Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt Ausgabe Nr. 5/2015

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Neues aus der Diözese
  3. Fachliche Informationen
  4. Materialien
  5. Termine
  6. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

nachdem wir in diesem Jahr bereits unter der Hitze gestöhnt haben, sind wir jetzt im kalendarischen Sommer angelangt. Und seit dem Jahr 2000 ist der 21. Juni der „Tag des Schlafes“. Mit diesem Aktionstag will ein eigens hierfür gegründeter Verein auf die Bedeutung des Schlafes für die Gesundheit aufmerksam machen.
Mögen Sie daher heute besonders gut und bewusst schlafen – aber bitte erst nach dem Lesen dieses Newsletters mit viel Interessantem rund um das Leben mit Behinderung.

Herzlich,
Ihre
Birgit Baumgärtner



 
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 Neues aus der Diözese

Leichte Sprache schwere Sprache
Fortbildung vermittelt texten in Leichter Sprache – Mehr Inklusion durch Verständnis

Die so genannte „Leichte Sprache“ hilft Menschen mit Behinderungen und Menschen mit geringer Sprachkompetenz, selbstbestimmter zu leben. Denn mehr Verständnis bedeutet mehr Inklusion. Dies war die zentrale Erkenntnis einer Fortbildung, die Eva-Maria Rothaupt, Referentin der Samariterstiftung Ostalb am 12. Juni in Ellwangen gab.
Teilnehmer, die mit Menschen mit Behinderung zusammentreffen, und die Arbeitsgruppe des Projekts „Vielfalt (er)leben“ hatten sich diese Fortbildung gewünscht. Auch beim so genannten „Inklusions-Check“ 2014 in Ellwangen war deutlich geworden, wie wichtig die Leichte Sprache beim Verfassen von Veröffentlichungen und Informationen ist.
Die zwölf Teilnehmer der Fortbildung lernten die Theorie des Regelwerks kennen und übten, komplexe Texte in Leichte Sprache zu übersetzen. Interessanteste Erkenntnis: „Leichte Sprache“ ist eine richtig „schwere Sprache“. Denn komplexe Texte für eine breite Zielgruppe mundgerecht aufzubereiten, ist kein Kinderspiel. Der Text sollte schließlich ansprechend und begeisternd bleiben. Und: Leichte Sprache klingt nicht immer wirklich schön.




Link zur Website

 
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 Fachliche Informationen

252 Seiten für mehr Inklusion
Landesregierung stellt Aktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention vor

Am 9. Juni stellte die Landesregierung den 252 Seiten umfassenden Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) vor. Der Plan umfasst 230 Maßnahmen in den Bereichen Schutz der Menschenwürde und der Persönlichkeitsrechte, Bildung, Gesundheit, Arbeit, Wohnen, Barrierefreiheit, Freizeit sowie gesellschaftliche Teilhabe und wird am 26. Oktober beim Landesinklusionstag öffentlich erläutert und in Fachforen vertieft. Die Pressemitteilung des Sozialministeriums finden Sie unter
http://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/kabinett-beschliesst-aktionsplan-zur-umsetzung-un-behindertenrechtskonvention-in-baden-wuerttemberg/  
Den Landesaktionsplan (PDF) finden Sie unter http://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-sm/intern/downloads/Downloads_Menschen_mit_Behinderungen/Aktionsplan_UN-BRK_2015.pdf


400.000 Euro für Inklusion
Vier Landkreise sollen in neuem Projekt Prozesse und Strukturen verbessern

Sozialministerin Katrin Altpeter unterstützt ein neues Inklusions-Projekt mit insgesamt 400.000 Euro. In den Landkreisen Tübingen, Esslingen, Ludwigsburg und Ravensburg sollen so genannte Inklusionskonferenzen eingerichtet werden. Verwaltungen, Betroffene, Angehörige, Behindertenbeauftragte, Einrichtungsträger, soziale Dienste und Selbsthilfeorganisationen, Bürger, Städte und Gemeinden tauschen sich hier aus, verbessern Prozesse und Strukturen für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und erarbeiten neue Konzepte. http://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/land-unterstuetzt-landkreise-bei-inklusion-1/

Lehrer zwiegespalten
Forsa-Umfrage: Kein uneingeschränktes Ja zur Inklusion – selbst bei genügend Geld

Eine repräsentative Forsa-Umfrage bei 1003 Lehrern in ganz Deutschland ergab ein zwiespältiges Meinungsbild zum gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung an allgemeinen Schulen. 41 Prozent der Lehrer lehnen den gemeinsamen Unterricht ab, darunter vor allem die Gymnasiallehrer. 57 Prozent der Lehrer halten den gemeinsamen Unterricht zwar für eine gute Idee, fordern jedoch eine ausreichende Ausstattung der Schulen mit Geld und Personal. Doch immerhin 41 Prozent der Lehrer halten es selbst dann für sinnvoller, wenn behinderte Schüler auf separate Förderschulen gehen. Mehr unter http://www.vbe-bw.de/meldung/vbe-lpk-zur-inklusion-an-schulen-aus-sicht-der-lehrkraefte-meinungen-einstellungen-und-erfahrungen/  Die Umfrageergebnisse Baden-Württemberg finden Sie unter http://www.vbe-bw.de/wp-content/uploads/2015/05/Inklusion-Ergebnisse-BW.pdf

Hürden zu hoch
Stuttgarter Zeitung: „Das Budget für Behinderte ist ein Ladenhüter“

Die Hoffnungen auf bessere Teilhabe und Selbstbestimmung durch das Persönliche Budget für Menschen mit Behinderungen haben sich laut Stuttgarter Zeitung (Ausgabe vom 1. Juni) im Alltag kaum erfüllt. Die Hürden seien vielfach zu hoch: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.hilfeleistungen-fuer-behinderte-das-budget-fuer-behinderte-ist-ein-ladenhueter.71ecdb64-972c-4423-94c9-ccc08ce8bae1.html

30.000 Euro für Inklusionsprojekte
Vergabe des Paul-und-Käthe-Kraemer-Inklusionspreises 2016

Die Gold-Kraemer-Stiftung sucht Beispiele für gelungene Inklusion. Projekte und Einrichtungen, die unsere Gesellschaft beispielgebend verändern, können sich um den ersten Paul-und-Käthe-Kraemer-Inklusionspreis bewerben, für den die Gold-Kraemer-Stiftung ein Preisgeld von 30.000 Euro ausgelobt hat. Bewerbungsschluss ist der 30. November 2015. Onlineformular: http://www.gold-kraemer-stiftung.de/inklusionspreis-2016.html

Wie sich Biotechnik-Konzerne die Zukunft vorstellen
Schweizer Firma wirbt für Pränatal-Test mit Bild eines Mädchens mit Down-Syndrom

Jung, alt, schwarz, weiß, blond oder brünett – egal: Hauptsache gesund. Auf ihrer Webseite stellt der Schweizer Biotechnologie-Konzern Genoma vor, wie die Gesellschaft aussehen soll. Genoma wirbt für Produkte der „prädiktiven Medizin“. In Spanien wirbt die Firma mit einer Plakataktion für Tranquility, einem Bluttest zur Früherkennung des Down-Syndroms.
Unter dem Bild eines kleinen Mädchens mit Down-Syndrom steht der Text: „Tranquility – der vollständigste nicht-invasive DNA-Test“.
Mehr unter: http://www.ksta.de/politik/praenatal-diagnostik-zu-trisomie-21-trisomie-test-mit-toedlicher-nebenwirkung,15187246,30973106.html  




 
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 Materialien

Inklusion auch beim Elternabend planen
Paritätischer gibt „Der Barriere-Checker – Veranstaltungen barrierefrei planen“ heraus

Auch Veranstaltungen sollten dem Inklusionsgedanken Rechnung tragen – ganz gleich, ob es sich um einen Elternabend, eine Tagung oder einen Kongress handelt. Bei der Umsetzung von barrierefreien Veranstaltungen hilft jetzt die Broschüre „Der Barriere-Checker - Veranstaltungen barrierefrei planen“ des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg.
http://www.paritaet-bw.de/content/e153/e175/e297/  




 
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 Termine

Freiburg, 22.-24. September 2015
Fachtagung der Caritas „Der achtsame Blick auf den Menschen“

Fachkräfte aus den Bereichen Diagnose, Behandlung, Förderung, Bildung, Beratung sowie Pflege in der Caritas-Behindertenhilfe und Psychiatrie erfahren hier Neues über den personenzentrierten Ansatz. Weiterentwicklungen von der Institutionen- zur Personenzentrierung aus Sicht der Selbsthilfe, der Angehörigen, der Leistungsträger und Leistungserbringer werden diskutiert. Im Fokus: Facetten des personenzentrierten Ansatzes wie Diagnostik und Bedarfsfeststellung, Begleitung und Pflege, Finanzierung und rechtliche Betreuung. Die Tagung soll den Teilnehmern das Konzept der Personenzentrierung nahebringen, vor allem Methoden und Arbeitsinstrumente für die Praxis.
Programm: http://www.cbp.caritas.de/55625.asp?detailID=28333&detailSubID=31019&page=1&area=efvkelg  




 
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 ... das Beste zum Schluss

Der Buch-Tipp
„Eine inklusive Schule für alle“ – Eindruckvolles Inklusionsmodell

Am Modell der „Inklusiven Universitätsschule Köln“ verdeutlicht das Buch „Eine inklusive Schule für alle“, wie die „Inklusive Didaktik“ nach Kersten Reich umgesetzt werden kann. Es stellt Leitlinien wie „Beziehungs- und Teamschule“, „Barrierefrei und gut gestaltete Schule“ oder „Bewegte und gut gestaltete Schule“ in Theorie und Praxis vor. Laut neue caritas ein „sehr ermutigendes Werk: So gelingt Inklusion!“
Beltz Verlag, 2015, 446 Seiten, 39,95 Euro, ISBN 978-3-407-25725-3




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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