Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt Ausgabe Nr. 4/2015

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Neues aus der Diözese
  3. Fachliche Informationen
  4. Materialien
  5. Termine
  6. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

tolle Neuigkeiten von ungewohnter Seite: vom diesjährigen Eurovision Song Contest in Wien. Die Veranstaltung setzt ein Zeichen mit der finnischen Punkband „Pertti Kurikan Nimipäivät“, deren Musiker alle mit einer Behinderung leben. Darüber hinaus werden alle 40 Lieder simultan in die Gebärdensprache übersetzt, damit auch gehörlose Musikfreunde teilhaben können.
Dies und mehr zum Thema Behinderung finden Sie in diesem Newsletter.
Ich wünsche Ihnen eine interessante und anregende Mai-Lektüre!

Herzlich,
Ihre
Birgit Baumgärtner



 
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 Neues aus der Diözese

Neues Projekt nimmt Fahrt auf
"Vielfalt (er)leben – Ellwangen inklusiv"

Seit 15. April läuft in Ellwangen das neue Projekt „Vielfalt (er)leben“, das auch von der Veronika-Stiftung mit 40.000 Euro gefördert wird. Die Gesamtkirchengemeinde knüpft mit diesem Projekt an den „Inklusions-Check“ vom vergangenen Jahr an. Dabei war der Zugang von Menschen mit Behinderungen zum Leben von Kirchengemeinden untersucht worden. „Vielfalt (er)leben“ soll nun die Beteiligungsmöglichkeiten im kirchlichen Bereich nachhaltig erhöhen.
"Ich fühle mich so ausgegrenzt!" sagte ein Behinderter. - In unseren Gemeinden soll es nicht so sein!
Deshalb: nicht ausgrenzen, sondern einladen, Teilhabe schaffen, Inklusion leben.
Deshalb: die Befragung in unseren Gemeinden im vergangenen Jahr.
Deshalb: das Entstehen eines Teams, das etwas bewirken will.
Deshalb: zwei Jahre „Vielfalt (er)leben“ in Ellwangen. Das Projekt knüpft an den „Inklusions-Check“ an.
Deshalb: die Bildung von Initiativegruppen – Gottesdienste, Veranstaltungen, kirchliche Jugendarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung.
Fazit: willkommen zu diesem Projekt, denn Inklusion ist ein urchristliches Thema!

Mit dieser Mitteilung informierten die Projektbeteiligten die Presse in Ellwangen am 18. Mai über den Auftakt des Projekts. Bereits im April hatte die Projektgruppe nach einem ersten Treffen Schwerpunkte gesetzt: Die Mitglieder der Gruppe mischen sich bereits im Kirchengemeinderat, bei Gottesdiensten und Veranstaltungen, in der kirchlichen Jugendarbeit sowie in der Vernetzung zwischen kirchlichem und kommunalem Bereich und den Einrichtungen der Behindertenhilfe ein.



Link zur Website

 
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 Fachliche Informationen

Informieren Sie sich!
Neue Debatte um vorgeburtlichen Bluttest

Die Süddeutsche Zeitung behandelte am 27. April ausführlich den aktuellen Sachstand zum Thema Bluttest. Seit zu Beginn des Jahres bekannt wurde, dass der so genannte Praenatest womöglich eine Kassenleistung wird (wir berichteten), ist die Debatte um die ethischen Folgen wieder explodiert.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/downsyndrom-praenataldiagnostik-beklemmende-zahl-versus-sonniges-szenario-1.2450555


Stimmen Sie ab!
Artikel in Leichter Sprache für Auszeichnung nominiert

„Schwangere können Tests machen. Manchmal ergibt der Test: Das Baby ist behindert. Eltern müssen dann entscheiden: Soll es geboren werden? Die Entscheidung ist schwierig.“ Mit diesen Sätzen in Leichter Sprache beginnt das ZEIT-Dossier „Wer darf leben?“, das jetzt für den Grimme Online Award nominiert wurde (komplett unter http://www.zeit.de/feature/down-syndrom-praenataldiagnostik-bluttest-entscheidung-leichte-sprache/ ). Anne Leichtfuß vom Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen übersetzte den Text der ZEIT-Reporter (wir berichteten darüber im Newsletter Nr. 1/2015) in Leichte Sprache. So können viel mehr Menschen den Text lesen und verstehen als in der komplizierten Originalversion.
Mein Appell an Sie: Am 18. Juni wird der Grimme Online Award verliehen. Stimmen Sie schon jetzt online ab: Der Publikumspreis soll an „Wer darf leben?“ gehen! http://www.tvspielfilm.de/news-und-specials/grimme/abstimmung/


Deutschland unter Druck
UN: „Umsetzung der Behindertenkonvention unzureichend“

Nach einer Prüfung der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland mahnte der zuständige UN-Ausschuss in Genf eine Reihe von Maßnahmen an. Dazu gehören auch die volle Teilhabe an Wahlen und Änderungen im Betreuungsrecht. Der Ausschuss zeigte sich besorgt, dass der Großteil der Schüler mit Behinderung im deutschen Bildungssystem Sonderschulen besucht.
Mehr zum Prüfbericht unter
http://www.bmas.de/DE/Service/Presse/Pressemitteilungen/umsetzung-un-behindertenrechtskonvention.html?nn=31846


Bewerben Sie sich!
700.000 Euro für Inklusions-Projekte

Das Stuttgarter Sozialministerium stellt auch 2015 unter dem Titel „Impulse Inklusion 2015“ Mittel für innovative Projekte zur Verfügung, die das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen voranbringen. Bis Mitte Juni können sich Selbsthilfeorganisationen, Behinderteneinrichtungen, Kommunen, Vereine und Initiativen um insgesamt 700.000 Euro bewerben. Das Programm läuft bis Ende 2016.
Mehr zu Förderung und Beantragung unter
http://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/menschen/menschen-mit-behinderungen/foerderprogramme/projektfoerderung-impulse-inklusion/


Wissen deutsche Lehrer zu wenig?
SPIEGEL ONLINE: Ausbildungs-Reform dringend notwendig

Nach einem Bericht von SPIEGEL ONLINE (14. April) über einen Bundesländervergleich zur Inklusion wissen viele Lehramtsstudenten viel zu wenig über den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung. Deshalb sei eine Reform der allgemeinen Lehrerausbildung dringend notwendig, so SPIEGEL ONLINE: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/inklusion-kommt-in-lehrerausbildung-zu-wenig-vor-a-1027715.html


Wie wird Inklusion an Schulen besser?
Universitäten erarbeiten Umfrage für Lehrer

Die Unis Siegen, Bremen und Paderborn erarbeiteten mit dem Verband Sonderpädagogik eine Lehrer-Umfrage zum Thema "Forschungs- und Kommunikationsbedarfe im Kontext schulischer Inklusion". Damit will sich die zukünftige Forschung noch stärker an den Bedarfen der Lehrer in Bezug auf schulische Inklusion ausrichten.
Die Umfrage finden Sie unter http://tinyurl.com/vdsumfrage.


Guter Rat fürs Wohnen
Neue Fachstelle des KVJS berät über Wohnformen

Das neue Heimrecht (Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz) soll helfen, ambulant unterstützte Wohnformen kräftig auszubauen. Seit November 2014 berät die „Fachstelle für ambulant unterstützte Wohnformen“ beim Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg über solche Wohnformen für Menschen mit Behinderungen und Senioren.
Mehr unter http://www.kvjs.de/soziales/senioren/fawo.html  




 
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 Materialien

Deutlich schreiben
Tipps für Lehrer zum Texten in Leichter Sprache

Ein neues Schulungsheft für Lehrer, erarbeit von Inclusion Europe, gibt Lehrern Tipps, wie man Texte in Leichter Sprache schreibt. Erst so verfasste Texte sind gerade für Menschen mit Lernschwierigkeiten verständlich. Deswegen sollten alle Lehrer wissen, wie man solche Texte richtig schreibt.
http://bidok.uibk.ac.at/leichtlesen/vernetzung/ll-vernetzung-downloads/ll-fuer-lehrer.pdf  




 
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 Termine

Wien, 19., 21. und 23. Mai 2015, 21 Uhr
„Eins Plus“: Eurovision Contest 2015 in Gebärdensprache

Trailer und Infos unter http://songcontest.orf.at/videos/stories/2710279/  
An drei Abenden wird der ARD-Digitalfernsehsender „Eins Plus“ den Eurovision Song Contest mit Gebärdensprache zeigen. Sendetermine (jeweils 21 Uhr): Dienstag, 19. Mai 2015 (Halbfinale 1), Donnerstag, 21. Mai 2015 (Halbfinale 2) und Samstag, 23. Mai 2015 (Finale).


Reutlingen, Stadthalle, 13. Juli, 9 bis 16 Uhr
1. Forum Frühkindliche Bildung und Inklusion in Kitas im Land

Das Forum beleuchtet intensiv den Themenschwerpunkt „Inklusion und Sozialraumorientierung“ aus unterschiedlichen Perspektiven. Entwicklungen zur inklusiven Gestaltung im Elementarbereich werden präsentiert und diskutiert.
Flyer und Anmeldung:
http://www.iquanet.de/54-uncategorised/80-2015-03-19-14-47-48.html  




 
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 ... das Beste zum Schluss

Filmtipp:
Von Berührungsängsten und unerwarteten Begegnungen

Wie groß sind die Berührungsängste der Menschen, wenn sie auf Menschen mit Behinderungen treffen? Der Film "Das erste Mal" – bereits ein Hit im Internet – zeigt die überraschenden Momente dieser unerwarteten Begegnungen.
https://www.aktion-mensch.de/begegnung


Wettbewerb: Spielerische Art gewinnt
„Rollo rollt“ mit erstem Preis bei „spot on“-Filmwettbewerb

Der Filmwettbewerb „spot on“ der Technischen Universität Berlin machte „Inklusion und Abbau von Barrieren“ zum Thema des Wettbewerbs 2014/2015. Alle Berliner Schüler und Studenten der Technischen Universität Berlin konnten teilnehmen. Den Gewinnern des 1. Preises gelang es mit dem Beitrag „Rollo rollt“, Barrieren im Alltag auf spielerische Art zu zeigen, indem zum Beispiel der Rollstuhl personalisiert wird. Sehen Sie selbst:
http://www.behindertenberatung.tu-berlin.de/menue/filmwettbewerb/erster_gewinnerfilm/  




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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