Caritas-Newsletter
   

Newsletter Leben ist angesagt - Ausgabe Nr. 09/2017

 
 
    Inhalt
   
  1. In eigener Sache
  2. Fachliche Informationen
  3. Termine
  4. ... das Beste zum Schluss
 
 
 
 
1
 
 In eigener Sache

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

in den Kinos läuft gerade "Fack ju Göhte 3" an – mit einer Darstellerin, die von sich reden macht: die Stuttgarterin Tamara Röske, eine junge Frau mit Down-Syndrom, die nicht nur von Conny Wenk häufig als Model abgelichtet wurde. Ihr Beispiel geht inzwischen durch alle Medien. Auch die „Stuttgarter Zeitung“ berichtete (www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgarterin-mit-down-syndrom-eine-junge-frau-oeffnet-die-herzen.59e127ae-9eb2-4170-a719-2a60a4792777.html).

Noch ein schönes Beispiel: die inzwischen berühmten Wandkalender „A little extra“ von Conny Wenk. Ihre Fotos von Menschen mit Handicap erfreuen nicht nur unseren Alltag, sondern erweitern unseren Horizont, indem sie unsere Sichtweise auf die Menschen ändern (www.neufeld-verlag.de/de/wandkalender-a-little-extra-2018.html).

Ich finde: Das sind tolle Signale. Sie ändern die Bilder in unseren Köpfen, Stück für Stück.

Herzlich,
Ihre
Birgit Baumgärtner





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 Fachliche Informationen

Gesetzentwurf auf dem Weg
Landesregierung will Bundesteilhabegesetz umsetzen

Mitte November beschloss die Landesregierung den schon lange erwarteten Gesetzentwurf zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes. Demnach bleiben die Stadt- und Landkreise auch künftig für die Eingliederungshilfe zuständig, während die Interessensvertretung von Menschen mit Behinderungen in die Vertragskommission „Landesrahmenvertrag“ einbezogen wird.
Nach der Anhörung (bis zum 27. Dezember) kommt der Entwurf in den Landtag. https://beteiligungsportal.baden-wuerttemberg.de/de/mitmachen/lp-16/bundesteilhabegesetz/  
Den Gesetzentwurf finden Sie unter https://beteiligungsportal.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/beteiligungsportal/SM/Dokumente/171114_Entwurf-Umsetzung-Bundesteilhabegesetz.pdf


Noch einmal 7,3 Millionen Euro
Land investiert weiter in inklusive Wohn- und Arbeitsformen

Im Rahmen der diesjährigen Förderung von Behinderteneinrichtungen investiert das Land mit der dritten Tranche noch einmal rund 7,3 Millionen Euro in den Ausbau gemeindenaher Wohnformen und in die Verwirklichung von Inklusionsvorhaben. Insgesamt stehen dafür in diesem Jahr rund 19,4 Millionen Euro zur Verfügung.
http://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/73-millionen-euro-fuer-innovative-inklusive-wohn-und-arbeitsformen/


Juristen-Deutsch gut übersetzt
Neuer Leitfaden über Rechte von Migranten mit Behinderung

Der Caritasverband für die Diözese Osnabrück und die passage gGmbH haben einen "Leitfaden zur Beratung von Menschen mit einer Behinderung im Kontext von Migration und Flucht" herausgegeben – interessant für Migrationssozialarbeit und die Behindertenhilfe Der Leitfaden schafft einen guten Überblick über die Rechte von Migrantinnen und Migranten mit einer Behinderung – Asylsuchende, Flüchtlinge, Drittstaatsangehörige und Unionsbürger mit und ohne Aufenthaltsrecht.
Welche Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, zur Teilhabe am Arbeitsleben oder zur Pflege haben sie? Wann erhalten sie einen Schwerbehindertenausweis?
Der Leitfaden übersetzt die juristischen Erörterungen in verständliches Deutsch.
http://www.esf-netwin.de/medien/Beratungsleitfaden_web.pdf


Wie komme ich zur Kur?
Landesverband überarbeitet Wegweiser für „Mutter-Vater-Kind-Kuren“

Hauptsächlich Mütter und Väter sind es, die ihre Kinder mit einer Behinderung betreuen. Sie brauchen von Zeit zu Zeit eine Auszeit um neue Kraft für den Alltag zu schöpfen. Dazu eignet sich eine Mutter-/Vater-Kur oder auch eine Mütter-Vater-Kind-Kur. Seinen Wegweiser zur Kur hat der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg inzwischen komplett überarbeitet. Eltern finden auf 64 Seiten Tipps für die Antragstellung, Ratschläge von Eltern für Eltern, Infos in Leichter Sprache und – ganz wichtig! – eine Übersicht der Kliniken, die für Eltern mit behinderten Kindern geeignet ist. Denn, so traurig es ist: Nur jede fünfte der bundesweit 140 Kliniken ist ganz oder teilweise barrierefrei ist und auf Eltern oder Kinder mit Behinderung vorbereitet.
https://www.lv-koerperbehinderte-bw.de/pdf/LVKM_Kuren_2017_WEB.pdf


Konzept für Reisen weiterentwickelt
Neues Handlungskonzept für inklusive Kinder- und Jugendreisen ist da

Das Handlungskonzept für inklusive Kinder- und Jugendreisen versteht sich als work in progress. Das heißt: Alle, die ihre Angebote inklusiv aufstellen wollen, erhalten Impulse und Unterstützung. Gleichzeitig will das Konzept Arbeitshilfe für jene sein, die bereits inklusiv unterwegs sind und ihre Praxis reflektieren und weiterentwickeln möchten. Vor allem aber soll es alle Akteurinnen und Akteure des pädagogischen Kinder- und Jugendreisens zur Diskussion einladen.
http://www.inklusivunterwegs.de/wp-content/uploads/2017/09/InklusivUnterwegs_Handlungskonzept.pdf


Forderungskatalog aufgemacht
Interessensverbände Behinderter wenden sich an Bundesregierung

Die fünf Fachverbände für Menschen mit Behinderungen formulierten neun Kernforderungen an die Bundesregierung. Dabei geht es um das „Wahlrecht für alle“, die Umsetzung des BTHG, Teilhabe am Arbeitsleben, „große inklusive Lösung“ für Kinder und Jugendliche im SGB VIII, die Aufhebung der Benachteiligung behinderter pflegebedürftiger Menschen in der Pflegeversicherung, die Beseitigung von Benachteiligungen bei der gesundheitlichen Versorgung, kein „PRAENA-Test“ als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, Betreuungsrechtsreform und Aufhebung des strikten Kooperationsverbotes im Grundgesetz im Bereich Bildung.
Alle Details finden Sie online unter http://www.diefachverbaende.de/files/stellungnahmen/2017-10-18_Forderungen-der-Fachverbaende-fuer-die-19-Legislaturperiode-final_END.pdf


Neue Anlaufstelle für Barrierefreiheit
Bundesfachstelle Barrierefreiheit – seit 2016 am Start

Mit der Novellierung de Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes (BGG) entstand die Bundesfachstelle Barrierefreiheit. Sie ist Anlaufstelle für alle, die das BGG umsetzen müssen, und löste das Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit ab, das von den Selbsthilfeverbänden behinderter Menschen getragen und weitgehend vom Bund finanziert worden war. Ende Oktober stand bei einer Fachtagung mit dem Bundesbauministerium das Thema „zu wenig barrierefreier Wohnraum“ im Mittelpunkt.
Mehr dazu und zur neuen Fachstelle unter https://www.bundesfachstelle-barrierefreiheit.de/DE/Home/home_node.html


Land stellt 7,6 Millionen bereit
Sonderförderprogramm soll Leben Zuhause ermöglichen

Das Land Baden-Württemberg stellt über ein Sonderförderprogramm 7,6 Millionen Euro für Einrichtungen der Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege bereit. Damit soll erreicht werden, dass unterstützungs- und pflegebedürftige Menschen so lange wie möglich Zuhause leben können. Auch Einrichtungen der Behindertenhilfe können grundsätzlich gefördert werden. Die Details des Programms sind noch nicht bekannt.
Mehr Info unter https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/76-millionen-euro-foerderung-fuer-einrichtungen-der-tages-nacht-und-kurzzeitpflege/


Kinderkrankheiten überwunden
Neues Antragssystem der Aktion Mensch soll sicherer und schneller sein

Die Aktion Mensch führte im Sommer ein neues Antragssystem ein. Einige „Kinderkrankheiten“ führten zum Start bei manchen Nutzern zu Problemen. Doch Abhilfe ist in Sicht: Fachadministratorin Susanne Sevenich erklärt, wie die Schwierigkeiten behoben werden, warum die Umstellung nötig war und was das neue System besser kann als das alte.
https://www.aktion-mensch.de/projekte-engagieren-und-foerdern/foerderung/foerdernewsletter/themenfeld-antragssystem?utm_campaign=%20foerderung%20&utm_medium=e-mail&utm_source=%20nl_fd_2017_10_18  




 
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 Termine

30. November bis 3. Dezember 2017, Porsche-Museum, Stuttgart
Thementage zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen

Menschen mit Behinderung leiden unter Einschränkungen. Um das Bewusstsein dafür und um gleichzeitig Betroffene gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben zu lassen, stellt das Stuttgarter Porsche-Museum seit fünf Jahren ein zusätzliches Aktionsprogramm auf die Beine. Toll dabei: Eintritt, Führung und Parken für Menschen mit Behinderung und deren Begleitperson während der Thementage sind kostenfrei. Für die Führungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Das ganze Programm finden Sie in einem extra Flyer (bitte runterscrollen bis zum Datum 30. November) unter https://www.porsche.com/museum/de/veranstaltungen/  
Übrigens: Das ganze Jahr über gibt es Angebote für blinde, sehbehinderte und gehörlose Menschen, beispielsweise mit Führungen in Gebärdensprache oder Angebote in Leichter Sprache. Schauen Sie rein unter https://www.porsche.com/museum/de/barrierefreiheit/  



 
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 ... das Beste zum Schluss

Lesetipp 1
Leben gemeistert trotz schwieriger Umstände

Willy Rudolf schildert seinen Werdegang in „Geht nicht, gibt’s nicht“
Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse erschien die überarbeitete Biografie von Willy Rudolf, dem Tübinger Behindertenbeauftragten, unter dem Titel „Geht nicht, gibt’s nicht“. Darin schildert der Autor, wie er mit Hilfe von Familie und Freunden und trotz schwieriger Umstände seinen Weg durchs Leben fand, was sein Leben bestimmte und welche Ziele er erreichte, von denen er als kleiner Bub mit Behinderung nur träumen konnte. „Geht nicht, gibt’s nicht“ ist ein Buch, das Mut macht. Eine einfühlsam erzählte Lebensgeschichte eines außergewöhnlichen Mannes.
Mehr unter https://www.buecher.de/shop/buecher/geht-nicht-gibts-nicht/rudolf-willi/products_products/detail/prod_id/29976479/


Lesetipp 2
Zum Nachdenken angeregt

Manuel Bauer schildert das Leben mit seinem behinderten Sohn
„Wie es ist, ein behindertes Kind zu lieben.“ Der Schweizer Fotograf Manuel Bauer hat ein Buch über das Familienleben mit dem 15-jährigen behinderten Sohn Yorick geschrieben. Er berichtet offen über die Sorgen und Ängste, aber auch über die kleinen und großen Freuden im Alltag. Aber ein Leben ohne Yorrick ist für Bauer auch nicht vorstellbar.
Das Buch macht Mut, beschönigt nichts, ist unterhaltsam und regt zum Nachdenken an. Unser Tipp: unbedingt lesen!
Mehr dazu in der „Basler Zeitung“ unter https://bazonline.ch/wetter/allgemeinelage/das-grosse-glueck-eines-zischlauts/story/22745157

Videos barrierefrei abspielen
Die Aktion Mensch entwickelte einen Video-Player, der barrierefreie Videos optimal einbindet. Ein komplett barrierefreies Video besteht aus Film, Untertiteln, Audiodeskription und einer Übersetzung in Gebärdensprache.
Unser Tipp: Player kostenlos herunterladen und in die eigene Webseite einbauen.
https://www.aktion-mensch.de/projekte-engagieren-und-foerdern/foerderung/foerdernewsletter/service-videoplayer?utm_campaign=%20foerderung%20&utm_medium=e-mail&utm_source=%20nl_fd_2017_10_18
Download des players: https://www.aktion-mensch.de/barrierefreier-videoplayer




 
 
   

Herausgegeben vom
Caritasverband der Diözese
Rottenburg-Stuttgart e. V.
Projekt "Leben ist angesagt"

Redaktion: Birgit Baumgärtner
Telefon: 0711 2633-1140
E-Mail: baumgaertner@caritas-dicvrs.de

Postfach 13 09 33, 70067 Stuttgart
Strombergstraße 11, 70188 Stuttgart
www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

 
 
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