Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt - Ausgabe Nr. 01/2017

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Neues aus der Diözese
  3. Fachliche Informationen
  4. Termine
  5. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
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 In eigener Sache

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

hatten Sie einen guten Start ins neue Jahr? – Hoffentlich! Heute erhalten Sie bereits den ersten Newsletter zum Thema „Pränataldiagnostik und Behinderung“.

Hoffentlich sind das interessante Neuigkeiten für Sie. Wenn „ja“ – aber auch, wenn „nein“ –, freue ich mich über Ihr Feedback und Meinung.
Höre ich von Ihnen? – Ich freue mich drauf.

Herzlich,
Ihre
Birgit Baumgärtner 




 
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 Neues aus der Diözese

Gemeinsam ins neue Jahr
In Ellwanger Heilig-Geist-Kirche gelingt inklusiver Jahresauftakt

Menschen mit und ohne Behinderung feierten zum zweiten Mal gemeinsam mit einer Andacht den Jahresbeginn. Bekanntes und Unbekanntes, Vertrautes und Fremdes – mit besinnlichen Texten und einfühlsamen Liedern wurde das neue Jahr willkommen geheißen – mit allem, was es mit sich bringen wird. Mit Tee und einem kleinen Imbiss beschlossen die Teilnehmer den Abend in gemütlicher Runde. 
 




Link zur Website

 
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 Fachliche Informationen

Bundesteilhabegesetz
Was verändert sich? Was tritt wann in Kraft?

Hier finden Sie eine Übersicht über alle wichtigen Neuerungen, die das Bundesteilhabegesetz mit sich bringt: https://www.lebenshilfe.de/wData-bthg/docs/Welche-Veraenderungen-bringt-das-Bundesteilhabegesetz-Aktualisierung-12012017.pdf
Wann welche Regelung in Kraft tritt, die für Menschen mit geistiger Behinderung wichtig sind, finden Sie hier: https://www.lebenshilfe.de/wData-bthg/docs/Inkrafttreten-der-relevanten-Neuregelungen-des-BTHG-Aktualisierung-12012017.pdf


Teilhabebericht der Bundesregierung
Inklusion: Noch Nachholbedarf in vielen Bereichen

Bereits am 18. Januar legte die Bundesregierung den zweiten Teilhabebericht vor. Der Bericht macht auf erheblichen Nachholbedarf zum Beispiel bei barrierefreien Verkehrsmitteln, barrierefreiem Wohnraum und barrierefreier Freizeitgestaltung aufmerksam. Andere Lebensbereiche entwickeln sich zwar positiver, doch bleibt die Umsetzung von Inklusion im Alltag eine Herausforderung.
Die Zahl der Menschen mit Behinderungen in Deutschland stieg von 10,99 Millionen (2005) auf 12,77 Millionen (2013). Diese Zahl zeigt, dass Menschen mit Behinderungen längst keine „Randgruppe“ mehr sind.
Pressemitteilung des Bundesarbeitsministeriums: www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2017/teilhabebericht.html?cms_et_cid=2&cms_et_lid=20&cms_et_sub=26.01.2017_/DE/Presse/Pressemitteilungen/2017/teilhabebericht.html  
Teilhabebericht (574 Seiten): www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Pressemitteilungen/2017/zweiter-teilhabebericht.pdf?__blob=publicationFile&v=4


Statistik
Fast eine Million schwer behinderte Menschen im Land

Nach der aktuellen Statistik des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg leben in Baden-Württemberg (Stand: Dezember 2015) 929.877 Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung. Die Zahlen werden im Zwei-Jahres-Rhythmus präsentiert. Nur zwei Prozent von ihnen sind unter 15 Jahre alt (2 Prozent). Über die Hälfte ist mindestens 65 Jahre alt. Etwa vier Prozent der Behinderungen sind angeboren; diese Zahl ist seit Jahren nahezu konstant. Fast 67 Prozent davon sind körperliche Behinderungen.
Mehr: www.statistik-bw.de/Gesundheit/BehindPflegebeduerft/Schwerbeh-Struktur.jsp


Barrierefreies Bauen
Wirtschaftsministerium hat eigenen Leitfaden überarbeitet

Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium hat den Planungsleitfaden „Barrierefreies Bauen in öffentlich zugänglichen Gebäuden und in Wohnungen“ komplett überarbeitet. Ein Adressteil mit Anschriften von Beratungsstellen zum barrierefreien Bauen ist darin enthalten. Bereits seit 1996 ist barrierefreies Bauen in der Landesbauordnung Baden-Württemberg gesetzlich verankert.
Den gut gegliederten und anschaulichen Leitfaden finden Sie unter wm.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-wm/intern/Publikationen/Bauen/BarrierefreiesBauen-interaktiv.pdf


Antrag stellen!
KfW fördert den Abbau von Barrieren in Wohnungen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert Maßnahmen, die zum Abbau von Barrieren in Wohnungen oder Häusern führen, mit einem eigenen Förderprogramm. Das Programm heißt zwar „altersgerecht umbauen“, doch auch junge Menschen mit Behinderungen und ihre Familien können davon profitieren. Da die Mittel begrenzt sind, empfiehlt sich eine frühzeitige Antragstellung.
Fördervoraussetzungen unter: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Barrierereduzierung/


Studie
Teilhabe von Menschen mit Behinderungen wird erforscht

Am 20. Januar startete das Bundessozialministerium eine – in Deutschland bislang einmalige – repräsentative Studie zu den Lebensumständen von Menschen mit Behinderungen. Das Bonner Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) befragt dazu auch Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Menschen mit „speziellen Kommunikationserfordernissen“. Die Auswertung soll 2021 abgeschlossen sein.
Info: www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2017/startschuss-repraesentative-studie-zur-teilhabe-menschen-mit-behinderungen.html?cms_et_cid=2&cms_et_lid=20&cms_et_sub=26.01.2017_s-repraesentative-studie-zur-teilhabe-menschen-mit-behinderungen.html


Berufliche Bildung
Akademie Himmelreich erarbeitet Qualifizierungsbausteine

Im mehrfach ausgezeichneten Gasthaus „Hofgut Himmelreich“ bei Kirchzarten im Höllental ist die Akademie Himmelreich beheimatet, die sich für die berufliche Bildung von Menschen mit Behinderungen stark macht. Mit dem neuen Projekt „Chancen durch Vielfalt“ werden – unter anderem – Qualifizierungsbausteine für Teilqualifizierungen im Hotel- und Gaststättengewerbe erarbeitet.
Info: www.hofgut-himmelreich.de/de/index.php?page=4.3.3&search=vielfalt&ssrc=nv  
Tipp: Schauen Sie sich bitte auch die sehenswerten Filme über die Qualifizierungsbausteine an: www.youtube.com/watch?v=ivfD4CnjGkY  




 
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 Termine

18./19. Mai 2017, Ravensburg
Fachtag „(K)ein besonderes Bedürfnis“ – Menschen mit Behinderung und Sexualität

„Behinderung und Sexualität“ ist gesellschaftlich noch immer ein Tabuthema. Doch hat dieses Thema viele Facetten und bewegt Frauen und Männer mit Behinderung sehr. Die Stiftung Liebenau organisiert dazu einen Fachtag, bei dem es unter anderem um Sexualassistenz, begleitete Elternschaft, Kirche und Sexualität, sexuelle Gewalt sowie Missbrauch in Institutionen geht.
Das detaillierte Programm gibt es ab Mitte März 2017.
Info: www.stiftung-liebenau.de/aktuelles/termine/termine-detail/news/fachtag-kein-besonderes-beduerfnis-menschen-mit-behinderung-sexualitaet/

Mai/Oktober/Dezember 2017, Freiburg
Kompetent für Inklusion K2017-16

2. Kurs für Menschen mit und ohne Behinderung im Bereich der Behindertenhilfe und Psychiatrie in drei Abschnitten 2017
I. Abschnitt 29.-31.05.17, II. Abschnitt 23.-25.10.17, III. Abschnitt 4.-6.12.17
Die UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 machte Inklusion zum Menschenrecht. Ein weiterer wesentlicher Schritt in die – richtige – Richtung von mehr Inklusion ist das Bundesteilhabegesetz (BTHG), das der Bundestag im Dezember beschloss. Jetzt geht es darum, sich nicht nur für die Rechte der Menschen mit Behinderung einzusetzen, sondern sie auch zu befähigen, ihre Rechte selbst zu vertreten.
Das Besondere an dem Kurs: Er richtet sich an Menschen mit und ohne Handicap als Teilnehmende und als Dozierende. Alle Menschen mit Behinderung, Fach- und Führungskräfte der Behindertenhilfe oder Psychiatrie gehören daher zu den Adressaten. Optimal wäre, wenn Sie in Teams aus Ihren Organisationen teilnehmen, zum Beispiel eine Fach- und/oder Führungskraft zusammen mit Menschen mit Behinderung.
Kosten: 450 Euro
Ausschreibung und Anmeldung: www.fak-caritas.de/fortbildungen/kompetent-fuer-inklusion/947191/?searchterm=Kompetent+f%c3%bcr+Inklusion

24. Juni bis 2. Juli 2017, Reutlingen
„Hast Du Töne!“ – 7. internationales Kulturfestival, Kultur vom Rande

Alle drei Jahre führt das Festival „Kultur vom Rande“ internationale Ensembles nach Reutlingen, in denen Menschen mit Behinderung auf einzigartige Weise ihre künstlerischen Talente entfalten. Herausragende Einzelkünstler ergänzen das Programm. 2017 kommen die Künstler aus neun verschiedenen Ländern. Als internationales inklusives Kulturfestival für Menschen – unabhängig von Behinderung und Benachteiligung – bietet es ein umfangreiches Programm mit Theater und Tanz, Kabarett und Gedichten, Musik und Film, Kunstaktionen und Workshops. Aktives Mitmachen ist an vielen Stellen möglich und erwünscht, ganz besonders bei den Sing-Aktionen zum Motto „Hast du Töne!“ und dem abschließenden großen interaktiven Sing-Event auf dem Reutlinger Marktplatz.
Programm: kultur-vom-rande.de/2017/wp-content/uploads/2017/01/kultur-vom-rande-2017-flyer.pdf 




 
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 ... das Beste zum Schluss

Neue Smartphone-App
Inklusive Emojis für das Smartphone

Emojis sind auf der ganzen Welt wichtiger Bestandteil digitaler Kommunikation. Auch wenn die Icons bei Messengern wie „What's App“ inzwischen mehr Vielfalt und Gleichberechtigung bieten – Emojis, die Menschen mit Behinderung darstellen, gab es bisher nicht. Die neue Aktion Mensch-App versorgt Ihre Tastatur barrierefrei mit 27 inklusiven Emojis und Icons. Versenden Sie die kleinen Bildzeichen zu Ihren Texten in SMS oder Chats! Aus den Appstores downloaden, Tastatur aktivieren, passendes Emoji auswählen und als Bild versenden.
www.aktion-mensch.de/inklumoji


Feinschmecker-Tipp
Restaurant mit Michelin-Stern – und Inklusionskonzept!

Serkan Güzelcoban hat sich innerhalb von zwei Jahren im Restaurant Handicap in Künzelsau Heinen Michelin-Stern erkocht – im weltweit ersten Restaurant mit Inklusionskonzept. Nun startet er zwei neue Projekte. Lesen Sie mehr in einem Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 29.12.2016.
www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.sternekoch-serkan-guezelcoban-ein-leben-das-als-drehbuch-taugt.fac67d5d-5da3-4bec-8757-e1abb1274d97.html  




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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