Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt Ausgabe Nr. 6/2015

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Neues aus Ellwangen
  3. Fachliche Informationen
  4. Materialien
  5. Termine
  6. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, 

Sommerzeit – Urlaubszeit – Ferien! 

Bei vielen Menschen lösen diese Wörter Träume und Vorfreude aus. Baden, Faulenzen, Wärme tanken, neue Eindrücke sammeln, Freunde treffen, raus aus dem Alltag, keine Verpflichtungen haben – wie schön! Der Begriff Urlaub leitet sich vom alt- bzw. mittelhochdeutschen Wort für „erlauben“ ab. Ja, wir erlauben uns etwas: Freiheit, Genießen und Ausruhen. 

Für Familien mit einem behinderten Kind auf Reisen ist „mal eben“ ein Fremdwort. Im Gegenteil: akribisch muss die schönste Zeit im Jahr vorbereitet werden. Nichts darf vergessen werden. Ohne Vorplanung keine Urlaubsfreude. Überzeugen Sie sich selbst: http://kaiserinnenreich.de/2014/07/03/reisen-mit-besonderen-herausforderungen/

Ich wünsche Ihnen allen eine erholsame Sommerzeit. Allen, die eine Reise machen, sich auf den Weg machen, wünsche ich eine „gute Reise“ und eine gesunde Rückkehr.

Herzlich,
Ihre
Birgit Baumgärtner




 
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 Neues aus Ellwangen

Mehr Inklusion in Ellwangen
Kirchengemeinden wollen Inklusionsmöglichkeiten verbessern

Am Caritas-Sonntag (27. September) wird das Jahresthema der Caritas „Stadt – Land – Zukunft“ in Ellwangen in der Basilika, in St. Wolfgang, Heilig Geist, St. Patrizius Eggenrot und in Neunheim mit dem Projektteam inklusiv gestaltet. Die Projektgruppe "Godis und Veranstaltungen" erstellte hierfür einen Rahmenplan und Gottesdienstablauf.
Das Gemeindefest anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Kirchengemeinde Heilig Geist am 25. Oktober bietet ebenfalls viel Teilhabe- und Teilgabemöglichkeit und wird daher exemplarisch für zukünftige Gemeindefeste "inklusiv" vorbereitet und gestaltet.
Mit einer Veranstaltung am 19. November wollen der Gesamtkirchengemeinderat und die Gesamtkirchengemeinde von Ellwangen über Inklusion in der Kirchengemeinde Ellwangen informieren und Visionen einer inklusiven Kirchengemeinde der Zukunft erarbeiten. Dabei stützen sie sich auf die Ergebnisse des "Inklusions-Checks" in Ellwangen 2014 und die Ergebnisse der Befragung von Menschen mit Behinderung hier, die Professor René Gründer von der Dualen Hochschule Heidenheim zurzeit vorbereitet.




Link zur Website

 
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 Fachliche Informationen

Neues Gremium wacht über PID
Präimplantationsdiagnostik nur in bestimmten Fällen möglich

Seit Juli 2015 entscheidet eine länderübergreifende Ethikkommission darüber, wann künstlich befruchtete Embryonen mittels der Präimplantationsdiagnostik (PID) auf Erbschäden untersucht werden dürfen. Das bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg angesiedelte Gremium ist für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen und das Saarland zuständig. Bundesweit gibt es fünf entsprechende Kommissionen. Laut Landesärztekammer wird die PID ausschließlich zur Vermeidung von schweren Erbkrankheiten, Tot- oder Fehlgeburten angewandt und darf nur in speziellen Zentren vorgenommen werden, z.B. in Heidelberg oder Freiburg. http://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/gemeinsame-ethikkommission-fuer-praeimplantationsdiagnostik-pid-nimmt-arbeit-auf-1/  

Übertreiben Schwangere?

Studie untersucht, wie viel Vorsorge betrieben wird
Während ihrer Schwangerschaft gehen Frauen vermehrt zu Ärzten und Hebammen. Doch wie viel Vorsorge ist tatsächlich notwendig? Eine Erhebung der Bertelsmann-Stiftung unter fast 1300 Frauen ergab, dass Schwangere viel mehr Vorsorgetermine wahrnehmen, als aus medizinischen Gründen nötig wäre.
http://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2015/juli/ueberversorgung-in-der-schwangerschaft/
Lesen Sie dazu auch einen Beitrag der Süddeutschen Zeitung:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/gesundheit-schwanger-nicht-krank-1.2583802


Besonders Schutzbedürftige benachteiligt

Neue Dokumentation über Flüchtlinge mit Behinderungen
Schätzungen zufolge sind zehn bis fünfzehn Prozent der Flüchtlinge und Asylsuchenden in Deutschland krank oder behindert. Behinderte Flüchtlingskinder gehören entsprechend der EU-Richtlinie 2003/9/EG zu den „besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen“. Dennoch sind sie oft von Ausweisung bedroht, was dazu führt, dass ihnen medizinische und sonstige Leistungen versagt bleiben bzw. erst nach Monaten oder Jahren bewilligt werden.
Dies bestätigt eine Dokumentation der Lebenshilfe Berlin, dem Humanistischem Verband Deutschlands, MenschenKind, der Fachstelle für die Versorgung chronisch kranker und pflegebedürftiger Kinder und Berlin Global Village e.V: http://www.hvd-bb.de/sites/hvd-bb.de/files/hvd_menschenkind_rz_online.pdf


Details werden später geregelt

Schulgesetz „Inklusion“ noch vor Sommerpause
Der Landtag von Baden-Württemberg beschloss am 15. Juli das Schulgesetz zur Umsetzung des gemeinsamen Unterrichts. Die in der Anhörung am 1. Juli vorgetragenen Fragen sollen in so genannten „Untergesetzlichen Regelungen“ beantwortet werden.
Im Vorfeld der Plenarsitzung hatte sich der Schulausschuss des Landtags in Südtirol ein Bild über schulische Inklusion gemacht. In der Diskussion mit den Bildungswissenschaftlern an der Uni Bozen war deutlich geworden, dass auch in Italien nicht alles rund läuft. Aber die Richtung stimmt und die Basis ebenfalls, auf der darüber diskutiert wird, wie die Allgemeinheit Heranwachsenden selbst mit schwersten Beeinträchtigungen und ihren Familien im Unterricht gerecht wird.
Die Journalistin Johanna Henkel-Waidhofer berichtete darüber in der Wochenzeitung KONTEXT: http://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/222/schule-in-der-steinzeit-2985.html


Gemeinsames Lernen besser als erwartet
Elternumfrage der Bertelsmann-Studie zur schulischen Inklusion

Am 1. Juli veröffentlichte die Bertelsmann-Stiftung eine Elternumfrage zur schulischen Inklusion. Sie bestätigt, dass vom gemeinsamen Unterricht alle profitieren sollen – Kinder mit und ohne Handicap. Eine aktuelle Eltern-Umfrage zeigt: Die konkreten Erfahrungen mit Inklusion sind positiver als gedacht. Mehr Infos unter http://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2015/juli/elternumfrage-inklusive-schule/?et_rp=1


Busse im Test
Magazin vergleicht: Wie barrierefrei sind Reisebusse?

Sommerzeit ist Reisezeit. Fernbusse sind für viele ein beliebtes und günstiges Verkehrsmittel. Aber wie barrierefrei sind sie eigentlich? Menschen. das magazin hat die Angebote von fünf großen Linien miteinander verglichen.
https://www.aktion-mensch.de/magazin/fokus/fernbusse


Unser Lesetipp:
Tim lebt!

„Als wir damals an seinem Bettchen standen und er uns mit seinen blauen Augen anschaute, stand unsere Entscheidung eigentlich gleich fest: Wir nehmen ihn auf. Und wir haben es nie bereut. Er hat unser Leben reich gemacht, trotz aller Probleme.“ So die Pflegeeltern von Tim, der nicht gewollt war und nach der Abtreibung nur durch Zufall gerettet wurde. Tim hat das Down-Syndrom und ist Autist. Als „Oldenburger Baby“ schrieb er Medizingeschichte und wurde zum Symbol einer Debatte um späte Schwangerschaftsabbrüche und ihre rechtlichen und ethischen Konsequenzen. Das Buch ist ein Buch für das Leben. Ein Geschenk der Eltern zu Tims 18. Geburtstag.
http://www.adeo-verlag.de/index.php?vp_id=googl-search&id=details0&sku=835038  
„Tim lebt! Wie uns ein Junge, den es nicht geben sollte, die Augen geöffnet hat.“ 272 Seiten, 16 Seiten Bildteil, 2. Auflage, 18,99 EUR




 
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 Materialien

Inklusions-Erfahrungen hautnah
Trainingshandbuch zur Prozessbegleitung erschienen

Das Buch enthält vielfältige Anregungen zum Aufbau eigener Strukturen und Prozesse für die inklusive Weiterbildung. Es richtet sich an alle Einrichtungen, die sich um Inklusion bemühen, und an alle, die sich für praktische Inklusions-Erfahrungen und die Anwendung inklusiver Werte in der Praxis interessieren.
Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft (Hrsg.), 19,80 Euro, ISBN 978-3-7841-2752-1
http://www.lambertus.de/de/shop-details/inklusion-auf-dem-weg,1698.html




 
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 Termine

Eintritt frei
Jobmesse für Menschen mit Behinderungen

Statt der üblichen Jobmesse entwickelte die Patsy & Michael Hull-Foundation einen komplett neuen Ansatz für eine Arbeitsvermittlungsmesse: Dabei werden Menschen mit Handicap und Unternehmen der jeweiligen Region zusammengebracht und damit für beide Seiten neue Perspektiven geschaffen. Der Eintritt ist frei.
Termine und Veranstaltungsorte: http://pm-foundation.de/chance-for-two/




 
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 ... das Beste zum Schluss

Segeln mit Handicap

Neuer Verein will Menschen mit Behinderung auf Wasser bringen
Rollstuhl und Segelboot – ein Widerspruch? Jetzt nicht mehr. Der 2015 gegründete Verein „Meer bewegen – die Rainbow Pirates“ will Menschen mit Behinderungen das Segeln ermöglichen. Und zwar mit der White Pearl, einer Jolle für bis zu acht Menschen. „Meer bewegen“ will damit Menschen mit allen möglichen Behinderungen das Segeln ermöglichen.
Mehr Infos unter:
http://www.meer-bewegen.de/


200 Darsteller zeigen Musical
Inklusion durch Tanz und Gesang – am 22. September in Stuttgart

„Grand Hotel Vegas“ ist Deutschlands größtes Inklusions-Musical und ein Teil des bundesweiten Projekts „Durch Tanz und Bewegung zum Arbeitsplatz“. Mehr als 100 Menschen mit und ohne Behinderungen aus dem Umkreis von Osnabrück zählen zum festen Ensemble des Musicals. Hinzu kommen bei jeder Aufführung weitere 100 Darsteller aus der jeweiligen Stadt. Damit soll die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen und beruflichen Leben gestärkt werden. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
In Stuttgart können Sie das Musical – unter Beteiligung von örtlichen Tanzschulen – am 22. September in der Liederhalle sehen.
Mehr unter http://pm-foundation.de/termine-orte/stuttgart/
Einen ersten Eindruck bekommen Sie hier:
https://www.facebook.com/video.php?v=793614410730297




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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