ellwangen, wo wir am 20. Juli beim Jubiläumsgottesdienst der Christophorus Werkstatt die Gemeinde Hl. Geist in einer Umfrage erfahren konnten: „Wie inklusiv ist unsere Kirchengemeinde?“

Dies und noch viel mehr Informationen finden Sie in unserem Newsletter.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Ihre
Birgit Baumgärtner



 
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 Neues aus der Diözese

Inklusions – Check

Wie barrierefrei ist unsere Kirchengemeinde? – 40 Jahre Christophoruswerkstatt Stiftung Haus Lindenhof in Ellwangen
Der Jubiläumsgottesdienst der Christophoruswerkstatt war der festliche Rahmen für eine Vorabbefragung der Kirchengemeinde Heilig Geist in Ellwangen. Hier konnten erste inhaltliche Aussagen zur Situation von Menschen mit Behinderungen in Kirchengemeinden gewonnen werden, die im Herbst auf der Gesamtkirchengemeindeebene mit der Befragung aller katholischen Haushalte vertieft werden. Ein erstes Fazit lautet: Menschen mit Behinderungen werden nicht abgelehnt. Sie selbst fühlen sich nicht ausgeschlossen, wenn Begegnungen stattfinden, zum Beispiel bei Gemeindefesten. Aber solche Begegnungen kommen zu selten vor.

Fragebogen-Aktion in der Seelsorgeeinheit Ellwangen – 5.500 Haushalte werden angeschrieben
Ein Artikel von Beate Gralla in der Schwäb. Zeitung vom 16.09.2014
http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Offen-sein-fuer-Menschen-mit-Behinderung-_arid,10084924_toid,290.html  




Link zur Website

 
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 Fachliche Informationen

Der Deutsche Caritasverband fordert eine leistungsrechtliche Zusammenführung der Leistungen für Kinder mit und ohne Behinderungen im Sozialgesetzbuch VIII

Mit der vom Vorstand beschlossenen Position bezieht sich der Deutsche Caritasverband auf den Bericht der Arbeitsgruppe Inklusion und macht Vorschläge für eine Umsetzung der Großen Lösung.
Die Position zum Download (16 Seiten) unter:
http://www.caritas.de/fuerprofis/presse/stellungnahmen/07-10-2014-eckpunkte-zur-sogenannten-grossen-loesung


Bessere Frühförderung von Kindern mit Behinderungen

Kinder mit Behinderungen brauchen bestmögliche Hilfen von Anfang an. Rund 10 Jahre lang verhandelte man auf Landesebene eine „Landesrahmenvereinbarung Frühförderung“. Sie regelt die heilpädagogischen und medizinischen Leistungen für Kinder mit Behinderungen und die Zusammenarbeit der Akteure. Gemeinsam mit den Kommunalen Landesverbänden, den gesetzlichen Krankenkassen und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg brachte das Sozialministerium Baden Württemberg zum 1. Juli eine Rahmenvereinbarung auf den Weg. Es zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, einen langen Atem zu haben.
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/landesrahmenvereinbarung-verbessert-fruehfoerderung-von-kindern-mit-behinderungen/  
Den Text der Vereinbarung finden Sie unter:
http://www.gesundheitsamt-bw.de/oegd/Gesundheitsthemen/FruehfoerderungIntegration/Seiten/landesrahmenvereinbarung.aspx


Neue Förderprogramme bei der Aktion Mensch

Die Aktion Mensch hat zum 1.Juli 2014 neue Förderprogramme zur Barrierefreiheit, zur Teilhabe am Arbeitsleben und für die Qualifikation ambulanter Strukturen in der Behindertenhilfe eingeführt. Dabei wurde auch die Antragstellung bei Starthilfen vereinfacht.


Aktion Mensch Förderprogramm zur Barrierefreiheit

Ab sofort können alle frei-gemeinnützigen Organisationen, die ihre Angebote, Dienste und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung barrierefrei zugänglich und nutzbar machen, einen Zuschuss bis zu 5000,- Euro erhalten. Förderfähig sind kleine bauliche Vorhaben und technische Gebrauchsgegenstände zur Beseitigung von Barrieren im öffentlich zugänglichen Raum. Dies gilt z.B. auch für Pfarrgemeindeheime, Kitas, Jugendzentren, Mehrgenerationenhäuser, Bildungshäuser, soziale Beratungsstellen, Sozialstationen, Migrationsdienste, Begegnungsstätten, Freiwilligenzentren u.v.a.m..
http://www.aktion-mensch.de/foerderung/foerderprogramme/menschen-mit-behinderung/barrierefrei.php


Aktion Mensch Aufbau von Diensten zur betrieblichen Inklusion

Mit einem neuen Förderangebot möchte die Aktion Mensch die Gründung von Diensten zur betrieblichen Inklusion unterstützen. Ziel der Dienste ist die ambulante Unterstützung von Menschen mit Behinderung zur Beschäftigung auf Arbeitsplätzen in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes. Die durch eine fünfjährige Anschubfinanzierung nachhaltig aufgebauten Dienste sollen Teilhabe am Arbeitsleben und somit eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen und unterstützen.
http://www.aktion-mensch.de/foerderung/foerderprogramme/menschen-mit-behinderung/abeit.php


Aktion Mensch Anpassung der Förderrichtlinien

Zur Umsetzung der genannten Änderungen hat die Mitgliederversammlung die Förderrichtlinien zum 01.07.2014 angepasst.
Wesentliche Punkte der geänderten Förderrichtlinien:
• Einführung des neuen Förderangebots „Aufbau für Dienste zur betrieblichen Inklusion“
• Einheitlicher Fördersatz von 70 Prozent für Anschubförderung; degressive Auszahlung
• des Zuschusses
• Einführung einer Förderhöchstsumme von 120.000 EUR für dreijährige Anschubförderungen
• Erhöhung des Fördersatzes für Ferienreisen (bislang Ferienmaßnahmen genannt) ab
• 2015 von 30 auf 35 EUR pro Betreuertag


Neuer Report der FamilienForschung Baden-Württemberg erschienen

Thema: „Lebenssituation von Kindern mit Behinderungen“
Der Report beschäftigt sich unter anderem damit, inwieweit die Inklusion in Baden-Württemberg fortgeschritten ist. Welche Maßnahmen wurden auf den Weg gebracht, um mehr Inklusion umzusetzen? Besonderer Fokus liegt dabei auf der Verwirklichung der Inklusion im Bildungsbereich.
Der Report zum Download (19 Seiten):
http://www.fafo-bw.de/BevoelkGebiet/FaFo/Familien_in_BW/R20134.pdf


Kabinett beschließt Eckpunkte Inklusion

In Baden-Württemberg sollen die Eltern von Kindern mit Behinderungen künftig selbst entscheiden, ob ihr Kind eine Sonderschule oder eine Regelschule besuchen soll. Das sehen die vom Kabinett beschlossenen Eckpunkte zur Inklusion vor, die Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusminister Andreas Stoch (SPD) vorgestellt haben. So soll die bisherige Sonderschulpflicht für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf fallen. Zum Schuljahr 2015/2016 soll das Schulgesetz entsprechend geändert werden.
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/landesregierung-beschliesst-eckpunkte-zur-inklusion/  
Ein Artikel im Spiegel dazu:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/inklusion-baden-wuerttemberg-will-sonderschulpflicht-abschaffen-a-983506.html


Inklusion an Schulen: „Wir brauchen eine andere Lern- und Lehrkultur

In einem Interview mit Prof. Dr. Karsten Speck vom Institut für Pädagogik der Universität Oldenburg
benennt er Herausforderungen für die inklusive Schulentwicklung. Auch die Jugendhilfe müsse sich dieses Thema deutlich stärker annehmen und ins Gespräch mit Schule kommen. Alle Akteure müssen sich insgesamt besser abstimmen, vernetzen und koordinieren.
Mehr unter
http://www.jugendhilfe-bewegt-berlin.de/startseite/aktuelles-detailansicht/article/inklusion-an-schulen-wir-brauchen-eine-andere-lern-und-lehrkultur.html


Eine Asperger-Autistin berichtet: „Inklusion hat mich gerettet“

„Ich bin Asperger-Autistin, habe das Abitur bestanden und ein Studium abgeschlossen.“
Warum wir uns Neurodiversität nicht bloß erlauben können, sondern sie brauchen, um vorwärtszukommen: Ein Plädoyer.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/eine-asperger-autistin-berichtet-13113454.html  
 

 
 
 
 



 
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 Termine

Fachtagung, 23. September 2014 in Stuttgart, Tagungshaus Hohenheim
„Alle inklusive?! – Arbeit und Beschäftigung von Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen

„Schulzeit vorbei – und dann?“ Welcher Beruf, welcher Arbeitsplatz ist der richtige? Diese Frage beschäftigt Menschen mit schweren Behinderungen und ihre Familien sehr. Menschen mit Behinderungen berichten von ihren Erfahrungen im Arbeitsleben. Vorgestellt werden Konzepte und Modelle, wie Inklusion im Arbeitsleben gelingen kann. Ob allgemeiner Arbeitsmarkt, Integrationsfirma, Werkstatt für behinderte Menschen oder Tagesförderstätte – wichtig ist, dass der einzelne Mensch mit Behinderung den für ihn passenden Platz im Arbeitsleben findet. Das Programm finden Sie unter
http://www.akademie-rs.de/veranstaltung_aktuell_einzel.html?no_cache=1&tx_crieventmodule_pi1[showUid]=18876


Lesung mit Carsten Otte, 24. September 2014 in Stuttgart, Hospitalhof
„Warum wir?“

Carsten Otte, Radiojournalist (SWR 2) und Romanautor hat ein eindrückliches Buch geschrieben über ein Paar zwischen der Sehnsucht nach einem eigenen Kind und der Wirkmacht pränataler Diagnostik. Er schreibt es aus der Perspektive des Vaters, mit großem Einfühlungsvermögen und sprachlicher Virtuosität.
http://www.hospitalhof.de/programm/240914-warum-wir-zum-umgang-mit-praenataldiagnostik/


Tagung für Menschen mit Behinderungen, 9. Oktober 2014 in Wangen, Allgäu „Wie wollen wir leben? – Miteinander auf dem Weg“

Link zum Flyer und zur Anmeldung:
http://www.st-jakobus-behindertenhilfe.de/_images/Aktuelles/Korr02_Einladung_Tagung_2014.pdf  
http://www.st-jakobus-behindertenhilfe.de/_images/Aktuelles/Korr02_Antwort_Tagung_2014.pdf 


Fachforum Inklusion, 28. und 29. Oktober 2014 in Fulda, Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt

Das Fachforum, veranstaltet vom Deutschen Caritasverband, diskutiert Perspektiven der Inklusion in Deutschland und in der Caritas, sie ermöglicht die Vernetzung zwischen Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe sowie der Fachberatungen und weiterer Akteure in der Caritas.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte über den Link:
http://www.caritas.de/termine/kinder-und-jugendliche-im-mittelpunkt  

 
 
 




 
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 ... das Beste zum Schluss

Kurz und knackig!

In einem 90-Sekunden-Film erklären Menschen mit Down Syndrom, was sie unter Inklusion verstehen. Der Film wurde mit dem Ohrenkuss-Team der Downtown-Werkstatt für Kultur und Wissenschaft in Bonn produziert.
http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/29970/Inklusion-von-Menschen-mit-Down-Syndrom-erkl%C3%A4rt.htm


Film-Tipp „Mit ganzer Kraft – Hürden gibt es nur im Kopf“ im Kino

Der 17jährige, an den Rollstuhl gefesselte Julien will leben wie andere Teenager in seinem Alter, will raus aus der Enge des Elternhauses, hinein ins Abenteuer. Es gelingt ihm, seinen ihm distanziert gegenüber stehenden Vater von der gemeinsame Teilnahme am Ironman France zu überzeugen, gegen den Willen der sehr fürsorglichen Mutter, die ihren "Spatz" nicht loslassen kann. Das gemeinsame Projekt bringt Vater und Sohn einander näher, sie stellen sich der sportlichen und auch emotionalen Herausforderung.
Einen Trailer und mehr zum Film finden Sie unter www.mitganzerkraft.de/  
 




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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